Hulme CanAm Supersportler ab sofort bestellbar

Kiwi-Renner mit 600 PS kostet 320.000 Euro

Hulme canam

Der neuseeländische Supersportler Hulme CanAm kann nach vielen Jahren der Entwicklung nun zum ersten Mal bestellt werden. Der offene Zweisitzer soll im Sommer 2011 in den Handel kommen und umgerechnet 320.000 Euro plus Steuern kosten.

600 PS Leistung holt der Hulme CanAm aus seinem Corvette-Motor

Im Gegenwert erhält der Kunde einen Rennwagen mit Straßenzulassung, der von einem sieben Liter großen V8 aus der Corvette befeuert wird. Jährlich will die Firma Hulme, die an den legendären neuseeländischen Formel 1-Fahrer Denis "Denny" Hulme erinnern will, 20 Exemplare des CanAm an die Kunden bringen. Der Achtender im Hulme CanAm leistet 600 PS (Drehmoment 600 Nm) und soll den nicht einmal 1.000 Kilo schweren Renner in 3,5 Sekunden von Null auf Tempo 100 beschleunigen. Als V-max steht dem Zweisitzer mehr als 320 km/h zu Buche, der Verbrauch bleibt bisher noch ein Geheimnis.

Schon 2004 wurde der Hulme CanAm präsentiert

Die freistehenden Räder definieren sich vorne über 19 Zöller mit Reifen der Dimension 245/40 und hinten über 20 Zoll große Leichtmetallfelgen mit Pirelli-Reifen in der Größe 315/35. Im Inneren der Carbon-Karosse des Hulme CanAm dürfen sich die zwei Passagiere über speziell entwickelte Recaro-Sportsitze freuen. Der Hulme CanAm ist 4,712 Meter lang, 1,958 Meter breit, 1,095 Meter hoch, bei einem Radstand von 2,830 Meter.

Der erste Prototyp hieß "Hulme.F1Champion1967"

Schon 2004 wurde das Modell als Prototyp von der damals noch Supercars NZ ltd. genannten Firma präsentiert. Zu diesem Zeitpunkt firmierte der CanAm noch unter dem sperrigen Namen "Hulme.F1Champion1967". Tony Parker, Professor und Leiter des Abteilung für 3D-Design am College für Design Fine Arts and Music an der Massey Universität in Wellington zeichnete sich verantwortlich für den Hulme.F1.

Die Entwicklungszeit des heckgetriebenen Mittelmotorrenners betrug damals zwei Jahre. Der Prototyp wurde von einem 450 PS starken V8 aus dem BMW M5 angetrieben und mit einem sequentiellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt. Dieser soll, so Parker damals "die Illusion vermitteln, einen F1-Renner auf der Straße zu bewegen."

Dabei hat sich Parker eng an das typische F1-Design mit Front- und Heckflügel sowie spitz zulaufender Nase und freistehenden Rädern angelehnt - dazu kombinierte er Sportwagen-Elemente á la Ferrari Enzo Ferrari. Das Highlight: Die aerodynamisch über dem Frontspoiler positionierten Klarglasscheinwerfer.

Denis Clive Hulme, geboren am 18. Juni 1939 fuhr zwischen 1965 und 74 in der Formel 1. In seiner letzten Saison wurde der gebürtige Neuseeländer Formel 1-Weltmeister. Insgesamt holte er bei 112 Rennen acht GP-Siege, stand jedoch nur ein einziges Mal auf der Pole Position. Hulme starb am 4. Oktober 1992 während eine Tourenwagenrennes an einem Herzinfarkt.

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Holger Wittich

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