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Importeure wollen Altautos

Foto: DVR

Mit weiteren Rabatten und der kostenlosen Entsorgung von Altautos wollen die Autoimporteure die Nachfrage ankurbeln und schadstoffreiche Wagen aus dem Verkehr ziehen.

05.10.2005

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) stellte am Mittwoch (5.10.) in Frankfurt die Kampagne "Pro saubere Luft" vor: Von April 2006 an wollen die Mitglieder des Verbandes schadstoffreiche Autos ihrer Kunden beim Kauf eines Neuwagens zurücknehmen und entsorgen.

"Wir wollen etwas für die Umwelt tun, aber auch die Nachfrage ankurbeln", sagte VDIK-Präsident Volker Lange. Das Angebot gelte für Diesel- und Benzinautos und gegebenenfalls auch beim Kauf eines Gebrauchtwagens. Die Autohersteller wollen die Entsorgungskosten von 300 bis 400 Euro übernehmen und den Käufern Rabatte oder andere Kaufanreize anbieten. Der VDIK vertritt 24 internationale Autobauer, die zusammen rund 35 Prozent Marktanteil in Deutschland haben.

Auf Deutschlands Straßen sind nach Verbandsangaben knapp 15 Millionen stinkende Autos unterwegs, die lediglich die Abgasnorm Euro 1 oder weniger erfüllen. Das sei ein Drittel des gesamten Bestandes. Das Durchschnittsalter aller Fahrzeuge liege bei knapp acht Jahren. Der Austausch dieser Wagen könnte vier bis fünf Jahre dauern.

"Ideal wäre es, wenn der Kauf sauberer Autos von der Politik steuerlich gefördert würde", forderte Lange. "Es ist dagegen unrealistisch, Barsummen für den Autokäufer zu verlangen." Die Debatte um Feinstaub und Fahrverbote für besonders schadstoffreiche Fahrzeuge nannte Lange "hysterisch". Mit den deutschen Herstellern gibt es nach Angaben des VDIK kein abgestimmtes gemeinsames Vorgehen.

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