Jeep Concept Cars für Moab Easter Safari

Sechs wilde Konzepte für die Wildnis

Jeep Moab Easter Safari Concept 2012 Mighty Apache Wrangler J-12 Trailhawk

Moab Easter Jeep Safari? Sagt Ihnen nicht? Dabei ist Moab das Mekka für alle Offroad-Enthusiasten und Jeep stellt wie jedes Jahr eine Reihe von abgefahrenen Konzeptautos vor.

Nicht nur für Jeep-Fahrer und nicht nur an Ostern liegt der Himmel für Offroad-Fahrer in einem kleinen Nest im Mormonen-Staat Utah. In Moab trifft der Colorado River auf urzeitliche Sandstein-Formationen, die es so nirgends sonst auf der Welt gibt. Der Clou dabei: man darf dort fahren. Bis zu 1.000 Meter fallen die Felskanten senkrecht ins Tal, legendäre "Angst-essen-Seele-auf"-Strecken wie der Lions Back oder der White Knuckle Hill sind unter hartgesottenen Offroadern längst Legende und für Geländewagen-Fans aus dem fernen Übersee Inhalt feuchter Träume.

Moab Easter Jeep Safari mit sechs wilden Concepten

An Ostern findet dort traditionell die Moab Easter Jeep Safari statt. Hunderte Jeep-Fahrer treffen sich in dem Wüsten-Nest, um (diesmal vom 31. März bis 8. April) richtig die Kuh fliegen zu lassen. Am Start sind in erster Linie abenteuerlich modifizierte Autos, um die diversen Trails vor der allabendlichen Megaparty unter die Räder zu nehmen.

Chrysler hat schon lange entdeckt, welche Marketing-Goldgrube hier wartet und stellt deshalb seit Jahren wirklich wilde Konzeptautos zu diesem Event vor. Die Jeep-Entwickler dürfen sich zu diesem Anlass so richtig austoben und Autos bauen, die zwar so nie in Serie gehen werden, aber für einen gewaltigen Auftritt sorgen. Sechs Stück sind es in diesem Jahr, der mit Abstand schärfste ist der Jeep Mighty FC, eine Hommage an den ehrwürdigen Forwar-Control-Jeep aus den 1950er Jahren.

Der Gag dabei ist allerdings ein anderer: die Chrysler-eigene Motorsport-Abteilung Mopar, vergleichbar vielleicht mit AMG bei Mercedes, bietet Teile und Umrüst-Kits der gezeigten Konzeptautos später tatsächlich an und ermöglicht dem Jeep-Fahrer, zumindest einige der radikalen Konzepte auch selbst auf seinem eigenen Jeep zu verwirklichen.

Jeep Mighty FC Concept

Nein, liebe Landy-Fahrer, er wurde nicht in Sollihull erfunden: Forward Control - sprich, der Fahrer lenkt und sitzt vor beziehungsweise auf der Vorderachse - gab es bei Jeep bereits vor dem Land Rover FWC von 1962. Der Jeep FC ging bei Willys 1956 in Serie. Allerdings, zugegebenermaßen, ein nicht wirklich ansehnliches Stück automobiler Pioniergeschichte, man muss die krude Optik des Jeep FC wirklich mögen. Ganz im Gegensatz zum jetzigen Mighty FC Concept - der sieht einfach scharf aus.

Als Basis dient ein Jeep Wrangler Rubicon, dessen Radstand verlängert wurde und die nach vorne versetzte Kabine darauf montiert bekam. Und jede Menge Zubehör aus dem Mopar-Regal wurde verbaut, allen voran die neuen, über Mopar vertriebenen Portalachsen. Die haben, bevor jemand ins Träumen kommt, alles andere als Taschengeld-Format: Vorderachse 12.500 Dollar, Hinterachse 11.000 Dollar. Aufgehängt sind die neuen Portalachsen an Teraflex-Armen und -Track-Bars, die Federung übernehmen King-Federbeine. Und weil Portalachsen so schön hoch sind, war Platz für 40-Zoll-MT-Reifen auf 17-Zoll-Felgen.

Jeep J-12 Concept eine Weiterentwicklung des JK-8-Pickup-Kits

Auch aus der Abteilung Klassiker, neu aufgemischt: der Jeep J-12 Concept. Er ist eine Weiterentwicklung des JK-8-Pickup-Kits, das man bei Mopar kaufen kann. Es rüstet einen handelsüblichen Wrangler Unlimited mit neuen Karosserieteilen zum Pickup um. Der hintere Teil des Rahmens wurde um 46 Zentimeter verlängert und eine Karosserie in Form des legendären Jeep Gladiator aus 1965 darauf angepasst. Drei-Zoll-Lift-Kit, vorne Dana-44, hinten Dana-60, beide mit ARB-Airlocker-Sperren, das ganze bereift mit 36er Gummis auf 16-Zoll-Stahlfelgen. Motto: es geht voran, garantiert. Dieses und die weiteren Konzepte für die diesjährige Moab Easter Jeep Safari zeigen wir Ihnen in unserer Bildergalerie.

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Torsten  Seibt

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