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IAA 2011 Messe-Highlights

Das waren die Stars der IAA

Alfa Romeo MiTo Foto: MPS 170 Bilder

Unter dem Motto "Zukunft serienmäßig" blickte im September 2011 die automobile Welt zur IAA in Frankfurt. Im Fokus stand wieder die Faszination Auto mit einem klaren Hang zu Premiumprodukten.

21.07.2011 Holger Wittich

Mit über 900.000 Besuchern übertraf die IAA 2011 nochmals deutlich das Ergebnis aus dem Jahr 2009. "Die "Faszination Auto" ist – entgegen mancher Aussagen mancher so genannter Experten – stark ausgeprägt, gerade auch bei jungen Menschen", resümierte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Als weltweite Trends erkannte der VDA-Chef den Vormarsch von Premium, die zunehmenden Hybridisierung sowie die intelligente Vernetzung von Autos.

IAA Rundgang: Die Highlights aus Frankfurt 3:13 Min.

Audi A5 mit frischer Optik

Mit dem A5 hat Audi seinen Ruf als Designermarke einmal mehr gefestigt. Die Optik der aus Sportback, Coupé und Cabrio bestehenden Baureihe soll nun mit einigen Kunstgriffen aufgefrischt werden: Die Scheinwerfer erhalten im unteren Bereich eine kleine Welle, deren Linienführung auch das LED-Tagfahrlicht folgen wird. Der Grill wird etwas stärker zugepfeilt, um dem Beau einen markanteren Blick zu geben, außerdem werden die LED-Rückleuchten überarbeitet. Innen kommen neben neuen Materialien leicht modifizierte Sitze zum Einsatz.
 
Wie beim A6 zieht ein WLAN-Hotspot für drahtlosen Internet-Zugang ein. Wenig Änderungen gibt es beim Motorenprogramm. Beim S5 Coupé wird der V8-Motor künftig durch einen Kompressor-V6 ersetzt, der 333 PS leistet. Der Verkauf startet zum Jahresende. 2012 erfährt der A4 die gleiche Aufwertung. In einer ganz anderen Liga spielt dagegen der Audi R8 GT Spyder mit, der im Gewicht gegenüber dem konventionellen Modell um 85 Kilo gesenkt wurde. 560 PS stark, 317 km/h schnell und 207.800 Euro teuer, soll er zum Angriff auf die italienische Sportwagen-Konkurrenz blasen. Der Zweisitzer entsteht in einer Kleinserie von 333 Exemplaren.

Porsche 911 mit bis zu 400 PS

Ein Klassiker ging auf der IAA in die nächste Runde, wobei sich beim neuen Porsche 911 die Optik nur maßvoll ändert. Dafür verliert der Porsche rund 45 Kilogramm Gewicht, obwohl er in der Länge um 5,6 Zentimeter auf 4,49 Meter wächst. Der Radstand legt um zehn Zentimeter zu, was deutlich bessere Platzverhältnisse verspricht. Neu ist die Start-Stopp-Automatik, die zu der Verbrauchseinsparung von mehr als zehn Prozent beiträgt. Die Leistung der Sechszylinder-Motoren mit Benzin-Direkteinspritzung steigt von 345 auf 350 und von 385 auf 400 PS.

Ferrari 458 Spider kommt mit 570 PS-V8

Auch die deutsche Sportwagen-Elite bekommt auf der IAA Konkurrenz - und zwar aus Italien. Ferrari präsentierte die offene Version des 458 mit längs vor der Hinterachse montiertem 4,5-Liter-V8 (570 PS) als Antwort auf Mercedes SLS AMG Roadster oder Audi R8 Spyder. Das elektrisch betätigte Stoffverdeck verschwindet hinter den Sitzen, Überrollbügel sorgen für Sicherheit. Geschaltet wird via Doppelkupplungsgetriebe.

BMW i3 als Stadtauto

Zum ersten Mal präsentierte BMW auf der IAA 2011 offiziell das erste Mitglied der neuen i-Familie: Der i3 mit einer Karosserie aus kohlefaserverstärktem Kunststoff geht 2013 als reines E-Auto mit einer Reichweite von 160 Kilometern in den Verkauf. Der Elektromotor ist 100 kW stark, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 150 km/h. Der vanartige Fünfsitzer zitiert mit den Kühlergrill-Nieren zwar klassische BMW-Stilelemente, im Gegensatz zu den Modellen mit Verbrennungsmotoren sind sie hier aber geschlossen. Kühlluft wird an dieser Stelle nicht benötigt. Der i3 bekommt alle modernen Assistenzsysteme sowie ortsbezogene Dienste, die es dem Piloten erleichtern sollen, in der Stadt Geschäfte, Apotheken oder Restaurants zu finden. Bereits im Herbst rollt der neue 1er an - und zwar zum letzten Mal als Hecktriebler. Die darauffolgende Generation wird auf Frontantrieb umgestellt.

Der 1er wächst in der Länge um 8,5 Zentimeter, das Kofferraumvolumen erhöht sich um 30 auf 360 Liter. Die Basis 116i gibt es zu Preisen ab 23.950 Euro, den Diesel 116d ab 25.950 Euro. Die Motorenpalette umfasst fünf Triebwerke von 116 bis 184 PS.

Mini als Coupé zur IAA

Die Mini-Familie nimmt immer stärker Maxi-Formen an: Ab Herbst gibt es als zusätzliches Mitglied das Mini Coupé, das seine Premiere beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring feierte. Die Rennversion entwickelt aus dem aufgeladenen 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer 250 PS. In der Serie geht es gemäßigter zu: Den 3,73 Meter langen Zweitürer gibt es als Benziner mit 122, 184 und 211 PS, der Diesel ist 143 PS stark. Für optimalen Anpressdruck sorgt ein Heckspoiler, der ab 80 km/h automatisch ausfährt und unter 60 km/h wieder einfährt.

Mercedes M- und  B- Klasse in neuer Form

Die dritte Generation der M-Klasse, die auf der IAA präsentiert wurde und ab 18. November ausgeliefert wird, ist sparsam wie nie zuvor: Der neue Vierzylinder ML 250 Bluetec (204 PS) begnügt sich mit sechs Liter Diesel pro 100 Kilometer und bietet eine Reichweite von bis zu 1.500 Kilometer. Daneben hat der Kunde die Wahl zwischen dem ML 350 Bluetec (258 PS) und dem V6-Benziner ML 350 Blue Efficiency (306 PS), wobei sich die Abgaswerte der Selbstzünder bereits auf dem Niveau der künftigen Euro 6 befinden. Um die Verbrauchswerte um insgesamt 25 Prozent zu reduzieren, hat Mercedes kräftig auf die Gewichtsbremse getreten und Alu im Bereich der Motorhaube, Kotflügel und des Fahrwerks eingesetzt. Bemerkenswert ist auch der cW-Wert von 0,32 (vorher: 0,34). Active Curve System nennt sich eine aktive Wankstabilisierung der Luftfederung, bei der die Stabilisatoren abhängig von Querbeschleunigung, Geschwindigkeit und Fahrwerkseinstellung geregelt werden. Das kann die neue B-Klasse nicht bieten - dafür mehr Platz, höheren Komfort, gegen Aufpreis verschiebbare Rücksitze und viele Assistenzsysteme wie Toter-Winkel-Warner, Fernlichtassistent, Spurhalte- und Müdigkeitswarner sowie einen Abstandsregeltempomaten.
 
Den Innenraum prägt ein großer Zentralbildschirm für Navigation und Radio, der einem i-Pad ähnlich fast frei im Raum zu schweben scheint. Die Vierzylinder-Diesel stammen aus der C-Klasse, die Benziner sind ebenso neu wie das Doppelkupplungsgetriebe. Einen Wandlerautomaten wird es nicht geben, dafür aber Start-Stopp-Automatik.

VW Up steht in den Startlöchern

Seit Jahren geistert er als Concept Car über die Messen – auf der IAA 2011 stand endlich das Serienmodell vor uns: der Lupo-Nachfolger VW Up (hier alle Infos und Fotos) . Der City-Flitzer basiert auf einer neuen Konzernplattform, von der zumindest Seat und Skoda profitieren werden. Ob auch Audi in dieses 3,45 Meter-Segment vordringen wird, ist noch offen, aber in Frankfurt soll eine entsprechende Studie stehen. Den Up wird es ab November als Zweitürer zu Preisen von unter 10.000 Euro geben, der Viertürer folgt Anfang 2012. Den Antrieb übernehmen zunächst Dreizylinder mit 60 und 70 PS, gefolgt von Vierzylindern und einer Erdgasvariante, die ebenfalls auf der IAA vorgestellt wird. Geschaltet wird über ein automatisiertes Getriebe mit fünf Gängen. 2013 folgt dann eine Elektroversion.

Die so genannte New Small Family wird in Bratislava gebaut und soll trotz des niedrigen Preises über eine umfangreiche Sicherheitsausstattung mit serienmäßigem ESP und Airbags verfügen. Als Option gibt es den City-Notbremsassistenten, der selbsttätig herunterbremst, wenn der Fahrer bei einem drohenden Aufprall nicht reagiert. Das puristisch gehaltene Interieur wird geprägt durch ein zentrales Rundinstrument sowie die Integrationsmöglichkeit von MP3-Playern. Am Design des IAA-Modells hat sich im Vergleich zu den Studien nur wenig verändert.

Opel zur IAA mit Ampera, Astra, GTC und Zafira Tourer

Volles Programm bei Opel auf der IAA: Premiere feierte dort zum Beispiel das neue Topmodell der Astra-Baureihe, der 180 PS starke GTC, den es mit Sportfahrwerk und tiefer gesetzter Karosserie zu Preisen ab 19.900 Euro gibt. In eine ganz andere Richtung zielt das Umweltauto Ampera auf Basis des Chevrolet Volt. Der Plugin-Hybrid kostet 42.900 Euro und bringt es auf eine rein elektrische Reichweite von 80 Kilometern. Wichtiges neues Volumenmodell im Opel-Programm ist die nächste Zafira-Generation, die deutlich gewachsen ist: Mit 4,66 Meter Länge überragt sie den Vorgänger um 20 Zentimeter. Künftig werden beide parallel zueinander gebaut und angeboten, wobei die neue Generation nun die Zusatzbezeichnung Tourer trägt und mit Preisen von rund 25.000 Euro auch auf größere Modelle wie den Seat Alhambra zielt.

Statt einer Rückbank kommen im Innenraum nun sieben Einzelsitze zum Einsatz. Der mittlere Sitz in Reihe zwei kann so weggeklappt werden, dass die äußeren Plätze wie Reisesessel wirken. Technisch orientiert sich der Zafira im Bereich der Vorderachse am Insignia, die Verbundlenker-Hinterachse mit Wattgestänge stammt vom Astra. Der Verkauf startet im Herbst mit einem aufgeladenen 1,4-Liter-Benziner (120 und 140 PS) und dem Zweiliter-Diesel (110, 130 und 160 PS).

Fiat Panda in neuer Form

Kaum wurde der Lancia Ypsilon präsentiert, schon rollt der technisch baugleiche Fiat Panda hinterher: Der kleine Italiener geht im Februar 2012 in den Verkauf. Der Viertürer legt in der Breite um drei Zentimeter zu, die Länge ändert sich geringfügig. Die Grundausstattung wird möglicherweise um ein ESP aufgewertet, als Motor kommt wie im 500 der Zweizylinder-Twinair (85 PS) zum Einsatz.

Ausblick auf den neuen Ford Moneo

Zur Zeit rangiert der Ford Mondeo in der Verkaufsstatistik mit weitem Abstand hinter VW Passat und Opel Insignia – und das dürfte sich vor Erscheinen des Nachfolgers 2013 nicht gravierend ändern. Denn auf der IAA gab Ford in Form einer Studie zunächst einen Ausblick auf die neue Mittelklasse, bis zur Markteinführung dauert es noch eineinhalb Jahre. Beim Modellwechsel wird der Mondeo nicht nur frisch gestylt, sondern auch gravierend überarbeitet. Geplant ist eine Hybridvariante, die bis zu Tempo 75 auch rein elektrisch fahren kann. Vom Focus übernimmt er Einparkhilfe, Müdigkeitswarner und Spurhalteassistent.

Mazda CX-5 als Vier-Liter-Auto

Mit dem VW Tiguan-Konkurrenten CX-5 präsentierte Mazda auf der IAA erstmals ein Auto auf der neuen Skyaktiv-Plattform, die besonders gewichtsoptimiert ist und mit einer sparsamen Motorenpalette aufwartet. Der Basisdiesel mit 150 PS soll sich so mit 4,5 Liter Verbrauch pro 100 km bescheiden. Den fünfsitzigen CX-5, 4,50 Meter lang, gibt es mit Front- und Allradantrieb. Der Verkauf startet Anfang 2012.

Toyota präsentiert den FT-86 als Celica auf der IAA

Mit einem rassig geformten Coupé meldet sich Toyota 2012 im Sportwagen-Segment zurück. Der FT-86 misst in der Länge nur 4,16 Meter, hat mit 2,57 Meter aber den Radstand eines Scirocco (4,25 Meter lang). Die Kraftübertragung des Viersitzers erfolgt auf die Hinterräder, unter der Motorhaube arbeitet ein Zweiliter-Benziner.

Alle weiteren Highlights finden Sie in unserer Fotoshow.

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