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IAA-Sog

Mehr Nachfrage, mehr Zulassungen

Foto: dpa

Update ++ Die Internationale Automobilausstellung (IAA) hat der deutschen Autoindustrie einen unerwartet starken Rückenwind verschafft. Die Inlandsnachfrage für Personenwagen war im September um 16 Prozent höher als vor einem Jahr.

09.10.2003

Gegenüber dem Vormonat stieg die Inlandsnachfrage saisonbereinigt sogar um zwölf Prozent. Dies teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Donnerstag (9.10.) in Frankfurt mit. "Die positive Stimmung auf der diesjährigen IAA ist erstmals auch im Markt zu spüren", sagte der Präsident des Verbandes, Bernd Gottschalk. "Wir sind zuversichtlich, unsere Jahresprognose von 3,25 Millionen Pkw-Neuzulassungen zu erreichen.

Allerdings sollte man daraus noch keine Aufschwung-Euphorie ableiten, mahnte Gottschalk. Den Automanagern steckt noch immer der unerwartete Schock des Nachfrageschwunds im August von 13 Prozent in den Gliedern.

Golf, 5er und der Vectra Caravan ziehen Kunden an

Doch die ersten Zeichen einer allgemeinen Konjunkturerholung sowie die zahlreichen Neuvorstellungen locken die Käufer verstärkt in die Autosalons. Von den neuen Modellen stoßen der VW-Golf, der 5er BMW und die Kombi-Variante des Opel-Vectra auf großes Interesse. Auch das hohe Durchschnittsalter der Pkw-Modelle auf Deutschlands Straßen von mehr als sieben Jahren ist eine gute Basis für den Aufschwung in der Autoindustrie.


Stärkere Impulse auf dem Heimatmarkt sind auch dringend nötig, zumal der wichtigste Industriezweig bereits mehr als 70 Prozent seiner Produktion jenseits der Grenzen verkauft. Aber auch die Auslandsnachfrage war im September mit einem Plus von zwei Prozent immer noch stabil. Der Höhenflug des Euro gegenüber dem Dollar dürfte aber im kommenden Jahr die Geschäfte auf dem wichtigen Auslandsmarkt USA erschweren.

Pkw-Zulassungen vier Prozent im Plus

In der Zulassungsstatistik wird sich die gestiegen Nachfrage allerdings erst im November und Dezember voll bemerkbar machen. Im September wurden voraussichtlich 277.000 Personenwagen neu zugelassen. Das waren nach Angaben des VDA vier Prozent mehr als vor einem Jahr. Dies geht zum Teil aber auf das Erfolgskonto der Importmarken. Sie konnten ihren Absatz um neun Prozent auf 98.000 Autos steigern. Für die ersten neun Monate hinken die Neuzulassungen mit 2,47 Millionen Pkw immer noch um ein Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück.

Auch die Automobilproduktion im September war noch von der schwachen Nachfrage der Vormonate und der Umstellung der Montagebänder auf die neuen Modelle geprägt. Mit 471.000 Einheiten rollten rund zwei Prozent weniger Personenwagen von den Bändern als vor einem Jahr. Auch die Gesamtproduktion von Januar bis September liegt mit 3,77 Millionen Fahrzeugen um zwei Prozent unter dem Vorjahresniveau. Den gleichen Rückgang verzeichnete auch der Export auf 2,63 Millionen ausgeführte Modelle.

Positiv für die deutschen Autobauer ist auch die Entwicklung des westeuropäischen Marktes. Nach Schwächen in den zurückliegenden Monaten fiel der Pkw-Absatz im September mit mehr als 1,3 Millionen Fahrzeugen gut drei Prozent höher aus als vor Jahresfrist. "Neben Deutschland lagen die vier großen Absatzmärkte Großbritannien, Italien, Frankreich und Spanien ebenfalls im Plus", resümiert der VDA.

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