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Hyundai-Affäre

Kia-Chef muss aussagen

Foto: ams

Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat den Vorsitzenden des Autoherstellers Kia Motors, Chung Eui Sun, zu angeblichen Schmiergeldzahlungen durch die Hyundai Motor-Gruppe vernommen.

20.04.2006

Der einzige Sohn des Hyundai-Konzernchefs Chung Mong Koo sagte am Donnerstag bei Erscheinen vor dem Büro der Obersten Staatsanwaltschaft in Seoul, er wolle die Fragen der Ermittler ehrlich beantworten. Zugleich entschuldigte er sich vor laufender Kamera für die Affäre um die Firmengruppe, zu der auch Kia Motors als zweitgrößter Autobauer des Landes hinter Branchenprimus Hyundai Motor gehört.

Der Konzern soll über Tochtergesellschaften schwarze Kassen angelegt haben, aus denen in den vergangenen Jahren möglicherweise hohe Geldbeträge an Politiker, Regierungsbeamte und Bankmanager geflossen sind. Zur Beeinflussung der Regierung sollen sich die Firmen auch einflussreicher Lobbyisten bedient haben, um beispielsweise Baugenehmigungen oder Versprechen zu Kreditabschreibungen zu erhalten. Der 65-jährige Konzernchef Chung Moong Koo soll zu einem späteren Zeitpunkt zum Verhör vorgeladen werden.

Der Konzern hatte sich am Mittwoch wegen der Affäre öffentlich entschuldigt und eine Spende von einer Billion Won (knapp 856 Millionen Euro) für karitative Zwecke zugesagt. Der Konzern, der auch Hauptsponsor der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland ist, fürchtet nach koreanischen Zeitungsberichten um sein Markenimage, sollten sich die Ermittlungen noch länger hinziehen.

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