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Internationaler Edelweiß-Bergpreis Rossfeld

Das Rossfeld blüht wieder

Internationaler Edelweiß-Bergpreis Rossfeld Foto: rossfeldrennen.de 18 Bilder

Auf der Bergstraße oberhalb von Berchtesgaden lebt am 28. und 29. September eine Tradition wieder auf: Der Internationale Edelweiß-Bergpreis Rossfeld erinnert an die Bergrennen, die in den 60er Jahren zur Europameisterschaft zählten.

25.09.2013 Dirk Johae Powered by

Mehr als 140 historische Autos versammelt Organisator Joachim Althammer am letzten September-Wochenende auf einem Abschnitt der Höhenringstraße. Auf dem sechs Kilometer langen Abschnitt, der einst als Rennstrecke diente, lebt die historische Atmosphäre des Spektakels auf. Wie damals gilt es vom Start an der Mautstelle bis zum Ziel bei der Ahornhütte 700 Höhenmeter zu überwinden.

Maschinenstrecke mit bis zu 13% Steigung

Die stärkste Steigung beträgt 13 %: "Maschinenstrecke" nannte der Stuttgarter Eberhard Mahle die Rossfeld-Piste deshalb. Der heute 81 Jahre alte ehemalige Rennfahrer, der 1966 Berg-Europameister in der GT-Kategorie wurde, ist auch beim Edelweiß-Bergpreis Rossfeld wieder dabei. Er startet wie 1966 in einem Porsche 911. Er erinnert sich an seine aktive Zeit: "Von allen Strecken war das Rossfeld die, wo man die PS am besten auf den Boden bringt".

Porsche ist Rossfeld-König

Mit diesem Zitat wird das Porträt der oberbayrischen Rennstrecke im Buch über den Porsche-Einsatz in der Berg-Europameisterschaft  eingeleitet. Die Stuttgarter Sportwagen-Marke ist der ungekrönte Rossfeld-König: Bei 7 von 8 Läufen zur Europameisterschaft erzielten Fahrer mit Porsche-PS die Bestzeiten. Außerdem sorgte der Dachauer Sepp Greger bei der Premiere 1958 in einem 356 für den ersten Erfolg.

Jürgen Barth mit "Großmutter"

In den 60ern hießen die Sieger Heini Walter, Gerhard Mitter, der insgesamt 3 Mal erfolgreich war, Rolf Stommelen und Edgar Barth. Dessen Sohn Jürgen, selbst ein erfolgreicher Rennfahrer, wird an seinen Vater beim Edelweiß-Bergpreis Rossfeld erinnern: Er startet in dem offenen Zweisitzer 718 W-RS Spyder, mit dem sein Vater 2  Europameistertitel gewann.  1964 startete allerdings der Schweizer Herbert Müller mit dem Achtzylinder-Sportwagen und wurde hinter Barth, der die Saison mit einem Elva-Porsche begann, Gesamtzweiter.

Wertvolles Einzelstück

Der nur 680 Kilogramm leichte Rennwagen, der mit einem 240 PS starken Zweilitermotor bestückt ist, bekam wegen seiner außergewöhnlich langen Einsatzzeit den Spitznamen "Großmutter". Das wertvolle Einzelstück gehört heute zur Sammlung des Porsche Museums. Die Historiker aus Zuffenhausen sind mit einer ganzen Reihe von spektakulären Autos vertreten. Dazu gehört der 908/3, der von Motor Klassik-Chefredakteur Hans-Jörg Götzl gefahren wird, ebenso dazu wie der von Rudi Lins pilotiert 906 oder der von Hans Herrmann gesteuerte 356B 2000 Carrera GS-GT von 1963.

Berühmte Fahrer

Neben Hans Herrmann und Eberhard Mahle gehören zahlreiche Piloten zum Teilnehmerfeld, die schon beim aktuellen Rennen am Start standen: Jochen Mass, Dieter Basche, Dieter Quester und Leopold "Poldi" Prinz von Bayern. Der rennbegeisterte Adlige startete am Rossfeld in einem Mini Cooper S seine Rennfahrerkarriere, die bis ins BMW-Werkscockpit befördert. Beim Internationalen Edelweiß-Bergpreis pilotiert er jenen BMW 700 RS Rennsportwagen, der am Rossfeld mit Bergkönig Hans Stuck am Steuer 1961 seine Rennpremiere feierte.

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