Herzstück des X3-Antriebsstrang ist ein Reihensechszylinder-Benziner, der mit einer neuen High Precision Injection, einer strahlgeführten Direkteinspritzung, auf hohes Drehmoment, satte Leistung, aber auch geringen Verbrauch getrimmt wurde. Zu diesem Aspekt trägt auch der völlige Verzicht auf Keilriemen bei. Sämtliche Nebenaggregate wie Lenkhilfepumpe, Bremsservo und Klimakompressor werden von eigenen Elektromotoren angetrieben. Die Aufgabe des Generators übernimmt die Elektromaschine des Aktivgetriebes, welches neben dem serienmäßigen Automatikgetriebe mit sechs Fahrstufen, den Elektromotor nebst zwei Ölbad-Kupplungen und die komplette Steuer- und Leistungselektronik beherbergt.
Dieser zusätzliche auf 30 kW ausgelegte Elektromotor hat den Vorteil, ohne Mehraufwand für kurze Zeiten eine Spitzenleistung von bis zu 60 kW abgeben zu können. Die Synchron-Elektromaschine arbeitet mit einer Betriebsspannung von 100 bis 200 Volt. Mit ihrem hohen Drehmoment ab Stillstand steht sie dem Benziner beim Anfahren und Beschleunigen unterstützend bei. Als Energiespeicher stehen hier Hochleistungskondensatoren, so genannte Super Caps mit einer Gesamtkapazität von 190 kW, bereit, die im Konzeptfahrzeug effektvoll und Platzsparend in die transparenten Schwellerleisten integriert wurden.
Spurtstärker und schneller als konventionelle Systeme
So gerüstet soll der Hybrid-X3 deutlich schneller als ein vergleichbares Serienfahrzeug mit konventionellem Antrieb beschleunigen. Das Spurtvermögen des Technologieträgers liegt rechnerisch bei etwa 6,7 Sekunden von Null auf Tempo 100 bei einer Spitzengeschwindigkeit von rund 235 km/h. Gleichzeitig soll der Durchschnittsverbrauch gegenüber dem Vergleichsmodell um 20 Prozent absinken.
Das Anfahren des X3 Efficient Dynamics erfolgt mit der Elektromaschine - völlig geräuschlos. Sobald das Auto in Bewegung ist, schließt sich die erste Kupplung und der Verbrennungsmotor springt an. Der Elektromotor übernimmt in diesem Moment gleichzeitig die Aufgabe des Anlassers für den Verbrennungsmotor.
Kraft der zwei Herzen
Bremst der Fahrer bis zum Stillstand ab, wird der Verbrennungsmotor ausgeschaltet. Beim ersten Druck aufs Gaspedal wiederholt sich der Startvorgang. Gibt der Fahrer weiter Gas, schiebt zunächst der 400 Newtonmeter starke Elektromotor mit einer Spitzenleistung von bis zu 60 kW kräftig an. Bei moderaten Beschleunigungen wird auf den Verbrennungsmotorbetrieb verzichtet und das Fahrzeug allein vom Elektromotor angetrieben. Erst bei höheren Beschleunigungen oder Fahrgeschwindigkeiten treibt der Verbrennungsmotor das Fahrzeug an.
Für einen schnellen Start ab Stand wird gleichzeitig der Verbrennungsmotor gestartet. Im niedrigen Drehzahlbereich überlagern sich damit die Drehmomente der beiden Maschinen und erreichen unterhalb von 1.500 Touren bis zu
600 Newtonmeter. Bei etwa 3.000/min wird der E-Motor abgeschaltet.
Nachgeladen werden dessen Energiedepots dann in Brems- und Schubphasen, wo der Elektromotor auf Generatorbetrieb umgeschaltet wird und so die Super Caps und die normale Bordbattreie lädt. Zusätzlich kann der Energiespeicher bei Bedarf auch durch den Benzinmotor aufgeladen werden.






