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IAA 1995

20 Weltpremieren und ein Ford mit 720 PS

IAA 1995 Foto: Hersteller 35 Bilder

"Auto, echt gut!" Dieser Slogan empfängt die IAA-Besucher 1995. Zu sehen gibt es den ersten Benzin-Direkteinspritzer und 20 Weltpremieren. Zudem zeigt Audi den A3, der zum TT werden soll.

13.08.2013 Kai Klauder

Mitsubishi hat die Nase vorne, zumindest bei der Präsentation des ersten Benzin-Direkteinspritzers. In der Studie HSR V zeigt der GDI-Motor die zukunftsweisende Technologie, die mehr Leistung bei weniger Verbrauch verspricht. In den neuen Modellen Carisma und Eclipse ist diese Technik allerdings noch nicht erhältlich.

Audi auf der IAA 1995 mit Sportcoupé A3

Mit der fristlosen Kündigung drohte Ferdinand Piëch angeblich allen Projektmitarbeitern, die sich zum neuen A3 äußern sollten. Die Optik der Coupé-Studie begeistert Publikum wie Fachleute gleichermaßen und führt zur Entscheidung, das Projekt als TT ab 1998 auf die Straßen zu bringen. Der Diesel-Weg wird weiterhin beschritten, für den A4 kann nun ein 110 PS starker Selbstzünder bestellt werden. Für den A6 erweitern zwei Motoren die Motorpalette nach unten (125 PS-1,8-Liter) und oben (2,8-Liter V6 mit 193 PS).

Der neue 5er von BMW kommt nur ein halbes Jahr nach der E-Klasse von Mercedes. Natürlich ist er wieder größer als sein Vorgänger - sieben Zentimeter mehr Radstand, fünf Zentimeter länger und breiter -, doch vor allem sein Leichtmetall-Fahrwerk mit Integrallenker-Hinterachse wie beim 7er sorgt für staunende Tester-Gesichter. Zunächst werden die stärkeren Benziner mit 170 und 193 PS angeboten, später folgen der Einstiegsbenziner mit 150 PS und der 143 PS-Selbstzünder.

Mercedes zeigt SL auf der IAA 1995

Die Neuheiten der IAA (zum aktuellen IAA-Special) beschränken sich bei Mercedes auf neue Motoren für C-Klasse (2,3-Liter-Kompressor mit 193 PS und 2,5-Liter-Turbodiesel mit 150 PS) und E-Klasse (E420 mit 279 PS und E50 AMG mit 347 PS). Der SL wird optisch überarbeitet und bekommt neue Schürzen an Front und Heck, weiße Blinkergläser und das Hardtop kann nun auch aus Glas geliefert werden - mit serienmäßigem Rollo gegen die Sonneneinstrahlung.

Neuer Fiesta und fünf Studien

Ford präsentiert seinen neuen Hoffnungsträger Fiesta, unter anderem erhältlich in der Ausstattungsvariante Focus. Unter der Motorhaube werkeln die neuen Zetec-Se-Motoren, allesamt Vierventiler aus Aluminium.

Neben dem Fiesta stehen fünf Studien: Mustang-Cabrio, der Pick-Up Ranger Supercab Splash, eine Sports-Van-Version des Windstar namens SHO, der Zweisitzer Lincoln L2K und der Supersportwagen GT90 mit 720 PS starkem V12.

Neuer Vectra und Drei-Liter-Corsa

Der neue Vectra steht in Frankfurt auf der IAA als Limousine. Der Kombi wird als Studie präsentiert, doch auch sein Erscheinen ist schon beschlossene Sache. Wie Citroën mit dem AX Eco bereits zwei Jahre zuvor auf der IAA 1993 hat Opel einen Corsa auf Leichtbau, Aerodynamik und daraus resultierenden Minimal-Verbrauch getrimmt. Der Corsa Eco 3 fällt durch umfangreiche Karosserieanbauteile auf, die die Aerodynamik deutlich verbessern und den cW-Wert auf 0,295 drücken.

Durch Verwendung leichter Materialien wie Kohlefaser und Aluminium an Karosserie und sonstigen Bauteilen werden beeindruckende 225 Kilogramm Gewicht eingespart. Wie viel Zusatzkosten das verursacht, wird am Beispiel des Getriebedeckels offensichtlich: Statt Aluminium kommt hier Kohlefaser zum Einsatz, statt 90 Pfennig kostet er damit 45 Mark - Gewichtersparnis: rund 500 Gramm. Angetrieben wird das kostbare Drei-Liter-Auto von einem relativ unangetasteten Isuzu-Diesel mit 1,7 Liter Hubraum und 63 PS. Vierventiltechnik und Direkteinspritzung sind die erwähnenswerten Details, noch nicht einmal Ladeluftkühlung ist an Bord. Der Verbrauch wird von Opel mit 3,4 Litern im Drittelmix angegeben.

Targa mit Glaskuppel, 911er mit mehr Power

Porsche verpasst seinem Targa ein neues Glasdach, das ein besonderes Fahr-Erlebnis auch in geschlossenem Zustand verspricht. Zudem holen die Zuffenhausener 13 PS mehr aus dem 3,6-Liter-Boxer, der nun 285 PS leistet.

Chrysler zeigt das neue Stratus Cabriolet mit vier Sitzen. Bei dem frontangetriebenen offenen Amerikaner kommt entweder ein 2,4-Liter-Vierzylinder mit 150 PS oder ein 2,5-Liter-V6 mit 164 zum Einsatz. Mit 50.000 Mark kostet er nur die Hälfte eines Mercedes E-Klasse-Cabrios.

Für Familien interessant ist der neue Voyager, der in 32 Monaten für rund 2,6 Milliarden Dollar entwickelt wurde. Der große Van gehört mittlerweile zu den Bestsellern der Amis und wurde bis 1995 bereits rund 4,2 Millionen mal verkauft. Im Pflichtenheft dürften vor allem ein verbessertes Platzangebot und ein größerer Kofferraum gestanden haben. Der Innenraum wächst um zehn Prozent, der Kofferraum um ein Drittel auf 671 bis 3.250 Liter. Die Linie wird vom neuen Cab-Forward-Design mit weit vorgezogener Windschutzscheibe bestimmt. Dadurch wird die Aerodynamik verbessert, der Innenraum gefühlt noch größer - und durch den Sonneneinfall leider auch heißer. Die Motorpalette des im Grazer Eurostar-Werk produzierten Voyager beginnt mit einem 115 PS-Diesel und reicht hoch bis zum 3,8-Liter-V6 mit 168 PS.

Fiat auf der IAA 1995 mit Brava und Bravo

In Frankfurt zeigt Fiat mit Brava (Fünftürer) und Bravo (Dreitürer) die Nachfolger des erfolglosen Tipo. Die beiden Modelle sollen in der Golf-Klasse Marktanteile zurückerobern und sind für Preise ab 22.000 Mark zu haben. Der Kunde kann zwischen vier Benzinern mit 75 bis 147 PS und einem 100 PS-Turbodiesel wählen.

Mégane folgt auf R19 und Initiale als Vel Satis-Zündung

Renault wird runder: Der neue Mégane, der auf den R19 folgt, ist deutlich gefälliger gezeichnnet als sein Vorgänger. Die drei- und fünftürigen Schrägheck-Versionen starten mit Motoren von 75 bis 150 PS.

Für erstaunte Blicke sorgt die Studie namens Initiale. Viele Details und Gestaltungsmerkmale der futuristischen Karosserie mit Heckabsatz wird der Vel Satis aufnehmen, der ab 2002 gebaut wird. Während die Studie auf der IAA 1995 allerdings von einem 392 PS starken V10 mit Formel-1-Genen angetrieben wird, werden sieben Jahre später im Vel Satis maximal 241 PS zur Verfügung stehen.

Mit dem neuen 405 führt Peugeot eine neue Plattform für die Mittelklasse ein. Sieben Zentimeter mehr Breite und drei Zentimeter mehr Radstand sorgen für spürbar mehr Platz. Das Fahrwerk wird mit einer neuen Mehrlenker-Hinterachse aufgewertet, der Sicherheit kommen Airbags, Gurtstraffer und ein neues Seitenaufprallsystem zu Gute. Die Preise beginnen bei 32.500 Mark.

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