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Infineon-Skandal

Verdacht erhärtet

Foto: dpa

Der Korruptionsverdacht gegen Ex-Infineon-Chef Ulrich Schumacher hat sich nach Zeitungsberichten erhärtet. Schumacher werde von einem früheren Geschäftspartner des Konzerns beschuldigt, Schmiergeld klassiert zu haben, schreiben die "Süddeutsche Zeitung" und die "Welt" (22.9.).

22.09.2006

Der Kaufmann Udo Schneider, der mit seiner Firma bis 2004 das für ihn lukrative Motorsport-Sponsoring von Infineon betreut hatte, sagte demnach am vergangenen Freitag bei der Münchner Staatsanwaltschaft aus, er habe Schumacher über Jahre insgesamt mehrere hunderttausend Euro in bar gegeben. Er habe mit dem Geld Schumachers Rennsport-Leidenschaft finanzieren und sich den Konzernchef so gewogen halten wollen. Die Vernehmung soll mehrere Stunden gedauert haben. Schumacher hat stets beteuert, nie auch nur einen Cent genommen zu haben.

Seine Aussage will Schneider laut "SZ" am kommenden Montag vor dem Landgericht München I wiederholen. Dort ist der Kaufmann, der seit über einem Jahr in Untersuchungshaft sitzt, wegen Schmiergeldzahlungen an frühere Infineon-Vorstände angeklagt. Schumacher soll sich bis Samstag in den USA aufhalten. Sein Sprecher sagte den Zeitungen, der ehemalige Vorstandschef des Chip-Konzerns sei zu Gesprächen mit der Staatsanwaltschaft bereit. Bis Schumacher alle Details kenne, wolle er aber keine Stellung nehmen.

Ein anderer Ex-Vorstand, Andreas von Zitzewitz, hatte frühzeitig gestanden, von dem Kaufmann geschmiert worden zu sein. Schneider, Schumacher und Zitzewitz sind Motorsport-Fans. Sie hatten sich immer wieder bei Rennen getroffen.

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