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Lotus-Geschäftsführer Jean-Marc Gales im Interview

Lotus baut SUV-Prototyp

Jean-Marc Gales - Lotus - Geschäftsführer Foto: newspress.co.uk 17 Bilder

Lotus stand das Wasser bis zum Hals. Doch seit Jean-Marc Gales im Mai 2014 übernommen hat, geht es mit dem traditionsreichen Sportwagenbauer wieder aufwärts. Im Interview spricht der Geschäftsführer über die aktuelle Lage und einen SUV.

24.11.2016 Andreas Haupt
Wie läuft es derzeit bei Lotus?

Gales: Wir sind weiter auf einem guten Weg, im Finanzjahr 2016 einen operativen Gewinn und positiven Cashflow zu erwirtschaften. Das haben wir in der Lotus-Autosparte in den letzten 20 Jahren nicht geschafft. Der Launch des Evora 400 in den USA hat uns sehr geholfen. Es gibt dort bereits 300 Bestellungen. Der Evora ist in den Staaten bis März ausverkauft.

Wie viele Autos verkauft Lotus aktuell?

Gales: Wir werden in diesem Finanzjahr etwa 1.800 Autos verkaufen. Sie verteilen sich ziemlich genau auf unsere Baureihen – also etwa je ein Drittel auf Elise, Exige und Evora. Mit dem 3-Eleven dazu verkaufen wir im Prinzip 70 Prozent unserer Autos mit Sechszylinder, 30 Prozent mit Vierzylinder. Im nächsten Jahr rechne ich damit, dass der Evora einen Anteil von 40 Prozent ausmachen wird.

Wie viele Evora wollen sie im kommenden Jahr absetzen? Und wie sieht es mit Deutschland aus?

Gales: Rund 800. Etwa die Hälfte davon wird in die USA gehen. Unser Ziel ist es, zehn Prozent auf dem deutschen Markt zu verkaufen. Zwischen 80 und 100 Evora hätte ich schon gerne dort. Bisher ist Deutschland ein starker Markt für die Elise und Exige. Wir haben den Evora Sport 410 mit speziellem Blick auf Deutschland entwickelt. Viele Fahrer gehen am Wochenende gerne mit ihrem Auto auf die Rennstrecke. Daher passt er dorthin.

Fast alle bauen einen SUV. Auch Lotus eines Tages?

Gales: Wir denken darüber nach. Wir entwickeln intern einen ersten Prototyp – nur zum Anschauen, nicht fahrtüchtig. Wir konzentrieren uns erst einmal auf unsere Sportwagen. 2020 kommt die neue Elise. Danach widmen wir uns dem SUV, falls es vom Aufsichtsrat abgesegnet wird.

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