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Innenraumcheck Volvo XC 90

Von wegen alter Schwede

Volvo XC90 Foto: Stefan Baldauf 35 Bilder

Der Volvo XC 90 ist ganz neu – innen wie außen. Auf dem Pariser Salon konnten wir schon auf allen Plätzen Probe sitzen und die iPhone-Integration begutachten.

04.10.2014 Gerd Stegmaier

Steil und stabil steht der Kühlergrill vor uns, in der Mitte das beruhigende Blau des Markenlogos, eingerahmt von LED-Scheinwerfern mit auffällig geschwungenem Tagfahrlicht: Die Front dieses Autos ist sehr respekteinflößend, da sitzt man lieber drin.

Einsteigen bedeutet bei Volvos großem SUV annähernd dasselbe wie hineingehen. Und auch drinnen angekommen ist Geräumigkeit der erste Eindruck. Leder bekleidet weite Teile des Interieurs, sorgsam genäht. Die Sitzposition ist gut, mit viel Überblick, nur m oberen Rand der Frontscheibe haben die Schweden das Dach weit heruntergezogen – aber nach oben wird man im XC 90 nicht oft schauen müssen.

Sitzprobe Volvo XC90 2:40 Min.

Volvo XC90 mit neuem Apple Car Play

Der Fahrer blickt auf ein Multifunktionslenkrad mit ziemlich vielen Tasten und ein Display ohne klassische Instrumente – Tacho und Drehzahlmesser sind nur mehr virtuell. Die Grafik wirkt nicht ganz so hochauflösend wie im neuen TT, ist aber gut ablesbar. Nutzt man die Lenkradtasten erscheinen auch verschiedene Bedienmenüs im Display. Darüber gibt es außerdem noch ein Head-up-Display.

Das macht Sinn, denn der XC 90 bietet massenhaft Möglichkeiten, den Blick vom Straßengeschehen abschweifen zu lassen: Das große schwedische SUV ist mit Car Play ausgestattet, der Smartphone-Integrations-Plattform von Apple.

Auf der Mittelkonsole thront ein großes Display, das fast aussieht wie ein iPad und auf dem sich genauso wischen und tippen lässt. Wisch nach rechts bringt alle Fahrzeugeinstellungen (Assistenzsysteme, Eco-Modus etc.) auf den Schirm, Wisch nach links fördert klassische Infotainment-Menüs zu Tage (Navigation, Radio, Audio …). Standard ist das Telefon mit Shortcuts zu Navigation und Infotainment. Die Sprachsteuerung soll auch die Bedienung ganz ohne Display erlauben.

Android-Integration kommt 2015

Dabei muss der Nutzer für die meisten Features nicht auf sein Smartphone zurückgreifen: Die Bordelektronik hat auch ein eigenes Navigations- und Infotainmentsystem, wer die Strahlung des Telefons im Farradayschen Käfig Auto scheut, kann zudem eine Sim-Karte einlegen und nutzt dann die Außenantenne. Ab 2015 soll der XC 90 dann auch Android-Phones integrieren können.

Für die hinten sitzenden Passagiere ist aber zumindest in den Showcars auf der Messe kein Zugriff auf die schöne neue Smartphone-Welt möglich. Dafür glänzt der XC 90 da mit klassischen Tugenden: Viel Platz in Reihe zwei, wo drei Passagiere sitzen können – vor allem wenn von der Längsverschiebung der einzelnen Sitzplätze Gebrauch gemacht wird und durch Versatz mehr Schulterfreiheit entsteht. Vorrücken schafft zudem mehr Knieraum für Reihe drei (zwei versenkbare Einzelsitze). Und selbst wenn alle sieben Plätze belegt sind, bleibt ganz hinten noch so viel Platz, dass der Kofferraum das Handgepäck schlucken kann.

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