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Im Land Rover Defender über die Insel Lanzarote

Reise zum Mond

6 Bilder

Über die düstere Steinwüste bläst ein heftiger Wind. Wir zirkeln unseren gemieteten Land Rover Defender 90 durch das gewaltige Lavafeld am Playa de la Madera auf der Kanareninsel Lanzarote mit äußerster Vorsicht, denn die scharfkantigen Brocken haben das Zeug zum Reifenmörder.

22.12.2007 Powered by

Für solche Aktionen wäre das Mondmobil Lunochod, welches 1971 sensationelle Bilder direkt vom Erdtrabanten sendete, mit seinen acht Metallrädern sicherlich geeigneter gewesen.

Die Mondlandschaft hier mitten im Atlantik zieht zwar unzählige Touristen an, die bleiben mit ihren Autos aber in der Regel auf den asphaltierten Straßen. Wir rumpeln mit unserem Landy ­parallel zur Grenze des Timan­faya Nationalparks auf rauer ­Piste bis zum Fischerdorf El Golfo. Von dort bietet sich ein prächtiger Blick auf den gleichnamigen grünen See. Man mag kaum glauben, dass dieses Gewässer einst im Zentrum eines Vulkans gelegen haben soll. Das Meer hat die eine Seite des Kraters fast vollständig abgetragen, nur noch wenige bizarre Felsen sind übrig geblieben. Von der Lagune führt eine Straße zur Cuvea Los Hervideros. Durch Meeresbrandung bildeten sich dort mehrere Grotten. Schon bei üblichem Wellengang spritzt die Gischt hier recht hoch. Wenn die winterlichen Stürme Lanzarotes Küste erreichen, bilden sich an dieser Stelle häufig meterhohe Fontänen.

Der Touristenhochburg Puerto del Carmen statten wir nur einen kurzen Besuch ab. Entlang der Küste zieht es uns weiter Richtung Süden. Die Pfade über ­Puerto Calero nach Playa Quemeda geben einen Vorgeschmack auf die Pisten des Los Ajaches, einem kleinen Gebirgszug an der Playa del Paso. Hier ist der ­Defender voll in seinem Element, krabbelt Berge rauf und runter. Noch weiter südlich wird die stark ausgewaschene Strecke immer anspruchsvoller. Unsere Ortskenntnisse sind bescheiden. Prompt landen wir auf dem Gipfel des Morro de la Lomo del ­Pozo, von dem nur ein Weg wieder hinunter führt – der, den wir gekommen sind. Zurück im Tal geht es durch einen ausgetrockneten Bachlauf direkt bis Valle de Femes. Dort legen wir bei leckerem Eis eine kleine ­Pause nach unserer irdischen Mondexpedition ein.

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