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Jaguar prüft neue Sicherheits-Technologien

Auto checkt Hirnströme des Fahrers

Jaguar Sicherheitstechnologien Foto: Jaguar

Das Jaguar Forschungsteam erprobt neue Techniken, die Unfälle reduzieren sollen. So soll die Messung der Hirnströme des Fahrers dabei helfen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche ja sogar Tagträumereien zu erkennen.

17.06.2015 Holger Wittich

Medizincheck per Sitz

Hirnströme werden bisher über ein Sensorband am Kopf erfasst, bei Autofahren denkbar ungeeignet. "Mind Sense" nennt Jaguar seine Technik, die über das Lenkrad die Hirnströme des Fahrers erfasst und über eine Software störende Informationen heraus filtert. Das menschliche Gehirn erzeugt vier oder mehr verschiedene Hirnströme auf verschiedenen Frequenzbändern. Je nach Dominanz der Hirnströme kann ein Computer abschätzen, ob der der Fahrer unaufmerksam ist - akustisch und optisch ließe er sich warnen. Derzeit wird das System an Probanten getestet.

Des Weiteren testet Jaguar die Überwachung der Fahrergesundheit. In einem Jaguar-XJ-Sitz wurde ein Sensor untergebracht, der die Herzfrequenz und die Atmung kontrolliert. Die Daten sollen in Zukunft bei autonomer Fahrt sicherstellen, dass der Fahrer aufmerksam ist und jederzeit die Kontrolle über das selbstständig fahrende Auto übernehmen kann. Außerdem kann aus den medizinischen Daten der Stresslevel des Fahrers abgeleitet werden. Ist der Stress zu hoch, der Fahrer zu angespannt, beeinflusst das System die Beleuchtung oder die Audio-Anlage.

Vorausschauendes Infotainmentsystem mit Haptik-Generator

Als weitere Innovation erforscht Jaguar derzeit die Technik für ein vorausschauendes Infotainment-System. Dies soll die Zeitspanne für den Blick auf den Monitor deutlich reduzieren und so das Unfallrisiko minimieren. Per Kamera werden die Hände des Fahrers überwacht, das System soll dabei die Bewegung der Hand analysieren und voraussagen, welche Aktion der Fahrer durchführen will. Dank Ultraschall wird ein Berührungsgefühl ausgelöst. Das Berühren des Bildschirms oder ein Knopfdruck sind dann nicht mehr erforderlich, gleichzeitig erfolgt trotzdem ein Druck-Feedback. In ersten Versuchen haben die Forscher die Zeit des abgewendeten Blicks deutlich reduziert.

Auch mit einem haptischen Gaspedal experimentiert Jaguar derzeit. Es soll über Vibration dem Fahrer ein Feedback geben, wenn er zum Beispiel das Geschwindigkeitslimit erreicht oder dem Vordermann zu nahe auffährt.

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