Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Hot Slots

Historische Rennsport-Modelle

Foto: 9 Bilder

Moderne Slotcars beeindrucken durch ihre hohe Detailtreue. Das Beste daran: Beinahe jede zweite Neuerscheinung ist ein historisches Modell. Motor Klassik präsentiert elf attraktive Paare aus verschiedenen Epochen.

14.01.2007 Franz-Peter Hudek Powered by

Wer träumt nicht davon, in Juan Manuel Fangios legendärem Formel 1-Monoposto Maserati 250 F von 1957 – 270 PS stark und bis zu 300 km/h schnell – einige Runden zu drehen? Oder den orangen Porsche 911, mit dem Björn Waldegard 1970 die Rallye Monte Carlo gewann, volles Rohr über den Nürburgring mit seinen beruhigend großen Auslaufzonen zu jagen?

Oder wie die US-Rennlegende Briggs Cunningham 1963 im Jaguar E-Type über die Hunaudières-Gerade zu brettern? Diese und noch viele andere Automobilträume sind seit einigen Jahren sofort und für kleines Geld realisierbar – im Maßstab 1:32. Wir verdanken dies dem heimlichen Boom der großen Slotcar-Marken, die in den letzten Jahren einen Rennbahn-Fuhrpark der Extraklasse auf die Kunststoffpisten stellten.

Carrera, Fly, Ninco, Revell und Scalextric wetteifern dabei um die größte Detailtreue und die hochkarätigsten Vorbilder. Das Beste daran:Viele Neuerscheinungen der letzen Jahre sind Automobil- Klassiker, die meisten davon sogar Rennversionen nach authentischem Vorbild im Maßstab 1:1.

Das derzeitige 1:32-Programm

Motor Klassik gibt mit den elf vorgestellten Paarungen einen kleinen Einblick in das derzeitige 1:32-Programm an historischen Autos für die Slotcar-Piste.Alle Fahrzeuge sind kompatibel und fahren daher auch – mit geringen Modifikationen – auf den Pisten der Konkurrenz. Bewährte Bahnsysteme bieten derzeit Carrera,Ninco, Scalextric und SCX.

Im Übrigen beginnt erst ab einem Fuhrpark von etwa zwei Dutzend Autos das wahre Rennbahnvergnügen – seien es Modelle nach historischen oder modernen Vorbildern oder am besten natürlich: beide gemischt. Für Abwechslung sorgt dann nicht mehr der zeitraubende Um- und Neubau der Piste, sondern einfach das Angebot an verschiedenen Rennwagen-Paarungen.

So steht man zusammen mit seinem Freund, Sohn oder Tochter vor dem Slotcar-Regal und stellt sich voller Vorfreude die Frage: Was darf’s denn heute sein? Aktuelle GT-Boliden – Corvette gegen Ferrari 550 Maranello? Oder GT-Coupés historisch – AC Cobra gegen Ferrari GTO?

Vielleicht die beiden Frontmotor-Monoposto aus dem Jahr 1957? Zwei NASCAR-Bomber von Dodge und Ford aus den späten Sechzigern? Oder die aktuelle DTM – Audi gegen Mercedes? Gut und schön. Aber kosten eine ordentliche Bahn und zwei Dutzend Autos nicht ein kleines Vermögen? Nicht, wenn man von Anfang an voll und zur richtigen Zeit investiert. Die Preise für Slotcars liegen bei 30 bis 45 Euro.

Gleich zwei oder drei Startsets nehmen

Für die Bahnen gilt: Gleich zwei oder drei Startsets nehmen, denn dies kommt in jedem Fall billiger. Würde man deren Inhalt – Schienen, Autos, Trafo, Handregler etcetera – einzeln kaufen, müsste man dafür mehr als das Doppelte bezahlen.

Der Preis für rennfertige Einsteiger-Sets von SCX (spanischer Scalextric-Ableger) mit zwei modernen Rallye-Autos und einem zwei bis drei Meter langem Streckenoval, das sich auch hervorragend für eine Streckenerweiterung eignet, liegt gerade mal bei 90 Euro. Carrera Evolution – so heißt die 1:32-Produktlinie von Carrera – und Scalextric bieten größere Startsets sogar mit historischen Rennfahrzeugen. Zum Beispiel Mercedes 300 SLR und Maserati A6 GCS von Carrera Evolution mit 6,7 Meter langer, extrabreiter Strecke für rund 250 Euro; Scalextric offeriert im rennfertigen Set Trans Am-Mustang und -Camaro mit etwa fünf Meter Strecke für rund 175 Euro.

Zehn Meter Bahn reichen fürs Erste aus. Noch ziemlich neu und etwas teurer sind die digitalen Rennbahnsysteme von Carrera, Scalextric und SCX. Spezielle Slotcars und Regler erlauben einen zweispurigen Rennbetrieb mit bis zu sechs Fahrzeugen.

Bei Bedarf rennt aber ein Auto auch mal allein auf seiner Spur. Ein Single-Haushalt freut sich darüber ebenso wie das Einzelkind. Freude kommt auch darüber auf, wie die Autos gehen: einfach höllisch, oft sogar zu höllisch. Denn alle Hersteller setzen auf starke Magnete, welche das Chassis auf die metallenen Stromführschienen presst.

Idiotensicher zu fahren

Die Autos kleben regelrecht auf der Piste und sind bis zu einem gewissen, recht hohen Tempo idiotensicher zu fahren, um dann ohne jede Vorwarnung aus der Kurve zu fliegen. So kommt jedoch nur wenig Fahrfreude auf. Der Magnet muss weg und wird durch ein Auswuchtgewicht ersetzt, das man unter die Karosserie auf das Chassis klebt. Oft genügen fünf Gramm. Damit sinkt die Kurvengeschwindigkeit, der Bremsweg verlängert sich.

Umso wichtiger der Fahrtipp: Zum Bremsen ganz und komplett vom Gas gehen. Trotzdem macht das Fahren ohne Magnet mehr Spaß. Jetzt kann der Slotcar-Pilot mit dem Handregler kontrollierte Drifts realisieren. Die leise laufenden Autos von Carrera und Revell ersetzen – ohne Magnet! – das Reifenquietschen ihrer Vorbilder durch ein schabendes Geräusch und signalisieren dadurch dem Piloten: Achtung, gleich wird’s kritisch.

Zudem verlaufen Unfälle ohne Magnet glimpflicher, da die Abfluggeschwindigkeit in den Kurven weit unter jener mit Magnet liegt. Schließlich verkürzen sich für den Fahrer die Krabbelausflüge durch das Wohnzimmer, um sein havariertes Auto einzusammeln, auf ein erträgliches Maß.

Unerträglich ist dagegen die Qual der Wahl beim Fahrzeugkauf. Denn die vorgestellten Auto-Paarungen stellen nur ein kleines Spektrum des derzeitigen, oft variantenreichen Angebots dar. Selbst der Herstellerzwerg Pink Car bietet den Ferrari 250 GTO in sieben Ausführungen an: zum Beispiel das Coupé von Graham Hill mit hellblauer Schnauze, in Weiß mit blauem Streifen (Laguna Seca 1963) oder ganz in Grün (Daytona 1964). Herrlich, diese Qualen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige