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Hyundai ix20 und Skoda Roomster 1.6 TDI

Mehr Platz ist nicht alles

Hyundai ix20, Skoda Roomster 1.6 TDI Foto: Arturo Rivas 22 Bilder

Sie zählen zu den variablen Familienmobilen: Hyundai ix20 und Skoda Roomster. Kann sich der erfahrene Tscheche gegen den noch recht jungen Koreaner wehren?

20.12.2011 Michael von Maydell Powered by

Der Skoda Roomster. Ein Auto, nach dem sich schon viele umgedreht haben. Vor allem wegen des eigenartig zweigeteilten Designs, das sich mehr am Praxisanspruch als an optischer Gefälligkeit ausrichtet. Denn neben einem 480 Liter großen Kofferraum lockt der 4,21 Meter lange Hochdachkombi auf Fabia-Basis mit drei variablen Einzelsitzen hinten, die sich längs und quer verschieben oder ganz ausbauen lassen. Einziger Nachteil: Das Gestühl selbst ist zu schmal geschnitten, und es fehlt an Seitenhalt.

In guter Skoda-Tradition präsentiert sich der Skoda Roomster sehr solide, sauber verarbeitet und übersichtlich. Vorne wie hinten bietet er zudem ausreichend Ablagen; die Instrumente sind einwandfrei ablesbar, Klimaanlage und das kleine Fünf-Zoll-Navi griffgünstig zu erreichen.

Hyundai wirkt hochwertiger als Skoda Roomster

Es fehlen lediglich ein paar optische Reize. Womit wir auch schon beim elf Zentimeter kürzeren Hyundai ix20 sind. Seit November letzten Jahres auf dem Markt, stellt er eine trendige Kreuzung aus Mini-Van und Kleinwagen dar, nimmt optische Anleihen beim größeren SUV ix35 und lockt mit einem moderner gestalteten Cockpit inklusive schwarz lackierter Mittelkonsole und schnell rechnendem 6,5 Zoll großem Touchscreen-Navi.

Auch in Sachen Verarbeitung zeigt der Hyundai ix20 keine Schwächen. Im Gegenteil: Cockpitelemente wie Klimaanlage und Sitzheizung wirken sogar etwas hochwertiger als im Skoda Roomster. Selbst der 440 Liter große Kofferraum, ausgerüstet mit stabilem Ladeboden und fester Gepäckraumabdeckung, lässt keine Qualitätsunterschiede erkennen.

Dass sich die Hyundai-Ingenieure die Konkurrenten in Europa gründlich angeguckt haben, offenbart spätestens der Blick in den durchdachten Fond. Hier lassen sich die Sitze bequem zweigeteilt längs verstellen und die Rückenlehnen steiler oder flacher stellen, nur herrausnehmbar sind die Möbel nicht. Dafür kann man die Bank problemlos umklappen, die so einen großen, ebenen Laderaum von 1.486 Litern freigibt.

Beide Diesel nageln kernig

Wer die Schlepperei nicht scheut und im Skoda Roomster alle drei Sitzelemente ausbaut, bringt mit bis zu 1.810 Litern allerdings noch mehr Gepäck unter, das sich dank der breiten und niedrigen Ladekante leicht verstauen lässt.

Genug durch die Karosserie gekrabbelt. Diesel an und ab die Post. Wer nun auf kultivierte Motoren hofft, wird enttäuscht. Sowohl der Skoda Roomster als auch der Hyundai ix20 verlassen unter kernigem Nageln die Tiefgarage. Mit 260 und 250 Nm (Skoda Roomster) verfügen beide über nahezu gleich starke, 1,6 Liter große Vierzylinder und spurten ausreichend flott los. Doch während der ix20 bis zur mühsam erreichbaren Spitze von 182 km/h kräftig weiter rumort und in den höheren Gängen spürbar schwächer wird, zieht der Skoda Roomster eifrig davon und hält sich auch akustisch etwas mehr zurück. Geht das Kapitel Motor damit an Skoda? Noch nicht, denn die Hand greift zum Schalthebel und sucht einen verbrauchs- und geräuschsenkenden sechsten Gang, doch den gibt es hier nicht. Somit bleiben den Insassen auf langen Autobahnetappen höhere Drehzahlen nicht erspart.

Sechs Gänge im Hyundai ix20 serienmäßig

Der Hyundai klingt  zwar knorriger, hält dank dem serienmäßigen und präzise schaltbaren Sechsganggetriebe die Drehzahlen aber im Zaum. Auch der ermittelte Verbrauch von 6,4 Liter/100 km zeigt, dass sich der ix20 im Alltag ähnlich günstig bewegen lässt wie der Konkurrent Skoda Roomster (6,5 Liter/100 km). Der ix20 kann übrigens noch etwas sparsamer agieren: Ein Start-Stopp-System ist optional verfügbar.

Wenig Auswahl gibt es dagegen beim Fahrkomfort. Beide Fahrzeuge sind wahrlich keine Sänften und schütteln ihre Insassen insbesondere über Querfugen gerne durch. Immerhin: Der Skoda Roomster wird bei schneller Fahrt auf langen Bodenwellen etwas weicher. Seine leichtgängige, indirekte Lenkung und ein sensibles ESP tragen zusätzlich zu einer gemütlichen Fahrweise bei. Der ix20 ist hingegen ständig in Bewegung, behält ungern die gewählte Richtung bei, lässt sich im Gegenzug aber flotter um die Kurven zirkeln. Abschließend der Blick auf die Kosten: Der Hyundai ist als Edition 20-Sondermodell mit 16.810 Euro immerhin 1.840 Euro günstiger als der Skoda. Auch das Serienmodell Classic steht mit einem Preis von 17.490 Euro besser da als der 18.650 Euro teure Skoda Roomster in der Ambition-Version. Wer jetzt noch die bessere Ausstattung des Sondermodells und die fünf Jahre Garantie inklusive übernommener Wartungskosten bedenkt, dürfte im ix20 das bessere Angebot erblicken.

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