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IDC, 4. Lauf

Niezen gewinnt, Harsch mit Sensationserfolg

Foto: ALL4YOU-PR; Klaus Bitzer 38 Bilder

Beim 4. Lauf zur Internationalen Drift Challenge 2008 auf dem Hockenheimring konnte sich Remmo Niezen den Sieg sichern. Oliver Harsch belegte den zweiten Platz.

09.07.2008 Powered by

Am 5. und 6. Juli fand im Rahmen des Yokohama Tuning Festivals der 4. Lauf zur IDC 2008 statt. Das Event wartete mit mehreren Neuerungen auf. Gefahren wurde – im Gegensatz zum Lauf am Pfingstwochenende (9. und 10.5.) – gegen die Fahrtrichtung von der Senke aus durch die Sachskurve in Richtung Eingang Motodrom. Neben dem international erfahrenen Chef-Juror Andy Jaenen aus Belgien saßen auch Patrick Wyssen aus der Schweiz und Axel Mack aus Deutschland an den Wertungstischen.

Jaenen drückte der Veranstaltung auch gleich seinen Stempel auf, indem er vor Beginn der Qualifikation die Driftlinie in der Sachskurve vom Scheitelpunkt aus gesehen um ganze 3 Meter nach außen verlegte. „Ein guter Fahrer kann sich darauf einstellen“, meinte Jaenen lapidar, „von der neuen Ideallinie aus gesehen haben wir mehrere Markierungen angelegt. Ein Assistent an der Strecke gibt uns genaue Auskunft über die tatsächlich gefahrene Linie.“

Damit lag das von der Jury geforderte Niveau ausgesprochen hoch. Publikumsliebling Jochen Reich konstatierte hierzu trocken: „Der Schwierigkeitsgrad reicht schon fast an das D1-Niveau ran, nur einmal auf nasser Strecke konnte ich die geforderte Linie so umsetzen, was aber auch an meinem 30 Jahre alten Commodore liegen könnte.“

Der technische Unterschied machte sich bemerkbar

Trotz ausführlicher Instruktionen seitens der Veranstalter bereitete die anspruchsvolle Streckenführung vielen Fahrern Schwierigkeiten, sei es aufgrund des Materials oder des eigenen Fahrstils. Die technischen Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrzeugen macht sich immer stärker bemerkbar.

Wer die voran gegangenen Läufe verfolgt hat, sah die bekannte Dominanz von Remmo Niezen in der Vorrunde. Der Niederländer setzte sich souverän mit 72 von 75 möglichen Punkten auf Platz eins. Direkt dahinter rangierten Frank van Heeren (NL), Yves Faber (L) und Paul Vlasblom (NL) punktgleich mit 71 Zählern. Der polnische Fahrer Tomasz Kozlowski im BMW M3 folgte auf Rang fünf, Martin Reinsch als bester Deutscher stand auf Platz sieben.

Das restliche deutsche Feld hielt sich zu diesem Zeitpunkt mit seiner Leistung etwas zurück. Oliver Harsch qualifizierte sich auf Position elf, Alex Gräff auf Platz zwölf und Jochen Reich auf den 16. Rang. Harald Pohl erwischte einen schwarzen Tag und kämpfte mit technischen Problemen. Beim Einsatz seiner neuen Fly-Off-Handbremse ging streckenweise der Motor aus. Er schied schon in der Vorrunde aus. Das gleiche Schicksal ereilte Carola Mecan, die diesen Lauf als Training abhaken musste.

Im Finale ging es ans Limit

Beim Finallauf am Sonntag (6.7.) wurde der Kurs erneut umgebaut. Aus Sicherheitsgründen war am Eingang der Sachskurve noch eine Schikane aufgebaut. Organisator Sören Rehmann hierzu:„Wir hatten mit wechselhaften Bedingungen gerechnet. Bei der wahnsinnigen Geschwindigkeit mit der die Fahrer auf die Kurve zufliegen, wollten wir im Falle einer nassen Strecke die Unfallgefahr minimieren.“ Zudem wurde die Drift-Linie in der Sachskurve wieder auf die eigentliche Ideallinie zurückverlegt.

Zwischen den einzelnen Duellen lieferte Vanessa Combes Live-Interviews von den Fahrern an die Zuschauer. Zudem hatte die IDC den ersten Unfall zu vermelden. Alex Gräff fuhr die erste Twin-Battle-Runde gegen den Polen Tomasz Kozlowski. Im ersten Turn drehte sich Kozlowski als Führender ein, Gräff konnte nicht mehr ausweichen und drückte sich seine Fahrertür am BMW des Polen ein. Bis auf Blech ging nichts zu Bruch, so dass das Intermezzo gelassen aufgenommen wurde.

Freud und Leid dicht beieinander

Bei Jochen Reich lief es an diesem Tag ebenfalls nicht optimal. Er trat in der Twin-Battle gegen den späteren Gewinner Niezen an und landete nach einem 2:8 und 4:6 auf Rang 16. Besser erwischten es Oliver Harsch und Martin Reinsch. Harsch setzte sich im ersten Lauf mit 6:4 und 6:4 gegen den Polen Michal Szefer durch, Reinsch besiegte den Polen Wojciech Lubkowski mit 5:5 und 10:0.

Die Viertelfinal-Paarungen ergaben sich wie folgt: Remmo Niezen gegen Rohan van Riel, Paul Vlasblom gegen Tomasz Kozlowski, Yves Faber gegen Oliver Harsch und Frank van Heeren gegen Martin Reinsch. Nachdem sie ihre Gegner souverän in die Schranken gewiesen hatten, standen sich Niezen und Vlasblom im Halbfinale erneut gegenüber. Martin Reinsch drehte sich in Runde zwei und ebnete damit mit Frank van Heeren dem dritten Niederländer den Weg in die Vorschlussrunde. Des einen Leid ist des anderen Freud: Yves Faber führte nach dem ersten Lauf noch mit 6:4, nach einem Dreher schied der Luxemburger jedoch aus. Damit zog Harsch als erster Deutscher in dieser Saison in ein Halbfinale ein.

Harsch durchbricht die Phalanx

Im Halbfinale ging es heiß her: Niezen und Vlasblom überzeugten beide durch starke Läufe. Das Stechen entschied Niezen mit 7:3 und 7:3 für sich. Im Kampf um den zweiten Finalplatz schaute die Menge gebannt auf Oliver Harsch. Runde eins führte van Heeren an. Der Niederländer zog seinen Drift kontrolliert durch und ging mit 6:4 in Führung. Harsch konterte und erzwang mit einem 6:4 einen weiteren Run. Bei diesem zeigte er die besseren Nerven und machte die Sensation mit einem Einzug ins Finale perfekt.

Das kleine Finale um Position drei mit Vlasblom gegen van Heeren ging mit 7:3 und 7:3 deutlich an Vlasblom. Der Finallauf gestaltete sich ebenso kurz: Niezen schlug Harsch mit 7:3 und 6:4. Angesichts des guten Abschneidens von Harsch, seiner Freudentränen bei der Siegerehrung und des Jubels im Publikum geriet der Sieg von Niezen beinahe in den Hintergrund. Mit ein paar Donuts in der Sachskurve und viel Qualm verabschiedeten sich die Teilnehmer von den Fans.

Der nächste Lauf findet auf dem Nürburgring am 2. und 3. August statt. Hier sind neben den Pros auch alle Fahrer der Klassen Driver und Expert geladen, ihren zweiten Meisterschaftslauf zu bestreiten.

Ergebnislisten:
Ergebnisse Vorrunde
Verlauf der Twin-Battle
Ergebnisse Twin-Battle
Meisterschaftsstände

Nennformulare:
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