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Jahresrückblick 2009

Die Auto-Wirtschaftsthemen 2009

Abwrackprämie, Staatshilfen, Verschrottungsprämie Foto: dpa 24 Bilder

Was die zwölf Monate des Jahres 2009 gebracht haben? auto-motor-und-sport.de blickt zurück und nimmt sich noch einmal der Auto-Wirtschaftsthemen des abgelaufenen Jahres an. Die Schlagworte dabei lauten Opel, Umweltprämie und VW/Porsche.

26.12.2009 Ralph Alex

Sie werden in späteren Jahren mit Wehmut davon schwärmen, Deutschlands Autoverkäufer, und es wird dann so skurril klingen, wie es tatsächlich war: Die Umweltprämie, vom Volksmund in "Abwrackprämie" umgestempelt, sorgte dafür, dass Horden von Kaufinteressenten die Autohäuser stürmten.

Verkäufer schoben Sonderschichten am Wochenende, die Mechatroniker bereiteten die Neuwagen bis tief in die Nacht für die Kunden vor, es war wie ein Rausch. Weitere Geschichten zur Abwrackprämie werden jene, die dabei gewesen sind, noch lange erzählen: vom Computerchaos bei der Online-Reservierung; von den deutschen Premium-Herstellern, die kaum aus dem 1,5-Milliarden-Euro-Topf schöpfen durften, weil die 600.000 Antragsteller sich vor allem auf günstige Kleinwagen stürzten; und von Leuten, die sogar einen schönen, alten Mercedes zum Verschrotten brachten – obwohl er noch viel mehr als 2.500 Euro wert gewesen wäre.

Der Opel-Beinahe-Verkauf

Kaufen, verkaufen, Besitzerwechsel – darum drehten sich auch die übrigen Wirtschaftsthemen des Jahres 2009. Und das mit einer Vehemenz und Dramatik, die bühnenreif war. GM und Opel zum Beispiel: Lange Zeit hieß das Stück ja eher "GM ohne Opel", aber dann kam wieder alles anders als gedacht. GM, mal eben durch eine Blitz-Insolvenz scheinbar genesen, behält Opel. Zurück blieben eine düpierte Bundesregierung, die sich für einen Verkauf an Magna stark gemacht hatte, als vergrätzter Mitbieter der Fiat-Chef Sergio Marchionne, einige vor den Kopf gestoßene Magna-Manager und ein vom harten Kampf gegen GM gezeichneter Opel-Betriebsratsschef Klaus Franz, der seine Reaktion auf den GM-Gesinnungswandel so schilderte: "Ich war schockgefroren und habe mir erst mal eine Flasche Wein ins Hirn gehauen."

Porsche-Chef Wiedeking überreizt

Schläge gab’s auch zwischen VW und Porsche. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking verzockte sich bei der Übernahme von VW, verlor Job und Reputation. Porsche wird nun – also genau andersherum – zur zehnten Marke innerhalb des VW-Konzerns. Klar ist, dass der neue Porsche-Chef etwas von dem einbüßen wird, was er im Namen führt: Macht. Michael Macht musste nach Amtsantritt mit einem deftigen Minus bei den Absatzzahlen umgehen, ebenso wie seine Kollegen bei BMW und Mercedes, wo über Monate hinweg Zehntausende kurzarbeiteten. Nur Audi stellte sich in den Krisenzeiten immer ein bisschen besser als die anderen, feierte pompös seinen 100. Geburtstag.

Toyoda führt Toyota

Was sonst noch geschah? Toyota wird jetzt von Akio Toyoda, einem motorsportbegeisterten Enkel des Gründers, geführt. Die Scheichs aus Abu Dhabi stiegen als Großaktionär bei Daimler ein. Ach ja: Und Ex-Außenminister zieht es in die Wirtschaft. Joschka Fischer und Madeleine Albright beraten jetzt BMW. Guter Rat ist teuer, so viel steht fest.

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