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IAA Messe-Report

Das müssen Sie gesehen haben

IAA 2011 Eingang Atmosphäre Deal Foto: SB-Medien 61 Bilder

Die IAA in Frankfurt hat mehr zu bieten, als nur Autos. An allen Ecken des Messegeländes gibt es spannende Dinge zu entdecken. Hier erfahren Sie, wo sich die größten Attraktionen verstecken und welche Hallen den Besuch besonders lohnen.

20.09.2011 Tobias Grüner

Die IAA in Frankfurt setzt in diesem Jahr ein Zeichen: Die Krise ist vorbei. Mehr als 500 Aussteller buhlen in den elf Messehallen um die Gunst der Besucher. Im Kampf um Aufmerksamkeit, haben sich die Autobauer viele spannende Aktionen ausgedacht. Doch an nur einem Tag ist es praktisch unmöglich, alles zu entdecken. Damit Sie nichts verpassen, nehmen wir Sie mit auf einen Rundgang durch die Hallen.

Schon am Eingang beginnt das Chaos. Die Orientierung ist schwierig. Wer nicht den Überblick verlieren will, sollte unbedingt einen Messeplan im Gepäck haben. Halleninfos auf der Messe selbst sind nur schwer zu bekommen. Deshalb unser Tipp: Drucken Sie Ihren Plan schon vorher aus. Für IAA-Profis haben wir in der aktuellen Ausgabe von auto motor und sport auch einen übersichtlichen Messeguide im Taschenformat beigelegt. Wenn Sie über ein iPad oder ein iPhone verfügen, dann sollten Sie sich kostenlos unsere IAA-App downloaden. Dann sind Sie nicht nur über die aktuellsten Messeneuheiten informiert, sondern haben auch einen interaktiven Hallenplan zur Hand.

IAA Rundgang: Die Highlights aus Frankfurt 3:13 Min.

An BMW in Halle 11 führt kein Weg vorbei

Durch den Eingang Portalhaus, vor dem die Shuttle-Busse zu den Parkplatzen an- und abfahren, geht es direkt in Halle elf. Besucher haben praktisch keine Chance, den großen BMW-Pavillon zu umschiffen. Doch der Messestand lohnt einen genaueren Blick. Auf einer Fahrbahn in drei Meter Höhe drehen die Autos aus München Ihre Runden. Nicht verpassen sollten Sie den Bereich mit den M-Modellen, den BMW unverständlicherweise in einer Ecke versteckt hat.

Von der etwas sterilen BMW-Atmosphäre geht es übergangslos in den Party-Bereich der Halle. Kurz vor dem Ausgang lädt die Mini-Lounge zum Verweilen ein. Ein DJ sorgt mit Technobeats für den passenden Groove. Auf den überall herumliegenden iPads können sich Besucher durch Mini-Apps klicken. Wer nicht auf schwarze Wände und buntes Licht steht, sollte sich schnell dem Ausgang nähern. Im Außenbereich hat BMW eine Schießanlage aufgebaut. Wie beim Biathlon können Besucher hier mit dem Elektro-Luftgewehr auf Scheiben feuern.

Lässt man die Schießeinlage links liegen geht es direkt in Halle neun. Vor dem Eingang hat Chevrolet im Außenbereich Liegestühle aufgebaut. Die sollten Sie aber erst am Abend ansteuern, wenn die Beine wehtun. Das Highlight in der Halle - vor allem für die jüngeren Besucher - ist ein großes Camaro-Transformers-Modell. Ford hat sich im hinteren Teil der Halle etwas Besonderes ausgedacht. Wer alle vier Ecken des Messestands abgeklappert und sich zum Beweis Stempel auf eine Karte drucken ließ, bekommt eine Trinkflasche Wasser zur Belohnung.

Segel-Simulator von Volvo

Vor der Halle hat Ford eine kleine Probefahrt-Strecke aufgebaut, auf der sich die aktuellen Modelle testen lassen. Wer mit dem Fußball begabt ist, kann sich zudem im Torwandschießen versuchen. Direkt daneben steht eine riesige Segelyacht aus dem Volvo Ocean Race. Wer Segel-Feeling bei Windstärke zwölf erleben will, kann sich für eine Fahrt im Simulator anstellen, muss sich aber auf längere Wartezeiten einstellen.

Wir empfehlen aber den direkten Weg in Halle acht. Hier gibt es mit Opel, Toyota, Lexus, Subaru, Peugeot und Citroen viele verschiedene Autos zu sehen. Große Attraktionen sucht der Besucher aber vergeblich. Die Halle ist immerhin groß und weitläufig. Das Gedränge hält sich in Grenzen. Wer es etwas ruhiger mag, ist hier richtig. Mit emissionsarmen Modellen präsentieren sich die Hersteller ökologisch sauber. Entsprechend steril sind auch die Messestände. Daran kann auch der DJ am Toyota-Stand nicht viel ändern.

Kirmes-Feeling auf dem Messe-Boulevard

Nach Halle acht folgt der lange Weg zum hinteren Teil des Messegeländes. Kleinere Aussteller versuchen die Besucher mit lustigen Aktionen einzubremsen. Beim Vermieter Sixt kann man sich zum Beispiel in einem Mini Cabrio fotografieren lassen. Ein Zulieferer zeigt, wie Autos automatisch rückwärts einparken. Am Carrera-Stand kann man sich im Slotcar-Racing versuchen. Mit den vielen Getränke- und Imbiss-Ständen kommt Kirmes-Atmosphäre auf. Lassen Sie sich aber bloß nicht von den vielen Umfrage- und Gewinnspiel-Angeboten aufhalten, bei denen es vorrangig um die Sammlung persönlicher Daten geht.

Haben Sie sich durchgeschlagen, wartet linker Hand auch schon Halle sechs. Auf dem Hyundai-Stand geht es gemütlich zu. Deutlich mehr los ist auf den Ständen von Alfa Romeo, Lancia und Fiat im hinteren Teil der Halle. Nicht repräsentative Umfragen in der Redaktion haben ergeben, dass bei Fiat die hübschesten Messe-Girls arbeiten. Höhepunkt der Halle ist aber der Ferrari-Stand. Neben dem neuen 458 Spider stellen die Italiener auch ein Formel 1-Auto aus. Leider gibt sich der Hersteller aus Maranello nicht besonders volksnah. Fans müssen sich die schnellen Autos hinter einer Absperrung aus der Ferne anschauen.

Dann doch lieber die ebenfalls nicht gerade langsamen Fahrzeuge in Halle fünf anschauen. Mit Lotus, Aston Martin, Land Rover, Jaguar, Wiesmann, Brabus, Fisker, Artega und Alpina warten hier eher kleinere Hersteller. Die Autos sind aber umso spektakulärer. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Leider sind die teuren Preziosen auf den klein dimensionierten Ständen etwas zu sehr gedrängelt. Und richtig nah ran kommt man nur bei Land Rover und Jaguar.

Mercedes, Audi und VW warten am Ende

Also schnell wieder raus. Die deutschen Premiumhersteller warten bereits. Am hintersten Ende der Messe ist Mercedes traditionell in der Festhalle untergebracht. Zur Begrüßung warten viele verschiedene Smart-Modelle am Eingang. Die Daimler-Tochter hat sich zudem eine lustige Aktion ausgedacht: Besucher können mit dem kleinen Flitzer den Computer-Klassiker Pong nachspielen. Der Fahrer muss mit seinem Smart vor- und zurückfahren, um das Spiel zu bedienen. Im Forum der Festhalle stehen weitere Versionen des Mini-Cars. Es ist hell und weitläufig.

Das Gedränge lauert aber nur wenige Meter dahinter. Über zwei lange Rolltreppen werden die Besucherströme direkt in den dritten Stock der Mercedes-Welt geleitet. Erst aus der Vogelperspektive werden die unglaublichen Dimensionen der Halle deutlich. Auf einer riesigen Videowand im Erdgeschoss flackern Werbebotschaften. Auf der Bühne davor drehen Modelle ihre Runden. Blaues Licht und eine dunkel abgehängte Decke sorgen für eine düstere Atmosphäre. Doch einfach umkehren geht nicht: Wer raus will, muss erst den Rundkurs durch die einzelnen Etagen ablaufen. Im Erdgeschoss zählen Drehkreuze, wie viele Besucher sich das Mercedes-Komplettprogramm angetan haben. Eine Viertelstunde muss man dafür mindestens einplanen.

Endlich wieder an der Sonne wartet auch schon das Audi-Schlauchboot in der Mitte des großen Platzes. Eine umlaufende Fahrbahn lädt ein zur spektakulären Probefahrt. Damit haben die Ingolstädter sicherlich eine der größten Attraktionen auf der Messe zu bieten. Die Bahn geht zwischen zwei Leitschienen hügelig und kurvig durch den Pavillon. Wer sich die Carrera-Bahn im großen Maßstab nicht entgehen lassen will, muss sich aber auf lange Wartezeiten einstellen. In der Halle selbst sieht es nicht besser aus. Die Autos stehen dicht gedrängelt - genau wie die Besucher. Breite Wege sucht man vergeblich. Das Ablaufen der einzelnen Modelle kostet entsprechend Zeit.

VW bietet gratis W-Lan

Dann doch lieber zur VW in Halle drei. Im Erdgeschoss sind neben der Konzernmutter auch noch Seat, Skoda, Lamborghini, Bugatti, Porsche und Bentley untergebracht. Nach der Drängelei bei Audi und Mercedes haben die Besucher hier wieder deutlich mehr Luft zum Atmen. Insgesamt ist es sehr hell und übersichtlich. Trotz des Spaßautos Up bleibt die Atmosphäre aber etwas unterkühlt. Immerhin gibt es Wlan gratis für die VW-Besucher. Den größten Andrang gibt es aber traditionell bei Lamborghini und Bugatti. Sitzproben sind für Otto-Normalbesucher aber leider nicht vorgesehen.

Halle vier hat aber noch mehr zu bieten als Volkswagen. Über drei Rolltreppen geht es rauf in den ersten Stock. Hier ist immer relativ wenig los. Breite Wege ermöglichen ein schnelles Ablaufen der einzelnen Hersteller. Wer will, kann sich auf den vielen Sitzgelegenheiten ein ruhiges Päuschen einlegen. Den größten Anteil der Halle nimmt Renault ein. Die spektakulären Studien der Franzosen sind immer einen Besuch wert. Bei Infiniti steht zudem ein Red Bull-Formel 1-Renner von Sebastian Vettel.

Mit Halle vier wartet zum Ende des Messebesuchs noch ein großes Highlight auf die Besucher. Hier ist die Sonderausstellung zur Elektromobilität untergebracht. Viele kleine umweltfreundliche Flitzer zeigen, wie das benzinfreie Fahren in der Zukunft aussehen könnte. Auch Universitäten präsentieren sich hier mit interessanten Projekt-Autos. Durch die vielen kleinen Stände ist zwar alles etwas eng, aber es gibt dafür auch jede Menge zu entdecken.

In unserer Fotoshow nehmen wir Sie noch einmal mit durch die einzelnen Hallen und zeigen die wichtigsten Attraktionen.

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