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Icona Vulcano Titanium

Titan-Supersportwagen für 2,5 Millionen Euro

Icona Vulcano Titanium - Sportwagen - Titan - Pebble Beach Foto: Kai Klauder 9 Bilder

Der aufgeladene 6,2-Liter-V8 im Icona Vulcano ist kein ungewöhnliches Triebwerk. Dafür macht die Karosserie den Supersportwagen einzigartig. Sie besteht aus einem der leichtesten und zugleich stabilsten Metalle der Welt: Titan. Der Supersportwagen soll 2,5 Millionen Euro kosten.

19.08.2015 Andreas Haupt Powered by

Die italienische Designschmiede Icona wollte einen einzigartigen Sportwagen entwerfen. Einen, den es in dieser Form zuvor noch nie gegeben hat. Für die Inspiration blickten die Italiener über den Tellerrand. Und blieben beim schnellsten Flugzeug der Welt hängen: dem Blackbird SR-71.

Wir sind gewiss keine Jet-Experten. Aber in aller Kürze ein paar Rahmendaten zu dem Aufklärungsflugzeug: Es gibt insgesamt 32 Exemplare. Davon verunglückten 12. Weil das Flugzeug, das bis 1998 in 25 Kilometern Höhe verkehrte, extrem schwer zu fliegen gewesen sein soll – bei einer Maximalgeschwindigkeit von über 3.500 km/h pro Stunde gut vorstellbar. Die Strecke London – New York schaffte der Blackbird SR-71 in unter zwei Stunden.

Teures Titan am Icona Vulcano

Der atemberaubende Jet vereinnahmte die Designer von Icona. Also bauten sie ihren Vulcano, der in Pebble Beach 2015 ausgestellt wurde, aus demselben Material: Titan. Allerdings mischten die Schöpfer des Einzelstücks noch ein bisschen Carbon hinzu.

Titan ist eines der stabilsten und leichtesten Metalle (etwa halb so schwer wie Edelstahl) der Welt. Kurz gesagt: Ein Traum für Ingenieure. Doch Titan ist auch sehr teuer und aufwendig in seiner Herstellung. Was natürlich diejenigen sauer aufstoßen lässt, die das Geld in einer Firma zusammenhalten müssen. Icona pfiff darauf, und ließ von der italienischen Firma Cecomp den titan-gestählten Körper des Vulcano in 10.000 Stunden Handarbeit fertigen. Zum Beweis wurde der Supersportler farblos gelassen.

Mit dem Icona Vulcano Titanium zeigen die Macher klare Kante. Scharfe Sicken dominieren die Karosserie des Sportwagens. Das fängt an bei der Motorhaube mit zwei Sicken, die sich bis in die Seitentüren ziehen, und führt sich in dieser Form über das Dach bis ins Heck fort. Charakteristisch sind zudem der extrovertierte Grill mit drei horizontalen Lamellen und einer Spoilerlippe sowie die großen Lufteinlässe in der Frontschürze und die großzügigen Auslässe an den Kotflügeln.

Vulcano soll über 1.000 PS haben können

In der Heckansicht besticht der Icona Vulcano Titanium durch eine kleine Spoilerlippe, die sich aus zwei Sicken zusammen zieht, futuristische Leuchten und einen großen Diffusor mit zentralem Auspuff.

Konventioneller geht es unter der langgezogenen Haube des Flügeltürers zu. Dort werkelt ein von der Corvette ZR1 abgeleiteter 6,2-Liter-V8-Kompressor – zusätzlich luftversorgt durch eine halbmondförmige Öffnung. In einer ersten Version, die auf der Shanghai Auto Show 2013 vorgestellt wurde, hatte der Icona noch einen V12 und zwei E-Motoren.

Als Leistung des V8, der unter der Obhut von Claudio Lombardi – Ex-Technikdirektor der Scuderia Ferrari in den 1990er Jahren – entstand, nennt Icona 670 PS und 840 Nm. Eine Corvette ZR1 bringt es auf 647 PS. Auf Wunsch brodelt der V8-Vulcano auch über 1.000 PS durch die viereckige Auspuffanlage.

In seiner Standardkonfiguration soll der Vulcano in 2,8 Sekunden auf 60 Meilen pro Stunde (96,56 km/h) rennen und die 120-mp/h-Grenze (193,12 km/h) in 8,8 Sekunden sprengen. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Icona über 350 km/h an. Damit wäre das Jet-Vorbild zwar zehnmal schneller, aber bei den Sportwagen wäre der Vulcano immer noch vorne mit dabei.

Preislich liegt der Titan-Sportwagen bei 2,8 Millionen Dollar. Das entspricht über 2,5 Millionen Euro. Wer den Icona Vulcano Titanium bewundern will, dem bietet sich die Möglichkeit auf dem Salon Privè 2016 im Schloss Blenheim Palace bei Woodstock (Großbritannien).

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