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Import von US-Fahrzeugen

The American Way of life

Eine besonders günstige Art, an US-Autos zu kommen, ist der Import von jungen Gebrauchtwagen aus den Vereinigten Staaten. Gegenüber Neuwagen beträgt der Preisvorteil oftmals rund 30 Prozent. So funktioniert der Fahrzeugkauf in Übersee.

12.09.2012 Henning Busse Powered by

Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte, heißt es. Manchmal kann es auch ein Schild sein – genauer gesagt: ein Preisschild. Nur 16 450 Dollar verlangt der Autohändler im kalifornischen Cerritos für den rund zwei Jahre alten Ford Mustang V6. Das darf als Schnäppchen bezeichnet werden, denn umgerechnet sind für das 210 PS starke Muscle-Car gerade einmal 13 200 Euro fällig. Bei solchen Angeboten ist die Versuchung groß, das Auto zum nächsten Hafen zu bringen und nach Deutschland zu verschiffen.
Auch wenn der Euro derzeit schwächelt, der Fahrzeugimport aus den USA lohnt sich immer noch – schließlich geht es der amerikanischen Währung nicht viel besser. Besonders der Gebrauchtwagenkauf sollte das Interesse wecken. Denn ähnlich wie bei uns unterliegen die Neuwagen jenseits des großen Teichs einem enormen Wertverlust.
Allerdings gibt es hier eine Ausnahme von der Regel: Vor allem bei US-Modellen, die auch in der Bundesrepublik offiziell zu bekommen sind, lohnt sich der Import nur selten, sie sind beim Händler um die Ecke in der Regel günstiger. Das ist zum Beispiel beim Chevrolet Camaro oder der Corvette der Fall. Genauso sieht es bei vielen deutschen Autos aus, die in den USA gehandelt werden. Sie sind oftmals nur auf den ersten Blick ein Schnäppchen.
Das liegt an den Folgekosten, die gern in Vergessenheit geraten. Schließlich muss man das Auto nach Hause schaffen, und das ist teuer. Der ganze Transport, die Zollabfertigung sowie die Steuern gehen ins Geld. Nicht zu vergessen: die notwendige technische Umrüstung, die TÜV-Abnahme sowie die Zulassung. Unterm Strich macht das Gebrauchte aus den Staaten, die hier offiziell erhältlich sind, zu einem teuren Spaß. Um nicht überrascht zu werden, in welchem Bereich sich die Nebenkosten bewegen, sollte man sich auf zusätzliche Ausgaben von bis zu 50 Prozent des US-Preises einstellen.
Lohnenswert sind dagegen Modelle, die es in Deutschland nicht gibt. Zwar schlagen auch hier die zusätzlichen Ausgaben kräftig zu Buche. Im Vergleich zur Neuanschaffung ist der Gebrauchtwagenkauf aber eine sehr günstige Alternative. Beispiel Ford Mustang: Als Neuwagen kostet das Auto nach dem Import umgerüstet und angemeldet mehr als 30 000 Euro. Für die Secondhand-Variante sind nur um die 22 000 Euro fällig – Ersparnis: fast 27 Prozent.
Interessant ist der US-Markt vor allem wegen der hier unbekannten Modelle. So bietet Nissan zum Beispiel vom SUV Murano auch eine Cabrio-Variante in den Staaten an. Wer sich für das Auto interessiert, kann sich eine ein Jahr alte Ausführung für etwa 43 000 Euro vor die Haustür stellen. Honda hat im Accord-Programm einen Crossover, der eine Mischung aus Limousine und Coupé darstellt – Preis: zirka 27 000 Euro. Und dann gibt es von VW noch einen nur für den amerikanischen Markt konzipierten Passat. Bis er angemeldet auf deutschen Straßen rollt, sind bei jungen Gebrauchten mindestens 26 000 Euro zu investieren.
Das sind verlockende Aussichten – allerdings sind die Mühen und der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen, bis das Auto importiert, umgerüstet und angemeldet ist. Schon die Suche nach dem passenden Wagen gestaltet sich schwierig. Zwar helfen US-Fahrzeugbörsen wie autotrader.com im Internet weiter. Doch sagen die Online-Inserate nicht viel über den Auto-Zustand aus.
Wer auf Nummer sicher gehen will, ist bei einem so genannten Grau-Importeur in Deutschland gut aufgehoben (siehe Kasten links). Neben Neuwagen bieten sie in der Regel auch Gebrauchtwagen aus den Vereinigten Staaten an. Vorteil für den Kunden: Tritt das Unternehmen als Verkäufer auf, trägt es auch nach deutschem Gesetz auch das Gewährleistungsrisiko – mit all seinen Konsequenzen wie zum Beispiel das Recht auf Wandlung. Beim Selbstimport dagegen muss man sein Recht in den USA einfordern, was schwierig sein dürfte.

Kauf Beim Händler
Wer die Mühen des US-Imports scheut, kann auch spezialisierte Händler damit beauftragen. Die Firma Heimann & Thiel (www.uscars24.de) zum Beispiel bietet für rund 950 Euro solch einen Service an und erledigt auf Wunsch auch Umrüstung, TÜV-Abnahme sowie Zulassung. Noch einfacher ist es, sich gleich bei den Importeuren nach einem gebrauchten US-Wagen umzuschauen. Viele Modelle unterschiedlicher US-Marken hat beispielsweise das Autohaus Geiger aus München (www.geigercars.de) auf dem Hof stehen. Auch bei der Onlinebörse Mobile.de sind Ami-Schlitten zu finden. Der Kauf über Händler hier vor Ort muss nicht teurer sein. Wie Stichproben von AUTO ergaben, sind die Preise vergleichbar. Hört sich gut an, hat aber auch einen Haken: Das Angebot ist bei uns begrenzt.

US-Import: Mit diesen Kosten müssen sie rechnen
Fahrzeugpreis
Ford Mustang V6 13 160 €
Fahrzeugtransport zum Hafen 360 €
Container Beladung, Versandpapiere 120 €
Seefracht nach Europa 880 €
Transportversicherung 218 €
Gebühren Hafenabfertigung,
Containerentladung 350 €
Erstellung der Zoll-Dokumentation 150 €
Zollwert 15 238 €
Einfuhrzoll 1524 €
Inlandstransport 250 €
Zwischensumme 17 012 €
Einfuhr-Umsatzsteuer 3232 €
Zwischensumme 20 244 €
Umrüstung, TÜV-Abnahme,
Zulassung 1900 €
Pauschale für Korrespondenzen 250 €
Gesamtpreis 23 394 €

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