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Im Santa Fe durch die Karparten

Zeitmaschine

Foto: Hansjürgen Meier 19 Bilder

Pferdegespanne als Transportmittel, kaum asphaltierte Straßen: In den rumänischen Karpaten erleben Besucher ein Stück Europa wie vor 100 Jahren. Im Hyundai Santa Fe auf Entdeckungstour.

29.11.2007 René Olma

Dunkelheit, von der Decke tropft es. Die Dreckbrühe ist knietief. Am Ende des Tunnels gleißend helles Licht. Nichts wie raus aus der Finsternis. Draußen warten goldene Felder und Wälder, deren Blätter langsam die Farbe des Herbstes annehmen. Bauern ernten Heu mit Sichel und Rechen. Bis auf die Rippen abgemagerte Pferde zerren einen Leiterwagen heran, der rund zweieinhalb Meter hoch mit Heu beladen ist. Neben dem Weg steht eine altertümliche Dreschmaschinen-Konstruktion. Ein Typenschild nennt das Baujahr: 1923.

Die Besatzungen der Hyundai Santa Fe kommen sich vor wie Aliens in ihren Raumschiffen. Die moderne Technik passt nicht wirklich in die Umgebung. Und doch befindet man sich nicht im Rumänien des frühen 20. Jahrhunderts, sondern in einem der jüngsten EU-Beitrittsländer im Hier und Jetzt. Das Vorgestrige ist in den Karpaten heute noch Normalität.

Tunnel des Orient-Express

Selbst der Weg durch den Tunnel. Einst brausten hier die Lokomotiven des Orient-Express hindurch. Heute nutzen die Bauern den stillgelegten Tunnel als Abkürzung, wie Jan Buss, der Organisator der Hyundai-Continental Romania Trophy, den Geländewagen-Insassen erklärt.

Keine ungefährliche Angelegenheit: Links und rechts der Spur erinnern melonengroße Steine daran, dass am geschichtsträchtigen Gewölbe der Zahn der Zeit nagt. Immer wieder donnern Brocken aus der Armierung zu Boden. Wer weiß, wie lange der Tunnel noch passierbar ist? Die Schlammpiste am Ausgang meistern die Autos nur mit Schwung. Wie die Bauern hier mit Pferdefuhrwerken durchkommen, ist den Reisenden ein Rätsel.

In der Region dominiert wie vor Jahrzehnten die Landwirtschaft. Arbeit gibt es praktisch nur im entfernten Timisoara in den Werken von Continental, Dacia und Co. Wer auf dem Land lebt, versorgt sich größtenteils selbst. Moderne Landwirtschaftstechnik trifft man kaum. Pferdefuhrwerke, Sensen und Heugabeln sind das Rüstzeug der Bauern.

Die Menschen setzen auf die EU

Die schlammigen Pfade, der Traum jedes Geländewagenfahrers, dienen der Landbevölkerung als ganz normale Verkehrswege. Nur die Hauptstraßen zwischen größeren Ortschaften sind asphaltiert - zum Teil aber in einem erbärmlichen Zustand. Auch 18 Jahre nach der Revolution wird das Erbe des sozialistischen Missmanagements der Ceausescu-Diktatur nur langsam beseitigt. Die Menschen setzen auf die EU, zu der Rumänien seit Anfang des Jahres gehört.

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