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IAA 1961

Neue Modelle in der Mittelklasse

IAA, BMW, 1600, 1961, Historie, Geschichte, Chronik, Highlights Foto: Archiv 60 Bilder

Das Wirtschaftswunder zeigt auch und vor allem auf dem Automobilsektor seine Wirkung. Die Kunden wünschen sich größere Autos und so reagieren 1961 zwei große Werke mit ihrer neuen Mittelklasse.

30.08.2009 Kai Klauder

1961 produziert VW rund 4.000 Fahrzeuge (und 3.400 Käfer) pro Tag. Damit sind die Wolfsburger der größte Automobilproduzent Europas. In den letzten Jahren haben sich die Innovationen in engen Grenzen gehalten, so ist der Käfer nur moderat modellgepflegt und technisch verbessert worden. Nun steht aber etwas Größeres an.

Der Kundschaft wird der Käfer zu klein, die Rundumsicht ist nicht mehr zeitgemäß und der Kofferraum soll doch bitte auch etwas größer sein. Ein bisschen mehr Leistung kann außerdem auch nicht schaden. Wie erfolgreich die größeren Autos sind, kann an den Abwanderungsraten gesehen werden. Also stecken die Entwickler die Köpfe zusammen und heraus kommt der VW 1500 - ihn gibt es als Limousine, Kombi, Cabriolet und Coupé. Das Konzept bleibt ähnlich, der Motor ist immer noch ein Boxer, er sitzt immer noch hinten, der Radstand bleibt bei den 2.400 Millimetern die Außenabmessungen wachsen nur leicht (Länge plus 160, Breite plus 70 Millimeter) und die Leistung wird auf magere 45 PS gesteigert.

Andere Mittelklassewagen sind da schon moderner: Ford 12 M oder Opel Rekord. Vor allem aber die zweite Neuheit, die auf dem BMW-Stand präsentiert wird.

IAA 1961: BMW 1500

Dort schlendert man am gelungenen neuen 700 Cabriolet vorbei und sieht erst einmal nichts außer einer riesigen Menschentraube. Grund dafür ist der neue BMW 1500. Er scheint aus einer anderen Welt als der gerade beim VW-Stand gesehene 1500 zu kommen. Trotz des gleichen Namens verbindet die beiden sonst fast gar nichts. Die Karosserie ist selbsttragend, der Motor vorne und ein hoch entwickeltes Aggregat. Der erste des später legendären M10-Motors leistet 80 PS und damit beinahe doppelt so viel wie der VW-Boxermotor gleichen Hubraums. 150 km/h können erreicht werden.

Der Slogan "Aus Freude am Fahren" passt wie die Faust auf's Auge zum sportlichen Traum der jungen Familienväter und wird der Marke BMW noch mehr als 40 Jahre danach zugeschrieben. Der Preisunterschied zwischen BMW und VW 1500 betrug etwa 2.000 Mark (8.500 zu 6.400 Mark)

IAA 1961: Prinz 4 und Renault R4

Zwei Kleinwagen erregen auf der IAA 1961 (zum aktuellen IAA-Special) dennoch großes Aufsehen. Der Prinz 4 und der Renault 4. Letzterer ist der Ur-Ahn der aktuellen Mini-Vans - er bietet enorm viel Platz und ein durchdachtes Raumkonzept. Dazu dank langer Federwege ein komfortables Fahrverhalten. Er kann alles noch ein bisschen besser als sein Landsmann 2 CV, weshalb auch der Spruch entsteht, dass der R4 der beste Citroën sei, der je gebaut wurde. Er ist mit 3.990 Mark nur 180 Mark teurer als der Standard-Käfer.

Der Prinz 4 (zum Preis von 4.590 Mark) gefällt weniger durch praktischen Nutzwert, als vielmehr durch sein sportliches Fahrwerk und das modernisierte Design.

IAA 1961: Mercedes und Opel feiern Jubilare

Daimler-Benz feiert 75 Jahre Firmenbestehen und zeigt auf seinem Messestand allerlei aus der Historie. Opel ist noch einmal 25 Jahre älter und beweist das mit dem ersten Produkt, einer Nähmaschine von 1862.

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