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Jeep Renegade Trailhawk und Latitude

Jeeps neues Mini-SUV

Jeep Renegade, Genfer Autosalon, Messe, 2014 Foto: Stefan Baldauf / Robert Kah 35 Bilder

Jeeps neues Kompakt-SUV heißt Renegade und verspricht die klassenbeste Offroad-Performance. Wir haben alle Details zum kleinen, günstigen und sparsamen Jeep-SUV.

06.03.2014 Torsten Seibt Powered by

Renegade, zu deutsch „Abtrünniger“ – in der Jeep-Historie ist dieser Name nicht unbekannt. Einst bezeichnete er eine beinahe schon legendäre Modellausstattung des Jeep CJ, die mit starkem V8-Motor und Sperrdifferential an der Hinterachse besonders für den Geländebetrieb optimiert war. Statt dem lange Zeit favorisierten „Jeepster“ bringt die Bezeichnung Renegade also ein durchaus bedeutendes Erbe für den kleinsten aller Jeeps mit sich.

Renegade statt Jeepster

Der neue Jeep Renegade baut auf der konzernweiten „Small-Wide 4x4“-Plattform auf, die er sich unter anderem mit dem künftigen Fiat 500-SUV teilt. Doch das Design des neuen Jeep Renegade macht deutlich, dass hier ein völlig eigenständiges Modell auf die Räder gestellt wurde. Die klassischen Jeep-Designmerkmale wie der Seven-Slot-Kühlergrill, der von Rundscheinwerfern flankiert wird, bringen Marken-Identität. Bei der sehr aufrechten, fast kastigen Form bezieht sich der neue Jeep Renegade so konsequent wie kein anderes Kompakt-SUV auf das Thema Geländewagen.  Verhältnismäßig lange Motorhaube, der Fahrer sitzt praktisch in der Wagenmitte, gerades Dach mit Reling, ein steil abfallendes Heck. Ergänzt wird die Form von sehr kurzen Überhängen, robusten Radhausverkleidungen und weit nach oben gezogenen Schwellerschutz-Verkleidungen.

Jeep Renegade Trailhawk und Latitude

Wie ernst es Jeep mit dem Thema Gelände meint, macht die Verfügbarkeit einer Offroad-Variante des neuen Jeep Renegade deutlich. Wie schon bei anderen SUV eingeführt, kann sich der Kunde zwischen einem straßenorientierten und einem für den Geländeeinsatz optimierten Modell des Jeep Renegade entscheiden. Allerdings mit deutlicheren Unterschieden als bei den Wettbewerbern, wo lediglich andere Frontschürzen und etwas Schminke den Charakter ändern sollen. Der Jeep Renegade Trailhawk als kernige Version unterscheidet sich sehr viel deutlicher vom softeren Jeep Renegade Latitude als beispielsweise der im selben Segment beheimatete Skoda Yeti, wo die Unterschiede zwischen Outdoor- und City-Variante nur aus ein paar Plastikteilen bestehen.

Beim Jeep Renegade ist der Unterschied umfangreicher. Auch bei ihm gibt es eine geänderte Schürze für den Trailhawk, um den vorderen Böschungswinkel zu optimieren. Dazu wird aber außerdem das Fahrwerk des Jeep Renegade Trailhawk im Vergleich zum Latitude um 20 Millimeter höher ausfallen. Das von Jeep „Active Drive Low“ getaufte Allradsystem im Jeep Renegade Trailhawk bietet zwar keine echte zuschaltbare Untersetzung, jedoch kürzer übersetzte Achsen und eine spezielle, für schweres Gelände abgestimmte Steuerung von Getriebe und Traktions-Elektronik. Damit dürfte der neue kleine Jeep der Konkurrenz im Gelände auf und davon fahren. Dass die roten Abschlepphaken des Jeep Renegade Trailhawk-Fotomodells auch nach Deutschland kommen, ist allerdings eher unwahrscheinlich.

Bei den Abmessungen entspricht der neue Jeep Renegade fast auf den Zentimeter dem aktuellen Skoda Yeti: 4,23 Meter lang, 1,8 Meter breit und 1,69 Meter hoch positioniert er sich im Bereich der jungen Wilden außer dem Yeti auch neben den zuletzt extrem erfolgreichen Opel Mokka. In diesem Segment hatte Jeep bislang nichts zu bieten, obwohl es das mit Abstand am stärksten wachsende auf dem europäischen Automarkt ist. Europäisch statt klassisch Ami ist logischerweise auch die Antriebs-Seite aufgestellt. Je nach Markt – der Jeep Renegade wird weltweit verkauft – gibt es insgesamt 16 verschiedene Motor-/Getriebe-Kombinationen, eine für die Marke bislang nicht dagewesene Vielfalt.

Nach Europa und damit auch nach Deutschland kommt der Jeep Renegade mit folgenden Motorisierungen:
 

  • 1,4-Liter Benziner Multiair, 140 PS
  • 1,4 Liter Benziner Multiair, 170 PS
  • 1,6 Liter Benziner E.Torq, 110 PS
  • 1,6 Liter Turbodiesel, 120 PS
  • 2,0 Liter Turbodiesel, wahlweise 140 und 170 PS

Die Motoren stammen alle von Fiat, außerhalb Europas wird es außerdem noch den 2,4-Liter Tigershark-Benziner von Chrysler geben, der 184 PS leistet. Bis auf den 1,6-Liter-Benziner, der die preisgünstigste Basis-Motorisierung darstellt und nur mit Frontantrieb erhältlich ist, sind alle anderen Maschinen für den europäischen Markt mit Start/Stopp-Technologie ausgestattet.

Getriebeseitig gibt es ebenfalls einige Auswahlmöglichkeiten. Die Zweiliter-Diesel und der Turbo-Benziner können in den Allrad-Versionen mit einer neunstufigen Automatik bestückt werden, ein Novum in diesem Segment. Standard-Getriebe ist eine manuelle Sechsgang-Schaltung, der 1,6-Liter Basis-Benziner bekommt ein Fünfgang-Schaltgetriebe.

Jeep Renegade Sitzprobe

Im Rahmen einer Vorab-Präsentation konnten wir bereits vor dem Verkaufsstart exklusiv im neuen Jeep Renegade Platz nehmen. Bereits in den damaligen Vorserienmodellen fiel auf, dass die Entwickler das Thema Innenraum mit großem Engagement angegangen sind. Für ein Kompakt-SUV sind die Platzverhältnisse im Jeep Renegade ausgesprochen luftig, was auch der auffälligen Kastenform zu verdanken ist, die sowohl im Schulterbereich als auch bei der Kopffreiheit mehr Freiraum bringt als bei „sportlicher“ gezeichneten Konkurrenten. Die Rücksitzbank ist in zwei Versionen mit einer Teilung 60:40 oder 40:20:40 umklappbar. Das Gepäckraumvolumen liegt nach amerikanischer SAE-Messnorm bei 350 Liter, wenn alle Sitze in Betrieb sind. Für lange Ladung kann die Beifahrer-Sitzlehne flach nach vorne umgeklappt werden.

Vier Innenraum-Designs stehen zur Auswahl: einfarbig schwarz, schwarz/sandfarben, scharz/rot und braun/grau mit entsprechend angepassten Details etwa für Ziernähte, Dekorleisten und Bedienelemente. Viel Komfort lässt sich ebenfalls für den neuen Jeep Renegade ordern: so gibt es optional unter anderem ein beheiztes Lenkrad, ein Multimedia-System mit sehr großem Farbbildschirm und Internet-Anbindung sowie ein über nahezu die gesamte Dachfläche reichendes Panorama-Dach. Zusätzlich gibt es optional die heute übliche Bandbreite an Sicherheits-Assistenten etwa zur Spurwarnung, Kollisionsvermeidung oder den Totwinkel-Assistenten.

Als erstes Jeep-Modell überhaupt wird der neue Jeep Renegade ausschließlich außerhalb Nordamerikas produziert. Er läuft im süditalienischen Fiat-Werk in Melfi vom Band, wo bisher unter anderem der Grande Punto gebaut wird. Von hier aus soll der neue Jeep Renegade einen Siegeszug um die Welt antreten – er wird in insgesamt 100 Ländern angeboten. Nach Deutschland kommt der neue Jeep Renegade in der zweiten Jahreshälfte 2014. Zu den Preisen gibt es noch kein Statement seitens des Herstellers.

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