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Israel-Reise im Toyota RAV4

Wallfahrt durch die Wüste

Reise Israel im Toyota RAV4 Foto: Gerhard Eisenschink 19 Bilder

Schroffe Felsen, riesige Krater, Bibel-Romantik - Israels Wüsten bieten einen himmlischen Abenteuerspielplatz für Offroader. Unsere Tour mit dem Toyota RAV4 in der kargen, zerklüfteten Landschaft erinnert an die Fernsehbilder der letzten Mars-Expedition.

02.04.2010 Powered by

Hinter Jerusalem geht es scheinbar direkt in die Unterwelt. "150 Meter unter Meeresniveau" steht am Straßenrand zu lesen. Dann führt die Straße Nummer eins weiter bergab. Der Abzweig nach Jericho fliegt linker Hand vorbei, jüdische Siedlungsgebiete zur Rechten - die Route in Richtung Totes Meer führt mitten durchs Westjordanland.

Reise ins Heilige Land

Mit jedem Kilometer, den der Toyota RAV4 zurücklegt, wird die Landschaft trockener, karger, zerklüfteter, erinnert schließlich an die Fernsehbilder der letzten Mars-Expedition. Noch ein paar Kurven, dann istder tiefste Punkt der Erde erreicht:398 Meter unter Meeresniveau. Der geografische Tiefpunkt - neuere Messungen gehen bereits von minus 420 Metern aus - ist einer der Höhepunktejeder Reise ins Heilige Land.

Wie ein blaugrauer Teppich breitet sich das Tote Meer - ein vom Jordan gespeister Salzsee - zwischen den zerklüfteten Bergen der judäischenWüste aus. Die Fahrbahnschraubt sich in Ufernähe an den nackten Felswänden entlang, passiert historische Stätten wie Qumran und Masada, streift den botanischen Garten des Kibbuz  Ein Gedi sowiedas Ein-Gedi-Spa- und Wellness-Zentrum. Doch nach Wellness steht uns gerade nicht der Sinn. Hinter En Boqeq geht es rechts ab und über Dimona zügig hinauf nach Beersheba, dem "Tor zum Negev", wie es heißt.  Scheint so, als habe sich hier seit biblischen Zeiten kaum etwas verändert. Ein Hirte mit seiner Schafherde hier, Beduinenzelte dort. Fehlt nur noch die Tamariske, die Abraham laut Altem Testament in Beersheba gepflanzt haben soll.

Autos ersetzen traditionelle Wüstenschiffe

Erst auf den zweiten Blick fallen die modernen Satellitenschüsseln auf, die wie kleine Ufos auf den Zelten und provisorisch zusammengezimmerten Unterkünften der Beduinen thronen. Daneben parken Autos, die in zunehmendem Maß das traditionelle Wüstenschiff ersetzen. Dennoch säumen riesige Schilder den Straßenrand: Achtung, Kamele! Ist das "Tor zur Wüste" erst einmal passiert, wird es einsamer undeinsamer. Der Negev nimmt 60 Prozent des Staates Israel ein, beherbergt aber nur knapp zehn Prozent der Bevölkerung. Die Luft flimmert auf dem Asphalt, die Trockenwüste erstreckt sich zu beiden Seiten der Straße Nummer 40 - mal flach, mal bergig bis zum Horizont. Ein Siedlungsprogramm soll hier inmittender Wüste grüne Flecken entstehen lassen.

Rund 30 kleine Farmen, die Obst, Olivenöl, Käse oder Wein produzieren, haben sich entlang der gen Süden verlaufenden Route bereits angesiedelt. Pioniere eines modernen, von Idealismus geprägten Wüstenmanagements, Nachfolger der Kibbuzim, die bereits seit Jahrzehnten Teile der Wüste im Kollektiv beackern. Schon seit der Staatsgründung wird an der Verwirklichung des Traums gearbeitet, die Wüste in fruchtbares Land umzuwandeln.

Der bekannteste Verkäufer war Israels erster Ministerpräsident David Ben Gurion, der selbst in den Kibbuz S de Boker zog, um an der Besiedlung der Wüste mitzuwirken. Wie eine Fata Morgana zeichnet sich die blühende landwirtschaftliche Siedlung vor der schroffen Bergkulisse des Wadi Zinab. Eine asphaltierte Serpentinenstrecke führt zügig hinunter ins Wüstental, in dem sich die Routen mal sandig, mal grob geschottert ineiner faszinierenden Mondlandschaftverlieren.

Staub, Felsen, Geröll wohin man blickt

Sobald die Blütenpracht S de Bokers im Rückspiegel verschwunden ist und sich die Reifen des RAV4 in den sandigen Boden graben, wird klar, dass der Albtraum eines jeden Farmers der Traum jedes Allradlers ist. Wohin man blickt nichts als Staub, Felsen, Geröll. Zwischen den hoch emporragenden Bergen der Zin-Wüste tut sich ein schier endloser Abenteuerspielplatz auf. Verschnörkelte Pisten führen gut beschildert bergauf und bergab, mal in weiten Biegungen, mal in engen Kehren, immer mit Aussicht auf einebeeindruckende Felsformation. Der Geländewagen darf Hügel überwinden, Schluchten passieren, sich durch ein nahezu ausgetrocknetes Flussbett wühlen. Zwei Geier segeln durch die Lüfte. Kein Auto, kein Mensch weit und breit. Ein Abstecher zum Nationalpark En Avdad muss sein - schon wegen desdort vorhandenen Wassers, das nachdem stundenlangen Sandkastenspieleine völlig neue Bedeutung bekommt.

In En Avdad zeigt sich das Element Wasser in seiner schönsten Form, sprudelt aus den Felswänden einer canyonartigen Schlucht, stürzt sich als Wasserfall in die Tiefe, bildet kleinere und größere Bassins und verzaubert die Wüste in eine grüne Oase, in der der Wadi Zin seinen Ausgang nimmt. Nach dem Ausflug in die Zin-Wüste geht es über die 40 weiter nach Mizpe Ramon, ein Städtchen, das am Rand des weltweit größten Erosionskraters thront: des rund 35 Kilometer langen und zehn Kilometer breiten Maktesh Ramon. Von der Aussichtsterrasse des Besucherzentrums lässt es sich wie vom Rand einer Suppenschüssel in die Tiefen der Kraterlandschaft blicken. Schwarze Vulkankegel zeichnen sich dort ab, zackige Felswände und barockgeformte Hügel in Rot-, Gelb- und Brauntönen. Eine einzige Straße führt durch das außerirdisch anmutende Landschaftsbild - und ein perfektbeschildertes Netz steiniger und sandiger Pisten. Der Toyota hangelt sich über die gewundene Asphaltroute an der Kraterwand hinab.

Auf der Spices Road gen Bethlehem


Ein Steinbock kraxelt über die Felsen, unbeschwert von der Sorge, mit nur einem falschen Schritt 350 Meter in die Tiefe zu stürzen. Am Boden des Kessels angelangt, schwenkt der Wagen bei der erstbesten Gelegenheit ins Gelände. Falsch machen kann man ja nichts. Das Kraterumfeld ist überschaubar und die Wegführung innerhalb des Naturreservats wohlgeordnet.

"Saharon im Spring" steht an den Einmündungen der Pisten zu lesen, "Ardon Dry River Bed" oder "Spices Road". Das im Besucherzentrum erhältliche Kartenmaterial im Maßstab 1:50000 sorgt für zusätzliche Orientierung. In biblischen Zeiten orientierte man sich hier tagsüber am Stand der Sonne und folgte nachts den Sternen. Wie die Heiligen Drei Könige, die einst mit Weihrauch, Myrrhe und Gold beladen über die "SpicesRoad" - auf Deutsch: "Gewürz-"oder "Weihrauchstraße" - gen Bethlehem zogen. Oder der Tross der Königin von Saba auf dem Weg zu König Salomo.

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