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GM-Insolvenz

Insolvenzrichter billigt GM-Verkauf

General Motors Bankrott Foto: dpa 93 Bilder

Der insolvente US-Autobauer General Motors (GM) ist seinem Überleben einen großen Schritt nähergekommen. Der zuständige Insolvenzrichter genehmigte in der Nacht zum Montag (6.7.) in New York die Übernahme der wichtigsten Geschäftsbereiche durch die USA und Kanada.

06.07.2009

Mit der weitgehenden Verstaatlichung soll die bisherige Opel-Mutter einen raschen Neustart schaffen.

Richter Robert Gerber wies besonders die Einwände unzufriedener Gläubiger zurück, die für sich mehr herausholen wollen. Die einzige Alternative wäre, GM zu liquidieren, und das wäre ein "katastrophales Ergebnis", argumentierte er in der schriftlichen Begründung seiner Entscheidung.

Mehr als 36 Milliarden Euro Staatsgelder für GM

Die US-Regierung will die rettende Übernahme nun laut US-Medien binnen weniger Tage unter Dach und Fach bringen. Mehr als 50 Milliarden Dollar (36 Milliarden Euro) an Staatsgeldern fließen dafür insgesamt in den mehr als 100 Jahre alten Traditionskonzern.

Insolvenz schneller beendet als erwartet


GM könnte damit die erst am 1. Juni beantragte Insolvenz bald verlassen. Das größte Insolvenzverfahren der US-Industriegeschichte würde so weit schneller abgeschlossen als zunächst vielfach erwartet. Für US-Präsident Barack Obama wäre dies ein weiterer Erfolg bei der Rettung der in ihrer bisher tiefsten Krise steckenden amerikanischen Autoindustrie.

Erst Mitte Juni hatte der kleinere GM-Wettbewerber Chrysler sein Insolvenzverfahren überraschend schnell nach bereits 40 Tagen beenden können. Den Neustart ermöglichte hier der Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns.

GM-Gläubiger wollen weiter klagen

Allerdings könnten die GM-Gläubiger weiterhin gerichtlich gegen den Rettungsplan vorgehen. Klagen drohen auch von Gruppen mit ungeklärten Schadensersatzforderungen gegen GM aus früheren Streitfällen. Bei Chrysler waren drei Pensionsfonds wegen eines niedrigen Millionenbetrags bis vor das Oberste Gericht der USA gezogen, scheiterten aber letztlich.

Bei GM wies der Insolvenzrichter eine Flut von rund 850 Einwänden gegen die weitgehende Verstaatlichung zurück. Die US-Regierung hatte zuletzt grünes Licht noch in dieser Woche gefordert und gedroht, ihr Übernahmeangebot sonst zurückzuziehen. Die Grundidee des zur Sanierung geplanten Geschäfts ist, dass eine "neue GM" die werthaltigsten Konzernteile wie zum Beispiel die Marken Chevrolet und Cadillac übernimmt. Die Altlasten lässt GM zur Abwicklung im Insolvenzverfahren. Der Konzern will sich auch von einer Reihe von Marken trennen. Beim deutschen Autobauer Opel sollen Investoren einsteigen, GM behält aber den Plänen zufolge einen Minderheitsanteil.

Am neuen GM-Konzern sollen die USA und Kanada gemeinsam mit 72,5 Prozent die Mehrheit halten. 17,5 Prozent soll die Autogewerkschaft UAW bekommen für Zugeständnisse bei der Krankenversicherung für Betriebsrentner. Die restlichen zehn Prozent sind für die Gläubiger im Gegenzug für einen milliardenschweren Schuldenverzicht vorgesehen. Einigen von ihnen ist dies zu wenig.

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