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Interview Audi-Chef Rupert Stadler

Unsere Kunden wollen ihr Auto besitzen

Rupert Stadler, Audi-Vorstandsvorsitzender Foto: Audi

auto motor und sport sprach mit Audi-Chef Rupert Stadler über neue Modelle, die harten CO2-Ziele, die Entwicklung des Audi-Designs und autonomes Fahren.

11.12.2013 auto motor und sport
Wie lief das Jahr 2013 für Sie und Audi?

Stadler: Wir waren und wir sind mit hoher Geschwindigkeit unterwegs und werden unsere ursprünglich für 2015 gesetzte Messlatte von 1,5 Millionen Auslieferungen bereits im Dezember komfortabel überspringen. Gleichzeitig zünden wir die nächste Wachstumsphase. Wir haben unser Werk in Ungarn ausgebaut, in Mexiko mit den Bauarbeiten für die erste Audi-Fabrik in Nordamerika begonnen und produzieren die sehr beliebte Audi A3-Familie bald auch in China. Außerdem haben wir uns dazu entschlossen, die Produktion in Brasilien wieder aufzunehmen. Deshalb haben wir vor wenigen Wochen das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte verabschiedet. In den kommenden fünf Jahren wollen wir mehr als 20 Milliarden Euro in neue Modelle, Innovationen, neue Technologien und den Ausbau unserer weltweiten Fertigungsstrukturen stecken. Wir haben 2013 insgesamt also eine sehr gute Rundenzeit erzielt und viele Pokale mit nach Hause genommen.

Zum Beispiel im Sport.

Stadler: Da haben wir die DTM und die Langstreckenweltmeisterschaft gewonnen, aber auch in anderen Disziplinen liegen wir vorne. So hat uns das MIT (Massachusetts Institute of Technology) zum Beispiel auf die Liste der 50 innovativsten Unternehmen weltweit gesetzt. Wir sind bei der Arbeitgeberattraktivität in vielen Umfragen auf dem Spitzenplatz. Außerdem ist unser Unternehmen durch unsere italienischen Töchter Ducati, Lamborghini und Italdesign Giugiaro auf mehr als 72.000 Mitarbeiter gewachsen. Ich könnte die Liste noch lange fortsetzen.

Waren strauchelnde Märkte wie in Italien und Spanien die einzigen Herausforderungen, die Sie 2013 zu bewältigen hatten?

Stadler: Eine zusätzliche Herausforderung für unsere gesamte Branche sind die sehr ambitionierten Vorgaben für die Kohlendioxid-Emissionen ab 2020. Bei einer Vorgabe von 95 Gramm CO2 pro Kilometer diskutieren wir einen Verbrauch von etwa vier Litern pro 100 Kilometer im Mittel über unsere gesamte Fahrzeugflotte. Dazu müssen wir an mehreren Punkten gleichzeitig ansetzen. Diesel und Benziner werden wir mit kräftigen Investitionen im Verbrauch weiter nach unten bringen und unsere G-Tron- und E-Tron-Modelle ins Portfolio integrieren. Das ist eine komplexe Aufgabe. Den kommenden Q7, die A4- und A5-Familie und den neuen A8 haben wir natürlich schon in der Konzeptphase auf die geänderten Anforderungen ausgelegt. 

Audi hat noch kein vollelektrisches Auto im Markt. Wird sich da künftig die Strategie ändern?

Stadler: Wir haben eine ganz klare Strategie und setzen in der ersten Phase der Elektrifizierung auf den Plug-in-Hybrid. Mit dem A3 e-tron können Sie in der Stadt 50 Kilometer emissionsfrei fahren. Das heißt, Sie können zum Beispiel als Pendler innerhalb dieser Reichweite auch über Wochen rein elektrisch fahren. Wenn dann eine Überlandfahrt ansteht, nutzen Sie den sparsamen Verbrennungsmotor und haben in Summe eine Reichweite von über 1.000 Kilometern. Wir haben als Premiummarke in der Phase eins der Elektromobilität mit dem e-tron-Konzept das richtige Ass aus dem Ärmel gezogen. Im Übrigen bietet der Volkswagen Konzern auch rein elektrische Autos an. 

Gibt es neue Überlegungen, den R8 E-Tron wieder aufleben zu lassen?

Stadler: Der R8 E-Tron hatte bereits mehr als 200 Kilometer Reichweite, aber ich glaube, dass die Kunden von einem Supersportwagen einen deutlich größeren Aktionsradius verlangen. Lassen Sie sich überraschen, in den nächsten Monaten wird hier noch etwas kommen.

Würde ein Marketing-Feuerwerk, wie es zum Beispiel BMW gerade zum Thema i3 abfeuert, nicht auch Audi gut stehen?

Stadler: Wir sind der Meinung, dass es wichtig ist, die E-Tron-Technik auf allen Plattformen verfügbar zu machen, damit auch eine relevante Stückzahl von Modellen mit dieser Technologie gefertigt werden kann. Am besten ohne großen Aufwand im normalen Fertigungsprozess unserer Fabriken. Es ist aus unserer Sicht wenig nachhaltig, lediglich ein reines Elektroauto mit 160 Kilometern Reichweite zu haben und für die wichtigen Volumen-Modelle A4-, A6- und A8-Nachfolger oder die Q-Familie nichts anzubieten. Wir werden mit dem neuen Längsbaukasten in der Lage sein, grundsätzlich jedes Modell in unserer Palette zu elektrifizieren und wir werden diese Autos auf unseren bestehenden Produktionslinien herstellen können. Das ist eine solide Position, die uns große Freiheit gibt.

Welches CO2-Ziel ist denn innerhalb des Konzerns realistisch?

Stadler: Die 95 Gramm gelten für alle. Heute sind wir im Premiumsegment führend, aber müssen weiter intensiv arbeiten. Wie Sie wissen, werden wir auch Erdgas-Angebote machen wie mit dem A3 G-Tron. Da sind wir mit 85 Gramm CO2 und weniger unterwegs.

Wie wird denn Erdgas angenommen?

Stadler: In Deutschland gibt es noch etliches Potenzial, in Nord- und Südeuropa ist der Erdgasantrieb schon Normalität. Wer mit Erdgas statt Benzin fährt, reduziert den Kohlendioxidausstoß auf einen Schlag um 20 Prozent. Und Erdgastankstellen gibt es in Europa ausreichend. Wenn nicht, dann schaltet unser A3 G-Tron automatisch auf Benzin als Kraftstoff um. Außerdem sind wir bei Audi einen Schritt weiter als der Wettbewerb. In einer Versuchsanlage in Werlte produzieren wir aus überschüssiger Windenergie und gebundenem CO2 E-Gas. Damit ist man nahezu CO2-neutral unterwegs.

Ein Land wie China hat dramatische Probleme mit der Luftverschmutzung. Reichen Plug-in-Hybride, oder geht es da nur noch mit reinen Elektroautos?

Stadler: Die chinesische Regierung hat großes Interesse, die Luftqualität in den Großstädten rasch und massiv zu verbessern. Das Elektroauto wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Aber bis die nötige Infrastruktur mit ausreichend Ladestellen steht, werden Plug-in-Hybride mit sparsamen Verbrennern den Smog in Megacitys reduzieren helfen.

In welche Richtung geht denn China wirtschaftlich?

Stadler: In Richtung Westen, wie zum Beispiel die Freihandelszone in Shanghai zeigt. Die neue Regierung muss ihre Bürger und ihre Schlüsselindustrien auf diesem Weg mitnehmen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. China setzt auf kontinuierliches Wachstum und adressiert auch die Wohlstandsentwicklung stärker, damit sich immer mehr Menschen zur Mittelschicht zählen können. Das ist durchaus in unserem Sinne.

Tut sich Audi mit den kleinen Autos schwer?

Stadler: Im Gegenteil: Ich spreche über nichts lieber als über unseren Erfolg in diesem Segment. Wir verkaufen in diesem Jahr vom A1 über 120.000 Exemplare, das ist eine reife Leistung. Auch die neue A3-Familie ist ein voller Erfolg bei den Kunden. Und ab 2016 bringen wir den neuen Q1 auf den Markt und bauen damit unsere Q-Familie aus. 

Ist zwischen A1 und A3 noch Platz?

Stadler: Ja, für einen SUV beispielsweise, aber auch für weitere Modelle der A-Familie. Audi hat heute knapp 50 verschiedene Modelle im Angebot, und wir haben noch viele gute Ideen, so dass es schon bald 60 und mehr werden. 

Ist das eigene Auto für Großstadtbewohner ein Auslaufmodell?

Stadler: Nein. Unsere Kunden wollen ihr Auto besitzen. Auch in der Stadt wird es in Zukunft kleine und große Autos geben, denn es wird immer unterschiedliche Kunden mit den unterschiedlichsten Ansprüchen geben. Ich kann mir aber einen Service vorstellen, wo der Kunde das Jahr über die Modelle wechseln kann.

Probiert Audi das schon aus?

Stadler: Wir werden das mit Pilotprojekten in Asien, Nordamerika und Europa testen, um die von Region zu Region unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kunden mit maßgeschneiderten Lösungen zu erfüllen.

Im Audi-Portfolio fehlt noch ein kompakter Van, oder decken die Q-Modelle diese Nische ab?

Stadler: Die Frage ist, begeistert sich der Kunde für ein etwas sportlicheres Q-Modell oder interessiert er sich eher für den nutzenorientierten Van? Wir glauben an die Faszination der SUV und werden verstärkt in die Q-Reihe investieren. Unser aktuelles Beispiel ist der Q1, den wir ab 2016 in Ingolstadt bauen. Weitere Modelle sind vorstellbar. 

Wird Audi zur SUV-Marke?

Stadler: Wir werden 2020 ein Produktmix mit über 35 Prozent SUV-Anteil haben. Heute liegt der Anteil unter 30 Prozent. Da ist also bei einem steigenden Gesamtvolumen noch eine ganze Menge Luft. Die Autos sind bequem, vermitteln wegen der hohen Sitzposition Sicherheit. Das sind für die Kunden wichtige Kaufargumente. Technisch erleichtern die Hochboden-Plattformen das Elektrifizieren. 

Verstärkt Audi künftig die Verbindung von Sportlichkeit und SUV?

Stadler: Audi muss in jedem Segment Sportlichkeit vermitteln, auch bei den SUV und den Crossover-Modellen. Wir haben da mit dem SQ5 und dem RSQ3 deutliche Zeichen gesetzt. Wir wollen Begierde wecken, ganz egal in welchem Segment. 

Wie alt ist der durchschnittliche Audi-Neuwagenkäufer?

Stadler: Das ist von Markt zu Markt verschieden. Unsere Kunden sind jünger als die unserer direkten Wettbewerber. Der A1 ist die größte Eroberungsmaschine, 80 Prozent der A1-Kunden fahren erstmals Audi. Wir wollen, dass sie zufrieden sind und der Marke langfristig die Treue halten. 

Wie cool wirkt Audi denn auf junge Leute, etwa beim Verkauf im Internet?

Stadler: Junge Käufer sind über das Internet perfekt informiert. Schon vor vier Jahren haben wir durch die Online-Weltpremiere des A1 zusammen mit Justin Timberlake bei jungen Kunden gepunktet. Grundsätzlich gilt: Unsere Kunden sind heute extrem gut informiert, wenn sie zum Händler kommen und sie erwarten sich dort eine hervorragende und individuelle Beratung. Für unsere Kunden ist die Audi-Webseite mit dem Konfigurator daher die Brücke zum Händler ihres Vertrauens.

Und die Händler?

Stadler: Ein Flottenkunde wird seine Autos online konfigurieren und dann auch bei uns bestellen, aber bei der Beratung und Übergabe an einzelne Kunden und zum Beispiel beim Service spielen unsere Händler eine zentrale Rolle. Service und Betreuung muss vor Ort perfekt funktionieren. Ein Kunde will seinen persönlichen Berater haben und nicht mit ein paar E-Mails abgefertigt werden.

Wenn Audi weiterhin auf verstärkte Sportlichkeit setzt, was dürfen wir denn von der Quattro-GmbH in Zukunft noch erwarten?

Stadler: Sportliche Gene und Komfort müssen sich nicht ausschließen. Wenn ein Kunde ein sportliches Auto wie einen S8 fährt, hat er beispielsweise trotzdem Anspruch darauf, dass der Abrollkomfort, die Akustik und die Qualität der Luftfeder stimmen. Die Quattro GmbH wird hier auch in Zukunft noch weiter zuspitzen und noch mehr Dynamik vermitteln, ohne den Komfort aus den Augen zu verlieren.

Läßt Audi den Ur-Quattro in moderner Form wieder aufleben?

Stadler: Noch ist nichts entschieden. Wir haben aber den Sport Quattro Concept auf der IAA in Frankfurt gezeigt, weil wir intensiv darüber nachdenken. Da wollten wir Feedback von unseren Kunden. Und das ist durchwegs positiv.  

Wie differenziert sich der neue Quattro denn vom R8?

Stadler: Zunächst durch den Kundenanspruch. Wer einen quattro kauft, setzt ein Statement. In diesem Auto sind alle Gene vereinigt, die Audi in den letzten Jahren so stark gemacht haben, gepaart mit modernster Technologie. Diese Kunden begeistert das attraktive Design und die überlegene Technik. Wir sehen im C- und D-Bereich, also im Segment von A6, A8, Q7 und R8 noch viele Möglichkeiten, um zu punkten. 

Wie wird sich das Audi-Design weiterentwickeln?

Stadler: Der Kunde muss einen Audi auf den ersten Blick erkennen. Da denken wir sehr global, denn in Europa kennt uns jeder. In den wachsenden BRIC-Märkten ist das noch nicht der Fall, darum brauchen wir einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Wir werden aber stärker differenzieren zwischen den A-, R- und Q-Modellen.

Ähneln sich die Audi-Modelle nicht zu stark?

Stadler: Eine Familienähnlichkeit ist wichtig. Unser Singleframe war eines der stärksten Statements, das Audi gegeben hat. Aber es gibt ausreichend Differenzierungsmerkmale, zum Beispiel die LED-Scheinwerfer. Die Wettbewerber schauen da sehr genau hin und beginnen unser Design für sich aufzunehmen. Das ist für uns nicht nur ein Kompliment, sondern bestätigt unseren Kurs. 

Ist der Audi A8 für den chinesischen Markt nicht zu dezent?

Stadler: Stil und Charakter müssen kohärent sein. Das Bling-Bling anderer Autos in China entspricht überhaupt nicht unseren Werten. Der A8 wird sich immer athletisch und sportlich weiter entwickeln. Von 20.000 Einheiten im Jahr 2008 sind wir in nur vier Jahren auf 40.000 Auslieferungen gekommen. Für mich heißt das, wir liegen richtig. 

Bekommt der nächste A8 Heckantrieb?

Stadler: Nein. Wir haben doch Quattro-Antrieb mit variabler Verteilung der Drehmomente.

Welchen Stellenwert hat das China-Geschäft künftig für Audi?

Stadler: China ist aufgrund der Population der größte Einzelmarkt der Welt. Wir werden in diesem Jahr dort mehr als 450.000 Autos verkaufen. Die Fahrzeugdichte liegt dort je nach Region bei 80-120 Autos pro 1.000 Einwohner. In Europa beträgt sie etwa 500. Daran lässt sich festmachen, welches Wachstumspotential China hat. 

Wenn die Leute Autos besitzen wollen, wollen sie sich dann von ihnen auch fahren lassen?

Stadler: Pilotiertes Fahren wird neben der Elektrifizierung eines der interessantesten Innovationsfelder in diesem Jahrzehnt. Der Kunde hat bei Stop-and-Go ja oft das Gefühl, er könnte seine Zeit besser nutzen als immer nur anfahren und stoppen. Wir denken da aber noch einen Schritt weiter, denn das pilotierte Fahren kann künftig sicher auch dann helfen, wenn ein Fahrer ein gesundheitliches Problem wie einen Herzinfarkt bekommt. Das Auto könnte dann selbstständig an den Straßenrand fahren, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Die Technik dafür gibt es bereits in wesentlichen Teilen, nur sind die Rahmenbedingungen noch nicht klar. Was passiert beim autonomen Fahren zum Beispiel mit Verantwortlichkeit des Fahrers und Produkthaftung? 

Wie ist Audis Strategie für das autonome Fahren?

Stadler: Das haben wir ja in den USA bereits gezeigt, wir haben dort schon 50.000 Testkilometer absolviert. 50 oder 60 Kilometer autonomes Fahren, Hände am Lenkrad oder nicht? Das muss regulatorisch erstmals eingeordnet werden. Technisch ist davon heute schon einiges machbar. 

Gräbt sich die Autoindustrie mit dem autonomen Fahren nicht ihr eigenes Grab, denn der Fahrer wird vom Auto ja völlig entkoppelt und verliert dadurch vielleicht überhaupt den Spaß am Automobil.

Stadler: Der Kunde will immer ein faszinierendes Fahrerlebnis. Ob das erst auf der Autobahn bei hoher Geschwindigkeit beginnt oder schon in der Stadt mit einem kraftvollen Drehmoment, das hängt vom Kunden ab. Wir werden den Fahrer nicht entmündigen. Der Kunde kann selbst entscheiden, in wie weit er sich von der Elektronik unterstützen lassen möchte. Aber wir schauen uns sehr genau an, in welche Richtung sich da die junge Generation entwickelt. 

Mit welchem Auto würden Sie gerne auf die Rennstrecke?

Stadler: Mit dem neuen TT der dritten Generation. Die macht im nächsten Jahr einen großen Schritt.

Bei den Assistenzsystemen hat gerade die Mercedes-S-Klasse einen großen Schritt gemacht. Kann der neue Q7 als nächster Technologieträger von Audi zum Beispiel auch den Querverkehr erkennen und darauf reagieren?

Stadler: Bei den Assistenzsystemen wird er State-of-the-Art sein, auch bei der Umfeld-Erkennung. Die Elektronik macht alle neun, zwölf oder 14 Monate Entwicklungssprünge, deshalb gehen wir zum Beispiel auch seit Jahren auf die Consumer Electronics Show in Las Vegas, um neue Trends noch schneller zu erkennen. 

Audi war sehr früh beim automatischen Einparken mit dabei. Auf welchem Niveau wird der neue Q7 einparken?

Stadler: Der neue Q7 trägt die gesamte neue Elektronikplattform und damit auch die nächste Generation der Einpark-Automatik. Ein Knopfdruck genügt und der Q7 parkt selbstständig ein.

Welche Fortschritte wird der nächste A4 zeigen?

Stadler: Der zeigt ein neues Design, er wiegt weniger und macht bei den CO2-Emissionen einen entscheidenden Schritt nach unten. Wir paaren Dynamik mit bestmöglicher Effizienz.

Wie weit ist Audi denn mit der CO2-Klimaanlage?

Stadler: Wir arbeiten daran, wahrscheinlich wird sie 2017 kommen. 

Wie bewerten Sie denn den Koalitionsvertrag aus Sicht der Automobilindustrie?

Stadler: Es handelt sich um einen Vertrag, der in zahlreiche Gesetzgebungsprozesse münden wird, die dann parlamentarisch beraten werden. Es ist daher zu früh, darüber zu urteilen. Wichtig ist, dass bei der Umsetzung dieser Absichtserklärungen darauf geachtet wird, dass Deutschland unter den großen Ländern Europas den stärksten industriellen Sektor hat. Das macht uns stark, krisenfest und schafft Arbeitsplätze. Und diese Position dürfen wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. 

Wie geht’s mit der PKW-Maut?

Stadler: Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang vor allen Dingen, dass die Autofahrer nicht noch stärker belastet werden. Wie das geregelt wird, ist Sache der Politik. 

Kommen wir zum Sport. Was plant Audi angesichts des Porsche-Einstiegs für LeMans, und wie geht es in der DTM weiter?

Stadler: Wir freuen uns, dass Porsche im kommenden Jahr bei den 24 Stunden von LeMans dabei ist. Wettbewerb spornt uns und macht uns besser. Schon mit Peugeot und Toyota war es nicht easy. Und Toyota wird im nächsten Jahr wieder vorne mit dabei sein. Deshalb werden wir weiter an unseren Hybrid-Rennwagen arbeiten, denn wir treten an, um zu gewinnen. Auch in der DTM haben wir dieses Jahr mit Mike Rockenfeller wieder einmal gezeigt, dass Rennsport zu den Audi-Genen gehört. 

Steht bei Audi die Formel 1 zur Debatte?

Stadler: Nein.

Abschlussfrage: Keine Sorge vor der Zukunft?

Stadler: Audi hat in den letzten 20 Jahren eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geschrieben. Heute arbeiten mehr als 72.000 Menschen am nächsten Kapitel unserer Wachstumsgeschichte. Jeden Tag erlebe ich den Einsatz sehr begeisterter Mitarbeiter. Daher bin ich guter Dinge, dass wir im Jahr 2020 das Ziel von zwei Millionen Auslieferungen pro Jahr erreichen werden. Wir sind nachhaltig aufgestellt und gehen konsequent unseren Weg an die Spitze.

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