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Im Saab 9000 quer durch Skandinavien

Nord-Erfahrung

Saab 9000, Schweden, Mollösund, Frontansicht Foto: Michael Eiden 14 Bilder

Eine Reise über 2.500 Kilometer quer durch Skandinavien in einem Saab 9000. Eine Woche lang gilt das Motto: Der Weg ist das Ziel - und ein besonderes Erlebnis in der Heimat der schwedischen Limousine.

01.05.2014 Powered by

Das Wasser liegt ruhig in der Meerenge Öresund zwischen Schweden und Dänemark. Die leichten Wellen glitzern in der Abendsonne. Am Horizont ragen die vier Pylonen der Öresundbrücke in den Himmel. 110 Stundenkilometer sind erlaubt, doch Jonas und ich rollen im roten Saab 9000 nur langsam über die Brücke. Durch das offene Schiebedach strömt frische Meeresluft in den Saab. Die Brücke verbindet Malmö mit unserem Tagesziel Kopenhagen. Sie ist acht Kilometer lang, führt jedoch nicht ganz zum anderen Ufer. Auf einer künstlich geschaffenen Insel verschwindet die Fahrbahn in einem Tunnel unter dem Meeresspiegel. Erst kurz vor dem Kopenhagener Flughafen sehen wir wieder Tageslicht.

In 7 Tagen so viele Eindrücke wie möglich sammeln

Jonas und ich wollen in sieben Tagen möglichst viel von Skandinavien sehen. Unser Vorhaben: Abends erkunden wir die Städte - nach Lund und Kopenhagen stehen Göteborg, die norwegische Hauptstadt Oslo, Bergen und Lillehammer auf dem Programm. Ziel der Reise: die schwedische Universitätsstadt Uppsala. Tagsüber wollen wir auf dem Weg die schönsten Landstraßen suchen. Hinter dem Steuer unseres im Februar 1989 zugelassenen Saab 9000i 2.0 CC sind wir uns einig: Wir wählen nicht immer die schnellste Strecke. Der Weg - immerhin rund 2.500 Kilometer - ist das Ziel.

Nach einem Übernachtungsstopp in Göteborg führt uns unsere Reise gen Norwegen. Dabei entscheiden wir uns zu einem kleinen Schlenker nach Orust, der drittgrößten Insel Schwedens. Der Reiseführer empfiehlt den Besuch des pittoresken Fischerdorfs Mollösund. Schmale Landstraßen führen vorbei an schroffen Felsformationen. Wir rutschen in den saabtypisch bequemen Sitzen im Takt der Kurven hin und her. Der aus engen Kehren kernig hochdrehende Zweiliter-Sauger mit 128 PS übertönt das Rauschen der Blätter von frühlingsgrünen Birken und Eichen. In Mollösund empfangen uns weiß gestrichene Holzhäuser mit rotem Dach. Großzügig verglaste Veranden blicken auf die Nordsee und den kleinen Hafen, wo wir den Saab vor rotbraunen Bootshäusern parken. Zeit für eine Mittagspause bei angenehmen 16 Grad.

Ein ganz anderes Klima erleben wir einen Tag später, rund 300 Kilometer nordwestlich von Oslo auf dem Weg nach Bergen. Wir fahren ins norwegische Gebirge, passieren den Skiort Geilo. Es folgen einige Kilometer Fahrt vorbei an einsamen Seen und jeder Menge Nadelwald. Gut, dass Jonas auf einem Flohmarkt eine ganze Sammlung alter Kassetten erstanden hat. Rockklassiker der 80er aus dem Kassettendeck des Radios lassen die etwas triste Landschaft verschmerzen. Besonders winterlich sieht es noch am See Lægreidvatnet aus: Er ist auch jetzt - Anfang Mai - zugefroren. Zwar schmelzen Schnee und Eis langsam, der vom Räumdienst neben der Straße aufgetürmte Schnee misst aber an einigen Stellen immer noch rund zwei Meter.

Faszinierende Wasserfälle

Nach einigen Kilometern auf dem Riksvei 7 bricht nach einer Linkskurve eine riesige Schlucht vor uns auf. Wir sind am Vøringsfossen angekommen, einem beeindruckenden Wasserfall. Mehr als 180 Meter rauscht das Wasser in die Tiefe, 145 Meter davon im freien Fall. Kaum verlassen wir die Aussichtsplattform am Wasserfall, schlängeln wir uns durch dunkle und kurvige Tunnel mit teils erheblichem Gefälle in Richtung Tal.

Schließlich stoßen wir auf den ersten Ausläufer des riesigen Hardangerfjords. Den besten Rundumblick genießt man auf der Fähre, die den Riksvei 7 über den Fjord zum anderen Ufer überbrückt. Seit August 2013 ersetzt die 1380 Meter lange Hardangerbrücke die Fährverbindung. Am Abend erwartet uns nach mehr als achtstündiger Fahrt Norwegens zweitgrößte Stadt Bergen.

Der letzte norwegische Stopp führt uns am nächsten Morgen zu den Skisprungschanzen von Lillehammer, der Olympiastadt von 1994. Danach trennt uns nur noch eine Tagesetappe durch Mittelschweden von unserem Ziel Uppsala.

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