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Innenraum-Check Dacia Lodgy: Konzentration auf das Wesentliche?

Der Dacia Lodgy will mit preissensiblen Familien flirten. Ob die Kompromisse bei Qualität und Komfort angesichts des niedrigen Preises leicht fallen, klären wir beim Innenraum-Check des Familien-Van.

Ein Familien-Van ab 9.990 Euro. Die Ansage sitzt. Zu diesem Preis kommt der Innenraum praktisch nackt daher und sinnvolle Details, wie die geteilt umklappbare Rückbank sind erst gar nicht verfügbar. Deshalb nehmen wir die nächst höhere Ausstattungsvariante "Ambiance" unter die Lupe, mit der der Dacia Lodgy ab 10.990 Euro in der Benzin- und ab 13.490 Euro in der Diesel-Version anrollt.

Als erstes fällt der Geruch im Innenraum auf - und zwar nicht ganz angenehm. Es sticht zwar nicht in der Nase, aber die nicht hochwertige Kunststoff-Atmosphäre breitet sich unweigerlich über den Geruchssinn aus. Vielleicht sind wir auch deshalb so positiv überrascht von der Gestaltung des Armaturenbretts: Grau dominiert zwar, aber hell-beige Einlagen und eine Umrahmung der Mittelkonsole in metallener Optik sorgen für eine freundliche Atmosphäre. Klar, anfassen ist bei dem ganzen Hartplastik kein Erlebnis für die Finger, aber das haben wir nicht anders erwartet.

Es scheppert und klappert hinter Abdeckung

Schön, hochwertig, luxuriös - diesen Attributen will der Dacia Lodgy eben nicht entsprechen. Muss er auch nicht. Doch gerade dann, wenn ein Modell vorgibt sich aufs Wesentliche zu konzentrieren, lohnt es sich, das Wesentliche unter die Lupe zu nehmen. Die Bedienung: sehr einfach gestaltet, birgt sie in keinster Weise Gefahr den Fahrer abzulenken. Gestartet wird klassisch per Schlüssel, die Lichtmodi am linken Hebel per Drehung gewählt und über drei Drehregler auf der Mittelkonsole wird bestimmt, ob kalte oder warme Luft, wie stark wohin strömen soll. Dreht man die beiden äußeren Regler scheppert und klappert es hinter der Abdeckung ordentlich.

Schwamm drüber, wir drehen das Radio auf (im Paket mit Klimaanlage 950 Euro) und der Dacia Lodgy überrascht uns schon wieder: Hier scheppert und klappert nichts. Das Klangbild geht fast als neutral durch; die Mitten könnten zwar etwas präsenter sein und die Höhen plastischer, dafür schmerzt nichts im Ohr und der Bass kommt gut konturiert. Links neben dem kleinen Bildschirm befinden sich ein AUX-, rechts ein USB-Anschluss. Egal welcher Eingang gewählt wird, das System benötigt gerademal eine Sekunde, um die neue Quelle zu bemerken und zu verwenden. Allerdings könnte die Lautstärkeregelung verwirren. Die funktioniert nämlich nicht über den großen Drehregler direkt unter dem Bildschirm, sondern über die -/+-Tasten links daneben. Wir stellen öfter mal unabsichtlich den Sender um und wundern uns, warum die Stones jetzt nicht lauter grölen als vorher, sondern nur noch vor sich hinrauschen.

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Dacia Lodgy enttäuscht im Staufach- und Ablagen-Kapitel

Schwamm drüber, Mick Jaggeres Stimme wird auch nicht jünger. Es geht wieder Richtung Cockpit. Aus Versehen streifen wir den Hebel rechts am Lenkrad und aktivieren den Scheibenwischer der Frontscheibe. Es herrscht zwar strahlender Sonnenschein, aber warum nicht: Drei Modi stehen zur Auswahl, alles passt, wir stellen ihn wieder ab. Da muss sich das Gummiblatt an der Heckscheibe benachteiligt gefühlt haben, denn es legt los, obwohl das drehbare Element am Hebel auf 0 steht. Erst nach einmal Sprühen, Motorstart und zwei Metern Fahrt, beruhigt sich der Heckscheibenwischer des Dacia Lodgy. Der Blinkerhebel links am Lenkrad geht genauso leichtgängig, und wie auch gegenüber klackt es spürbar beim Einrasten. Viel mehr Hebel und Knöpfchen gibt es jetzt nicht mehr zu entdecken. Einer noch: die Handbremse. Beim Hochziehen fühlen wir uns an preiswertes Spielzeug erinnert, das auseinander fällt sobald man etwas beherzter zur Sache geht.

Schwamm drüber, wir widmen uns den Ablagen und Staufächern. Als preisgünstiger Kandidat unter den Familienautos, sind unsere Erwartungen daran nicht so gering wie die an Haptik und Komfort. Doch gerade hier enttäuscht der Dacia Lodgy: Das Handschuhfach ist durchschnittlich groß, die offene Ablage direkt darüber und die Ablage oben auf dem Armaturenbrett halten bei Kurvenfahrten nichts fest, die Türtaschen vorn könnten breiter und tiefer sein, die der hinteren Türen sind noch flacher und schmaler. Und das war’s auch schon. Kartenfächer an den Vordersitzlehnen? Fehlanzeige. Getränkehalter? Ja, aber nur sehr flach ausgeschnittene für Fahrer und Beifahrer.

Stauvolumen ist Trumpf beim Dacia Lodgy

Hier geht’s nicht mit dem Schwamm drüber, weshalb wir einen Blick auf das Gepäckabteil werfen und der Dacia Lodgy zeigen kann, worum es ihm wirklich geht: Stauvolumen. Davon stehen 827 bis 2.617 Liter bereit, die sich über eine erfreulich niedrige Ladekante beladen lassen. Zwei zusätzliche Sitze für die dritte Reihe gibt es gegen 590 Euro, die große nach oben öffnende Heckklappe gratis. Über Einstieg und Platzverhältnisse können wir nur von der zweiten und erste Reihe berichten: Im Fond gefällt dem 1,90-Meter-Kollegen Thomas Gerhardt vor allem die Van-typische Kopffreiheit und vorn freut sich Frau Dervisevic, dass sie den Fahrersitz nicht hoch pumpen muss, um die Straße zu überblicken. Wirklich nervig ist aber der nicht höhenverstellbare Sicherheitsgurt, der der 1,60 Meter großen Dame ständig an den Hals rutscht. Gurt, Lenkrad und Sitz werden erst gegen 300 Euro in der Höhe variabel.

Variabel wird die Rückbank ab der zweithöchsten Ausstattungsvariante "Ambiance". Dann ist sie in zwei Teilen umklappbar. Drei Isofix-Kindersitzhalterungen sind aber genau wie ESP immer an Bord des Dacia Lodgy. Ab 10.990 Euro also mit dem Notwendigsten ausgestattet? Das kommt auf die Ansprüche an. Wer beispielsweise viele praktische Ablagen will, rümpft wahrscheinlich - auch bei diesem Preis - die Nase. Oder beim Geruch.

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dde/tge

Datum

3. August 2012
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