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IAA 2012

Transporter mit Pkw-Technik

VW Caddy Foto: Hersteller 10 Bilder

Kleine Nutzfahrzeuge, sogenannte Utilities, sind bei Unternehmen und Selbstständigen nicht mehr wegzudenken. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Schwere Lkw unterliegen immer strengeren gesetzlichen Bestimmungen, das Verkehrsaufkommen nimmt immer weiter zu und die CO₂-Belastung in den Großstädten steigt. Deshalb präsentieren die Hersteller auf der größten Nutzfahrzeugschau der Welt kompakte Alternativen, die für die Schwergewichte in die Bresche springen können.

27.08.2012 EuroTransportMedia

Viele der neuen, kleinen Lastfahrzeuge sind mit Pkw-Technik ausgestattet oder wurden auf einer Pkw-Basis entwickelt – allen voran der Volkswagen Caddy. Nach Angaben des Kraftfahr-Bundesamtes (KBA) wurden im letzten halben Jahr 20.811 Fahrzeuge dieses Typs zugelassen. Damit ist der VW Caddy Spitzenreiter unter den kleinen Transportern. Dabei basiert der Caddy zu weiten Teilen auf dem Familien-Van Touran.Platz zwei der KBA-Hit-Liste belegt der VW Transporter mit 20.359 Neuzulassungen in 2012.  Zusammen mit dem Multivan verpasst VW den beiden Nutzfahrzeugen einen sparsameren Zwei-Liter Bluemotion-Diesel der laut Konzern kombiniert 6,4 Liter auf 100 Kilometer verbraucht. Doch auch die Allrad-Technik hält Einzug in den VW-Nutzfahrzeugbereich. In der Gewichtsklasse von 3,5 und fünf Tonnen schicken die Wolfsburger den Crafter mit 4Motion-Allradantrieb in den Ring. Damit soll der Transporter auch für den Einsatz im unwegsamen Gelände gerüstet sein.


Sprachsteuerung und Fahrspur-Assistent für mehr Sicherheit
Ein weiterer Hersteller der den Komfort und die Sicherheit der Pkw-Technologie auf den Nutzfahrzeug-Bereich überträgt ist Ford. Die Kölner haben die gesamte Nutzfahrzeugflotte überarbeitet und stellen auf der IAA Nutzfahrzeuge mit Pkw-Technik vor. Dazu gehören zum Beispiel beim Ford Transit Custom die Sprachsteuerung Sync mit integriertem Notruf-Assistent. Hinzu kommen Applikationen wie Fahrspur-Assistent, Müdigkeitswarner und ein Reifendruckkontrollsystem. Zudem hat Ford den drei überarbeiteten Baureihen des Ford Transit einen Dieselmotor mit Start-Stopp-Automatik und einem System zur Rückgewinnung der Bremsenergie spendiert. Hierzu gehört der Transit Connect, der bei langem Radstand eine maximale Nutzlast von 833 Kilogramm erreicht. Der klassische Transit erreicht sogar eine Nutzlast von bis zu zwei Tonnen.


Bei den Lasttieren unter den Transportern präsentiert Mercedes für den Sprinter die erste Siebengang-Automatik in dieser Fahrzeugklasse. Das 7G-Tronic-Getriebe setzen die Stuttgarter sonst in Limousinen der C-, E, und S-Klassen ein. Doch das Transporter-Highlight am Mercedes-Stand ist der neue Citan.  Der kleine Stadtlieferwagen ist nach Angaben des Unternehmens serienmäßig mit dem Stabilitätsprogramm ESP, einem Bremsassistent und ABS ausgestattet. Hinzu kommen eine elektrisch unterstützte Servolenkung und Schaltpunktanzeige für wirtschaftliches Fahren. Gefertigt wird der kleine Stadttransporter im  Renault-Werk Maubeuge, somit lässt sich die Nähe zu dem französischen Bruder, dem Renault Kangoo nicht verleugnen. Der wird, wenn es nach Renault geht, einen zunehmend umweltfreundlichen Weg gehen.

Elektromobilität immer stärker im Kommen
Das Kleinwagen-Prinzip greift auch der PSA-Konkurrent Peugeot auf.  Auf der IAA Nutzfahrzeuge präsentieren die Franzosen den iOn in einer Lieferwagen-Variante. Der iOn, der in Deutschland bereits seit Ende 2010 auf dem Markt ist, verfügt über eine Reichweite von 150 Kilometern. In Zusammenarbeit mit dem Fahrzeugbauer Sortimo verpasst Peugeot dem nur 3,48 Meter kurze Stadtflitzer einen Einbau aus Schubladen, Boxen und einer Fachbodenwanne. Dazu wurde nach Angaben von Sortimo die Rückbank ausgebaut und der klappbare Boden des iOn in eine zweite Ladeebene verwandelt.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit den Kollegen des EuroTransportMedia Verlags erstellt. Weitere Informationen rund um Lkws finden Sie unter www.eurotransport.de .

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