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Jag is back

Neues Jaguar XK Coupé

Foto: Jaguar 11 Bilder

Der Nachfolger des vor neuneinhalb Jahren vorgestellten XK debütiert als Coupé auf der Frankfurter IAA und kommt im Frühjahr 2006 zusammen mit der bis dahin ebenfalls neu aufgelegten Cabrio-Version auf den Markt. Sein Styling soll eine neue Design-Ära bei Jaguar einläuten.

26.08.2005

Im Großen und Ganzen orientiert sich die Form des neuen XK an der zur Detroit Auto Show im Januar 2005 präsentierten Studie Advanced Lightweight Coupé. Die äußeren Unterschiede beschränken sich auf Details wie Stoßfänger, Rückleuchten und Radgröße. Innen wurde gegenüber dem Showcar das Cockpit leicht modifiziert.

Viel größer freilich sind die Differenzen zum Vorgänger. Der neue XK verströmt vor allem in der Seitenansicht einen Hauch Aston Martin, was einem preisgünstigeren Jaguar natürlich schmeichelt. In bester GT-Manier zeigt der neue XK eine lange Motorhaube, relativ steil stehende Front- und Heckscheiben, ausgestellte Kotflügel mit großen Rädern und kurze Karosserie-Überhänge. Ein weiteres Stil-Element sind die verchromten Lufteinlässe in den vorderen Koftflügeln.

Wem das neue Coupé noch zu brav erscheint, muss mindestens ein weiteres halbes Jahr auf die R-Version warten, die mit mehr stilistischer Würze und demonstrativ zur Schau getragenem Sportsgeist aufwarten soll.

Das Interieur ist fahrer-orientiert ausgelegt, bietet laut Jaguar hohe Ergonomie und körperbetonte Sitzen, die bewusst tief angeordnet sind, um dem Fahrer ein typisches Cockpit-Feeling zu vermitteln. Mit längerem Radstand, breiterer Spur und höherer Dachlinie bietet das 2+2-sitzige Coupé gegenüber dem Vormodell ein Plus an Fußraum und Schulterfreiheit - beispielsweise 20 Millimeter mehr Kopffreiheit vorn.

Viele neue Ausstattungsfeatures

Technisch ist der neue XK ist mit einer Vielzahl an Innovationen für Komfort und Sicherheit ausgestattet: Öffnen und Schließen geht dank "Keyless Entry“-System schlüssellos - auch das Starten des Motors mit "Smart Key“ erfordert keinen Zündschlüssel mehr, sondern nur einen Knopfdruck.

Die Instrumententafel verfügt rechts und links des mittig angeordneten TFT-Displays über zwei große, in Chromringe eingefasste Rundinstrumente. Auf dem Display selbst erscheinen alle wichtigen Informationen zu Gangwahl, Geschwindigkeitsregelung, Reifenluftdruck-Kontrolle und DVD-Navigationssystem. Über den zentralen Sieben-Zoll- Touchscreen lassen sich Klimatisierung, Audioanlage, Navigation, Telefon und verschiedene Fahrzeugeinstellungen steuern.

Für verbesserten Fußgängerschutz soll das "Pedestrian Deployable Bonnet"-System sorgen – eine Vorrichtung, die bei einem Zusammenprall mit einem Fußgänger die Motorhaube an ihrem hinteren Ende in Bruchteilen von Sekunden nach oben klappt. Dadurch entsteht eine Sicherheitszone zwischen der Haube sowie dem Motor und anderen festen Elementen, was die Verletzungsgefahr verringern soll.

Den Antrieb des neuen Jaguar XK übernimmt eine überarbeitete (unter anderem mit neuem Einspritzssystem) Version des bekannten 4,2-Liter-V8-Saugmotors von Jaguar mit 298 PS Leistung. Der Achtzylinder hält maximal 411 Nm Drehmoment bei 4.100/min bereit. Zwischen 2.000 und 6.000 Touren liegen stets mehr als 343 Nm an. Während die Höchstgeschwindigkeit des Coupés elektronisch auf 250 km/h begrenzt ist, erlaubt der 4,2-Liter-V8 eine Beschleunigung von Null auf 100 km/h in nur 6,2 Sekunden. Später soll ein 3,5-Liter-Achtzylinder mit 258 PS das Programm nach unten abrunden. Die R-Version als Topmodell erhält einen Kompressor-V8 mit rund 400 PS.

Als Neuheit besitzt der jüngste XK über am Lenkrad montierte Schaltwippen für die Bedienung des neuen Automatik-Getriebes. In den Modi "D“ und "Sport Manual“ lassen sich mithilfe dieser One-Touch-Wippen die Gänge besonders zügig wechseln. Als erster Jaguar hat der neue XK statt der traditionellen "J Gate“-Schaltkulisse eine L-förmige Anordnung, mit der zwischen den Modi P, R, N, D und Sport gewählt werden kann. Der vollautomatische D-Modus passt sich dabei dem jeweiligen Fahrstil an. Bewegt man den Wählhebel entlang der Basis des L, wechselt die Schaltung in den Modus "Sport Auto“, der für sportlichere Schaltvorgänge und damit ein noch rascheres Ansprechen ausgelegt ist.

Höhere Steifigkeit, geringes Gewicht

Ähnlich wie der XJ basiert auch der neue XK auf einer Monocoque-Konstruktion aus Aluminium. Dies macht die Karosserie 31 Prozent steifer als die des Vormodells. Zudem soll das Coupé leer nur 1.595 Kilogramm wiegen.

Der XK ist mit einem komplett neuen Bremssystem ausgerüstet, das unter anderem auch auf der Nürburgring-Nordschleife erprobt wurde. Vergrößerte innen belüftete Scheiben sollen das Pedalgefühl verbessern, den Anhalteweg verkürzen und Fading entgegen wirken. Bestandteile der Bremsanlage sind ein Vierkanal-ABS, elektronische Bremskraftverteilung (EBD), ein Hydraulikbremsassistent (HBA) sowie eine elektronische Parkbremse.

Die im Jaguar XJ erstmals eingesetzte "Servotronic 2“-Servolenkung wurde für den neuen XK ebenfalls umfassend weiter entwickelt, um das Manövrieren bei langsamer Geschwindigkeit zu vereinfachen und dem Fahrer bei schnellem Tempo ein gutes Feedback zu geben.

Neben dem Fußgängeraufprall-Schutzsystem bietet der neue XK weitere Sicherheitsmerkmale. Dazu gehören unter anderem die Reifenluftdruck-Kontrolle TPMS (Tyre Pressure Monitoring System), Reifen mit Notlaufeigenschaften, aktive Kopfstützen, die Vorausfahr-Warnfunktion "Forward Alert", bei der mittels von Sensoren der optionalen adaptiven Geschwindigkeitsregelung (ACC) die Straße alle zehn Sekunden nach potenziellen Hindernissen gescannt wird, die Traktionskontrolle und die dynamische Stabilitätskontrolle "TRAC DSC".

Optional werden für den jüngsten Jaguar XK aktive Scheinwerfer angeboten, bei denen sich das Abblendlicht an die Geschwindigkeit und den Lenkradeinschlag anpasst und so die Ausleuchtung der Fahrbahn in Kurven verbessert.

Das neue XK Coupé kommt im Frühjahr 2006 zeitgleich mit dem neuen Cabrio auf den Markt. Erste Bilder von der offenen Version gibt es voraussichtlich Anfang Oktober. 70 Prozent aller XK-Käufer griffen bislang zum Cabrio. Von der neuen XK-Generation will Jaguar in Deutschland jährlich zwischen 1.000 und 1.500 Einheiten absetzen.

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