Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Hyundai-Chef entschuldigt sich

Foto: dpa

Der in eine Schmiergeldaffäre verwickelte Chef des südkoreanischen Autokonzerns Hyundai Motor, Chung Mong Koo, hat die Verantwortung für die schwarzen Kassen des Konzerns übernommen.

16.06.2006

Der 68-jährige Chung sandte einen am Donnerstag (15.6.) in den koreanischen Medien veröffentlichten Brief an das zuständige Gericht in Seoul, in dem er sich zugleich für sein Verhalten entschuldigte. Chung, der wegen des Vorwurfs der Untreue angeklagt ist, muss sich seit Anfang Juni vor Gericht verantworten. Eine direkte Rolle bei der Schaffung illegaler Finanzmittel hatte er bisher abgestritten.

"Ich trage die volle Verantwortung für die Tatsache, dass Fonds eingerichtet und in der Vergangenheit außerhalb des Unternehmens eingesetzt wurden", schrieb Chung. Er werde die rechtliche Verantwortung übernehmen. Zugleich bat Chung das Gericht um Milde. Der Konzernchef hatte bei einer Anhörung vor Gericht am Montag zwar gesagt, dass ihm die Existenz von Geheimfonds bekannt gewesen sei. Er könne sich jedoch nicht mehr daran erinnern, wie das Geld verwendet worden sei.

Das Geld aus den Geheimfonds soll in den vergangenen Jahren an Regierungsbeamte und Politiker geflossen sein, damit sie sich für die Geschäftsinteressen der zweitgrößten Industriegruppe des Landes einsetzen. Chung wird beschuldigt, Firmengelder in Höhe von mehr als 100 Milliarden Won (82,6 Millionen Euro) abgezweigt zu haben, um damit die schwarzen Kassen anzulegen. Chung befindet sich seit Ende April in Untersuchungshaft. Ihm droht bei einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden