Hyundai i20: Koreanischer Kleinwagen mit deutschen Wurzeln

Getz war gestern. Der Nachfolger des 80.000-fach verkauften koreanischen Kleinwagens heißt i20 und feiert im Januar seine Markteinführung in Deutschland.

Dabei haben sich die Verantwortlichen bei Hyundai hohe Ziele gesteckt. Während die Automobilbranche allenthalben über sinkende Absatzzahlen klagt, setzen die Koreaner auf Wachstum. Hyundai vertraut darauf, dass das B-Segment von den Rückgängen bislang größtenteils verschont geblieben ist und sogar mit einem deutlichen Anstieg der Neuzulassungen bei den Kleinwagen zu rechnen ist. Hier gehen die Koreaner von einem europaweiten Wachstum von derzeit 3,9 Millionen auf 4,8 Millionen Neuzulassungen bis 2013 aus.

Dynamischer Auftritt

Künftig sollen sich 110.000 Käufer jährlich für den neuen Hyundai i20 entscheiden. Eine optimistische Prognose, bedenkt man, dass der Vorgänger Getz jährlich fast 40.000 Interessenten weniger zu überzeugen wusste.
 
Der Neue soll die Kunden vor allem mit seiner dynamisch gezeichneten Linienführung, seinem guten Preis-Leistungsverhältnis sowie durch die umfassende Sicherheitsausstattung überzeugen. Das Design des kleinen Koreaners entstand im Hyundai-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim und lehnt sich stark an den i30 an, der in der Kompaktklasse antritt. Es ist geprägt vom neuen Hyundai-Familiengesicht mit großen Kühlluftöffnungen, V-förmigen Linien auf der Motorhaube sowie durch das Wechselspiel zwischen konkaven und konvexen Wölbungen.

Gewachsene Abmessungen

Im Vergleich zu seinem Vorgänger legte der i20 in den Abmessungen deutlich zu. Der lange Radstand von 2,53 Metern soll den Passagieren zugute kommen. Hyundai verspricht bis zu fünf Personen ein reichliches Platzangebot. Der Kofferraum des i20 schluckt mit 295 bis 1.060 Liter jetzt 16 Prozent mehr als der des Getz.
 
Insgesamt stehen für den Hyundai i20 drei Ausstattungslinien und fünf Motoren zur Wahl. Der Basis-Benziner schöpft aus 1,2 Litern Hubraum 78 PS. Besonders stolz ist man bei Hyundai auf das niedrige Gewicht des sogenannten Kappa-Motors, der lediglich 82 Kilogramm auf die Waage bringen soll. Den Durchschnittsverbrauch beziffert Hyundai auf 5,2 Liter pro 100 Kilometern (CO2: 124 g/km).

Der Einstiegspreis für die dreitürige Version liegt bei 11.250 Euro. Zwei Türen mehr kosten 750 Euro Aufpreis. Die Serienausstattung "Classic" umfasst neben Servolenkung, Zentralverriegelung und höhenverstellbarem Fahrersitz auch ein CD-Radio mit MP3-Funktion. Serienmäßig sind neben Fahrer- und Beifahrer-Airbags  auch Seitenairbags vorn sowie Vorhangairbags für Fahrer, Beifahrer und für die äußeren Sitzplätze hinten an Bord. Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP kostet keinen Aufpreis.


Daneben stehen mit dem 1,4-Liter mit 101 PS und dem 1,6-Liter mit 126 PS zwei weitere Benziner zur Wahl, die bereits aus dem größeren Hyundai i30 bekannt sind. Der Normverbrauch soll sich bei 6,0 (i 20 1.4) respektive 6,1 Litern (i20 1.6) einpendeln. Den Standardsprint auf Tempo 100 sollen die beiden stärkeren Benziner in 11,6 und 9,5 Sekunden bewältigen. Das serienmäßige manuelle Fünfganggetriebe kann für 1.090 Euro Aufpreis durch eine Automatik ersetzt werden.

Ein Diesel zum Marktstart

Zum Marktstart hat Hyundai für den i20 mit dem 1.6 CRDi nur einen Dieselmotor im Programm. Dieser leistet 116 PS und soll sich mit durchschnittlich 4,4 Litern auf 100 Kilometern begnügen (CO2: 117 g/km). Das maximale Landstraßentempo soll der i20 1.6 CRDi nach 10,7 Sekunden erreichen. Ende des Jahres 2009 ergänzt der 1.4 CRDi mit 75 und 90 PS das Angebot. Dieses Triebwerk bildet auch die Basis für das i20 blue getaufte Spritsparmodell.
 
Die fünftürige Variante startet bereits im Januar. Ab April stellt Hyundai dem Fünf- dann auch einen Dreitürer zur Seite.

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Manuel Dohr

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