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Jaguar C-X75 geht in Serie

Briten bauen Hybrid-Supersportwagen

Jaguar C-X75 Foto: Rossen Gargolov 39 Bilder

Jaguar wird die spektakuläre Studie C-X75 mit leichten Veränderungen in Serie bauen. Der fast 800 PS starke Hybridsportler mit Gasturbine und E-Motoren wurde auf dem Pariser Autosalon 2010 präsentiert. 2013 soll der C-X75 dann in einer Kleinserie aufgelegt werden - zu einem deftigen Preis.

06.05.2011 Powered by

Nachdem Jaguar als Resonanz auf die potente Hybrid-Studie Angebote von einer Million Euro pro Fahrzeug bekam, wurden die indischen Chefs bei Besitzer Tata hellhörig. Jetzt haben Sie endgültig entschieden, die Studie Jaguar C-X75 in Serie zu bauen. Allerdings gibt es auch hier ein paar Unterschiede zwischen Studie und Serienversion.

Statt vier E-Motoren - einer je Rad - treiben in der Serie-Version ein hoch aufgeladener, kleinvolumiger Verbrennungsmotor und zwei Elektroaggregate - pro Achse einer - permanent die Räder an. Dadurch wurde massiv Gewicht eingespart. Der Verbrenner soll es auf 420 bis 500 PS bringen, die Gesamtsystemleistung soll bei rund 800 PS liegen. Die Studie mit reinem Elektroantrieb griff als Range Extender noch auf zwei Gasturbinen zurück.  Diese Technik ist vorerst günstiger. Allerdings will Jaguar die Turbinen-Idee weiter verfolgen. Die Jaguar-Mutter Tata hat zudem schon große Anteile des Turbinenherstellers Bladon Jets gekauft, die auch in Zukunft für Jaguar die Turbinen liefern sollen. Jaguar plant demnach, baureihenübergreifend eine Hybridlösung mit Turbinen als Range-Extender zu entwickeln.

Kleinserie von 250 C-X75 geplant

In zwei Jahren schon will Jaguar den ersten serienmäßigen C-X75, der auf 250 Exemplare limitierten Kleinserie, ausliefern. Rund 50 Modelle davon sind ausschließlich für den Einsatz auf der Rennstrecke konzipiert - auch eine Cup-Serie ist geplant.

Fahrleistungen auf Supersport-Niveau

Laut Jaguar soll der unter 1.100 Kilogramm schwere C-X75 in unter drei Sekunden von Null auf 96 km/h (60 mph) sprinten. Tempo 160 soll schon nach weniger als sechs Sekunden anliegen. Damit wäre er noch ein ganzes Stück schneller als die Studie. Jaguar peilt für den C-X75 eine Endgeschwindigkeit von 200 Meilen pro Stunde an, also etwa 320 km/h. Satte 50 Kilometer soll der Jaguar C-X75 rein elektrisch zurücklegen können.

Unter 99 Gramm CO2 pro Kilometer

Neben der überragenden Performance, soll der Jaguar C-X75 auch in der Umweltbilanz Glanzlichter setzen. Jaguar verspricht CO2-Emissionen von unter 99 Gramm pro Kilometer. Vor allem die windschlüpfrige, sehr flache Karosserie und der konsequente Leichtbau helfen, den Energieverbrauch bei solchen Fahrleistungen niedrig zu halten.

Chassis komplett aus Kohlefaser

Beim Thema Leichtbau setzt Jaguar auf die Hilfe des traditionsreichen Formel-1-Rennstalls Williams F1. Williams steuert für das britische Prestigeprojekt sein Know-How bei der Verarbeitung von Kohlefaser-verstärkten Kunststoffen bei. Das Chassis wird komplett aus dem überaus leichten Faserverbundwerkstoff bestehen. 

Schon nach der Präsentation der Studie auf dem Auto Salon in Paris wedelten willige Käufer mit Eine-Million-Euro-Schecks. Ganz so falsch lagen sie damals tatsächlich nicht. Denn so viel High-Tech hat natürlich auch seinen Preis. Jaguar verlangt für den C-X75 exakt 700.000 britische Pfund - netto, versteht sich. Je nach Markt und Steuern kommt darauf noch einmal ein saftiger Aufschlag. Für Deutschland können sich also Kaufinteressenten schon einmal auf rund 940.000 Euro einstellen.

Das konnte die Studie Jaguar C-X75

Die Studie namens Jaguar C-X75 schöpft ihre Kraft wie die Serienversion aus einer Lithium-Ionen Batterie. Nur mit dem Strom aus der Konserve könnte der Wagen 100 Kilometer zurücklegen. Statt des hochaufgeladenen Vierzylinders, den die Serienversion als Range-Extender spendiert bekommt, werkeln in der Studie des Jaguar C-X75 zwei kleine Gasturbinen auf der Hutablage. Sie speisen bei maximal 80.000 Umdrehungen pro Minute genug Strom in die Batterien, um den Sportwagen 900 Kilometer weit zu bringen. 

Und diese 900 Kilometer bringt die Studie je nach Bleifuß des Fahrer alles andere als zurückhaltend hinter sich. Vier Elektromotoren leisten zusammen 580 kW, also knapp 790 PS. Dazu kommen 1.600 Nm Drehmoment. Mit so viel Kraft ausgestattet, beschleunigt die Studie des Jaguar C-X75 in 3,4 Sekunden auf Tempo 100. Für den Zwischenspurt von 80 auf 120 reichen laut Jaguar 2,3 Sekunden.

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