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IAA 1999

Neue Partnerschaften und ein SLR als Wow-Auto

IAA 1999 Foto: Hersteller 37 Bilder

Es ist die IAA der neuen Partner: Daimler und Chrysler, Renault und Nissan, Volvo und Ford. Sie alle wollen Synergien nutzen, gemeinsam entwickeln und natürlich viel Geld einsparen.

03.09.2009 Kai Klauder

Die nobelste VW-Konzernmarke ist Bentley. Mit dem neuen Arnage steht ein gutes Beispiel für die Internationalisierung der Automobilfertigung auf dem Messestand: Es gibt den 40 Jahre alten V8, der von Cosworth auf Vordermann gebracht wurde, ebenfalls erhältlich ist der BMW-V8. Übertragen wird die Kraft von einem GM-Automatikgetriebe. Am anderen Ende der Preislisten im Konzern steht der Skoda Fabia, der sich zum Bestseller entwickeln wird. Auf der IAA 1999 steht der 3,96 Meter lange Kleinwagen, der als erster die neue A0-Plattform nutzen darf.

VW bringt den Phaeton, Audi den A2 zur IAA 1999

Die Kernmarke VW zeigt den facegelifteten  Polo, der zudem mit neuen Motoren ausgerüstet wird. Besonders viel Interesse ernten der 1,4-Liter-TDI mit Pumpe-Düse-Technik und der mit 125 PS stärkste Motor im Polo GTI. Beide Motoren können auch für den Lupo geordert werden, der mit dem neuen Direkteinspritzer 1.4 FSI zudem noch ein weiteres motorisches Schmankerl zu bieten hat. Im Golf und Bora kommen nun 1,6-Liter-Vierventiler-Motoren zum Einsatz, die die alten Zweiventiler ersetzen. Den D-Zug stellt der neue 1,9-Liter TDI mit 150 PS dar.

Ob er den Namen Volkswagen verdient steht auf einem anderen Blatt, doch mit dem noch unter dem Namen D1 geführten Fahrzeug der Luxusklasse, der später als Phaeton in der Gläsernen Manufaktur in Dresden entstehen wird, runden die Wolfsburger ihr Fahrzeugprogramm nach oben hin ab.

Audi präsentiert sich auf der IAA sehr sportlich mit dem neuen RS4 (380 PS) und dem S6 (340 PS) und betont mit der Langversion des A8, mit dem in Zukunft auch Kanzler Schröder unterwegs sein wird, seine Luxusansprüche. Doch neben schierer Größe denken die Ingolstädter mit dem innovativen A2 auch an die Zukunft. Das neue Fahrzeugkonzept bietet mit Spaceframe, sparsamen Motoren und überraschend großzügigem Platzangebot im Innenraum für seine Länge von 3,82 Meter viel, muss aber mit angepeilten 30.000 Mark auch entsprechend entlohnt werden.

BMW zeigt den M3 und den Z8

Der neue M3 der Baureihe E46 ist leichter als sein Vorgänger und wird von einem 3,2-Liter-Reihensechser mit 343 PS angetrieben. Die Nenndrehzahl liegt bei respektablen 7.900/min. In fünf Sekunden soll er Tempo 100 erreichen, bei 250 km/h wird abgeregelt.

Zwei Jahre nach Mercedes mit der M-Klasse präsentiert BMW mit dem X5 das weiss-blaue Pendant. Der neue Geländewagen ist auf den Straßeneinsatz optimiert, zu Feinabstimmungsfahrten wurde die Nordschleife des Nürburgrings gewählt.

Unbestrittenes Highlight auf dem BMW-Messestand ist natürlich der Z8, bei dem kaum Kosten und Mühen gescheut wurden. Die Optik erinnert stark an die Sportwagenlegende BMW 507. Unter der Haube sitzt der 400 PS starke Fünfliter-V8 des BMW M5. Schon im Frühjahr 2000 laufen die ersten Z8 vom Band, insgesamt werden bis 2003 rund 5.700 Exemplare des Aluroadsters gebaut.

Für die Oberklasse stellt BMW den 245 PS starken V8-Diesel vor, der im 7er für gleichermaßen sparsames wie souveränes Fortkommen sorgen soll. Ingenieure interessieren sich vor allem für die elektromechanische Ventilsteuerung, die die Bayern auf der IAA 1999 zeigen.

Porsche bedient mit dem neuen Boxster S mit mehr Hubraum (3,2 Liter) und mehr Leistung (252 PS) und dem 911 Turbo mit seinem 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxer und 420 PS die leistungshungrige Klientel.

Opel macht auf sportlich

Auf Basis der Lotus Elise wird ab 2000 der Opel Speedster gebaut. Der 2,2-Liter-Saugmotor kommt aus dem eigenen Haus und leistet verhaltene 147 PS, die bei einem Gewicht von unter 900 Kilogramm trotzdem für gute Fahrleistungen sorgen sollen. Mit dem neuen Astra Coupé zeigt Opel, das man aus dem Mittelklassemodell etwas Aufregendes machen kann. Das schnittige Coupé wird bei Bertone gebaut und von drei verschiedenen Vierzylindern mit 115 bis 190 PS angetrieben.

Für die gehobene Mittelklasse feilt Opel an einer konkurrenzlosen Motorisierung für den Opel Omega. Die Studie Opel Omega V8 ist um 13 Zentimeter im Radstand verlängert, um dem mächtigen 5,7-Liter-V8 genügend Platz zu machen. Rund 310 PS soll das US-Aggregat in dem Schnelllaster leisten.

Supersportler und Kleinwagen aus dem Hause Daimler zur IAA 1999

Nach dem Zusammenschluss zu Daimler-Chrysler stehen bei Mercedes erst einmal die Minis im Vordergrund. Mit Smart Cabrio und der Roadster Studie stehen zwei neue Varianten auf der IAA 1999. Neben dem Benziner ist nun auch ein Diesel mit 41 PS im Angebot.

Chrysler bringt den neuen Neon mit nach Frankfurt, der sich auf dem europäischen Markt als günstige Alternative in der Mittelklasse etablieren soll. Viel aufregender ist allerdings der neue PT Cruiser, der mit seinem Retro-Design eine wohltuende Abwechslung auf der IAA bietet. Mit der Studie Java zeigt auch der amerikanische Part des Weltkonzerns einen Kleinwagen mit 3,77 Meter Länge.

Ganz anders Mercedes: Das Coupé CL markiert mit einem 5,8-Liter-V12 und 367 PS die Spitze. Technisch interessant ist die Zylinderabschaltung, die beim Kraftstoff sparen helfen soll. Für Aufregung sorgt die Studie des SLR, der neue Supersportwagen der Stuttgarter.

Renault zeigt mit dem Clio V6 24V den legitimen Nachfolger des R5 Turbo. Rund 250 PS soll der mittig angeordnete Motor leisten. Die Kleinserie soll Ende 2000 starten. Für geteilte Reaktionen sorgt der Avantime, ein futuristisches Fahrzeug, das in der oberen Mittelklasse antreten soll.

Peugeot gibt sich da etwas konservativer, zumindest mit dem neuen Oberklasse-Modell 607. Der 206 dagegen setzt die 1935 mit dem Eclipse 402 begonnene Tradition des faltbaren Klappdachs fort. Das zweiteilige Dach verschwindet im Kofferraum und verwandelt das Coupé in ein Cabriolet.

Noch weiter geht Citroën mit dem Pluriel. Diese Studie kann fast alles: Fünfsitzer mit Faltdach, Cabrio oder Pick-Up, je nach Lust, Laune und Einsatzzweck.

Im 100. Jahr nach Gründung der Fabbrica Italiana Automobili Torino steht es nicht gerade gut um den italienischen Großkonzern. Das lässt sich auch auf der IAA erkennen. Mehr als die zweite Punto-Generation und den Lancia Lybra als Kombi und Limousine gibt es in Frankfurt nicht zu sehen.

Rover überarbeitet den Mittelmotorsportwagen MGF. Er bekommt neue Sitze und ein neues Innenraumdekor. Gegen Aufpreis kann man mit einer Sechsgang-Steptronic durch die Gänge wechseln.

Lotus hat mit dem 340R ein heißes Eisen im Feuer. Der Roadster soll nur 340 Mal gebaut werden. Er folgt dem Leitspruch von Lotus-Gründer Colin Chapman und lässt alles weg, was nicht gebraucht wird. Keine Seitenfenster, keine Türen und ein Dach erst recht nicht. Lohn der Reduktion: 600 Kilogramm Leergewicht und eine Beschleunigung von nur 4,3 Sekunden auf Tempo 100 - mit einem 1,8-Liter-Vierzylinder wohlgemerkt. Der Preis wiegt dagegen schwer. Rund 100.000 Mark soll die Flunder kosten.

Honda bringt Drehorgel, Toyota den Prius

In eine ähnliche Kerbe wie der Lotus schlägt Honda mit dem S2000, wenn auch nicht so extrem. Denn hier paart sich ein komfortabel ausgestatteter Innenraum mit einem Motor, dessen Nenndrehzahl bei 8.300/min liegt. Der Zweiliter-Vierzylinder leistet 240 PS. Mit dem HR-V, CR-V in Luxus-Version und der Schrägheck-Variante des Accord sind drei weitere Neuheiten zu sehen.

Die dritte Generation von Toyotas Mittelmotorsportwagen MR2 steht in Frankfurt. Der neue MR2 ist zum Roadster geworden, statt herausnehmbarem Dachteil gibt es nun ein komplettes Stoffverdeck. Weitere Neuheiten bei Toyota sind der sportliche Celica und der praktische Verso auf Basis des Yaris. Eine neue Zeitrechnung soll mit der Einführung des Prius auf den deutschen Markt beginnen.

Nissan zeigt in der Studie Cypact einen Direkteinspritzer-Turbodiesel, der einen Verbrauch von 3,5 Liter auf 100 Kilometer erreichen soll. Der Primera steht auf der IAA deutlich überarbeitet, ebenso wie die zweite Generation des Almera und der neue Kompaktvan Tino.

Mitsubishi zeigt zwei Kleinwagenstudien - SUW Compact und SUW Advance, die große Sicherheitsreserven mit gutem Raumangebot verbinden sollen.

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