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Jannarelly Design-1

Puristischer Retro-Roadster

Jannarelly Design-1 27 Bilder

Anthony Jannarelly hat seinen Traum-Roadster gebaut und nun erstmals offiziell präsentiert. Der Retrorenner ist in der ersten Launch-Edition mit V6-Motor ab 55.000 US-Dollar zu haben.

09.06.2016 Holger Wittich, Uli Baumann 3 Kommentare Powered by

Anthony Jannarelly kennen Sie nicht? Aber bestimmt einige seiner bisherigen Arbeiten. Der Franzose hat für W Motors den Supersportler Lykan Hypersport und den Fenyr Supersport gezeichnet und auch das Design des Wüstenrenners Zarooq Sand Racer stammt aus seiner Feder. Jetzt legt Jannarelly sein erstes eigenes Auto auf – den Roadster Design-1 – einen Leichtbau-Zweisitzer für die Rundstrecke, der einfach aufgebaut und kostengünstig zu betreiben sein soll.

Jannarelly Design-1 mit 300-PS-V6

Als Partner für die technische Entwicklung konnte Jannarelly Frederic Juillot gewinnen, der diesen Part auch schon beim Zarooq Sand Racer übernahm. Das technische Konzept des Design-1 ist simpel. Über einen stählernen Gitterrohrrahmen stülpt sich eine offene Karosserie aus Aluminium, GFK und Kohlefaserlaminat. Die Antriebspower liefert ein quer hinter den Passagieren eingebauter 3,5-Liter-V6-Saugmotor aus dem Nissan-Portfolio, der mit einem manuellen Sechsganggetriebe, einem Sperrdifferenzial und Hinterradantrieb verknüpft wird. Dieser Standardantrieb liefert 300 PS und 371 Nm Drehmoment und beschleunigt den 740 Kilogramm schweren Design-1 in knapp über 4 Sekunden von Null auf 100m km/h. Die Höchstgeschwindigkeit des offenen Zweisitzers soll bei knapp 220 km/h liegen. Auf Kundenwunsch können aber auch andere, leistungsstärkere Aggregate montiert werden. Den Fahrbahnkontakt halten 225/50er Reifen vorn und 245/45er Pneus an der Hinterachse jeweils auf 16-Zoll-Felgen. Beim Design des 3,86 Meter langen, 1,84 Meter breiten und 1,08 Meter hohen Design-1 greift Jannarelly klassische Roadster aus den 60er Jahren auf.

Gefertigt werden soll der Design-1 überwiegend in Handarbeit in Dubai, ein weltweiter Vertrieb ist geplant, aktuell gibt es in Europa ein Standort in Toulouse. Die ersten Auslieferungen soll im Sommer 2016 erfolgen. Zum Auftakt ist eine Sonderedition von 30 Exemplaren geplant, 20 verbindliche Bestellungen sollen bereits vorliegen. Jährlich könnten bis zu 200 Fahrzeuge gefertigt werden. Die Preise für die Launch-Edition starten bei rund 55.000 Dollar plus Steuern. Für den Straßeneinsatz ist ein zusätzliches Lichtpaket im Angebot.

Neuester Kommentar

Ich habe mir den Wagen nochmals näher angesehen, ob es wirklich (wie von mir vermutet) einen Frontmotor haben wird. Denn auf einem Bild sieht man die sehr schmale Mittelkonsole, zu schmal, um dort das Getriebe unterzubringen. Außerdem gibt es die großen Luftöffnungen auf den hinteren Kotflügeln und die Schlitze in der hinteren Haube. Merkwürdig!
Also etwas gegooglet, und siehe da - es ist wirklich ein Mittelmotorwagen!
Damit allerdings ist er - freundlich gesagt - eine schräge Kontruktion:
Eine leichte Stahlrahmenkonstruktion wie ein Caterham, er soll angeblich nur 710 kg wiegen. Ein sehr weit hinten sitzender Fahrer, dazu ein fetter V6 auf der Hinterachse. Das Ding wird wohl ziemlich hecklastig.
Was also sitzt vorne zum Gewichtsausgleich? Vielleicht der Tank? Also nachgeschaut: Immerhin fette 70 Liter Tankvolumen! Doch halt, auch der Tank sitzt hinten! Was also ist vorne? Sicher, der Wasserkühler. Dazu die Pedalerie, die aber bei dem geringen Gewicht kaum eine Servounterstützung haben dürfte (genau wie mein Caterham oder eine Elise). Vielleicht ist noch die Batterie vorne? Nur wiegt selbst ein herkömmliche Bleibatterie bei einem Caterham nur mickrige 8 kg. Zu wenig für einen Gewichtstransfer auf die Vorderachse!
Nun gut, es gibt ja einige sehr hecklastige Wagen, z.B. der Heckmotor-911. Nur haben die dann zur Kompensation der Hecklastigkeit eine extreme Mischbereifung. Also auch hier nachgeschaut: 225/50R16 vorne,
245/45R16 hinten. Da fährt manch leicht kopflastiger Wagen mit Standarantrieb schon eine extremere Mischbereifung.
Was bleibt sind so einige Fragezeichen, wie dieses Auto wohl seine Hecklastigkeit kompensieren wird.

ChrisH 11. Juni 2016, 21:48 Uhr
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