Es gibt Fragen, die sich Autofahrer in der Entscheidungsphase für einen Neuwagen nur selten stellen - zum Beispiel jene, ob es auch ein guter Gebrauchter sein darf.
Das sollten sie künftig auf jeden Fall machen, denn es kann sich lohnen, wie unsere Untersuchung ergeben hat. Denn mit dem Geld für ein fabrikneues Auto kann man sich oft auch in eine höhere Fahrzeugklasse einkaufen.
Jahreswagen fast 40 Prozent unter Listenpreis
Jahreswagen - meist von Werksangehörigen - machen es möglich. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich bei diesen Autos um junge Gebrauchte. Sie sind in der Regel nicht älter als zwölf Monate, in einem guten Zustand ohne technische Mängel und haben nur wenige Kilometer auf dem Tacho.
Weitere positive Aspekte: Die Werksgarantie ist noch nicht abgelaufen, und der Wertverlust fällt je nach Modell hoch aus, wie die unsere Auswertung ebenfalls zeigt. Bereits nach einem Jahr können die Autos bis zu 40 Prozent unter Listenpreis liegen. Damit werden sie zu wahren Schnäppchen und rangieren preislich im Bereich von fabrikneuen, kleineren Fahrzeugen oder sind sogar viel günstiger.
BMW 5er zum Preis eines BMW 3erEin Opel Insignia zum Beispiel ist günstiger als ein neuer, in der Ausstattung vergleichbarer Astra. Ein VW Golf als Jahreswagen ist ebenfalls billiger als der Polo. Und auch im Premiumsegment gibt es Beispiele: Statt eines fabrikneuen BMW 3er kann man zum selben Preis einen rund zwölf Monate alten BMW 5er haben - die neue Modellreihe, versteht sich.
Mehr noch: Viele Hersteller lassen die Jahreswagen an ihren Gebrauchtwagenprogrammen teilnehmen. Das heißt: Es gibt Garantieverlängerungen und auch Kredite zu Sonderkonditionen sowie verschiedene Finanzierungsformen wie das Leasing oder die besonders im Privatkundenbereich beliebte Drei-Wege-Finanzierung. Also: Es muss nicht immer ein Neuwagen sein.





