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Jeep Trailhawk

Tier gewinnt

Foto: Thomas Starck 11 Bilder

Er schaut wie ein Falke, hat bärige Schultern und zieht wie ein Ochse – die Trailhawk-Studie gibt einen Vorgeschmack darauf, wie sich Jeep das Design des nächsten Grand Cherokee vorstellt.

01.10.2007 Alexander Bloch

Das Trailhawk-Concept-Car rollt mit seinen 22-Zoll-Rädern über Alles einfach hinweg. Mächtig, männlich und martialisch steht er da, mit zum Bersten gespannten Radhäusern, die Blechlider skeptisch über die Frontscheinwerfer gezogen und die verchromten Frontgrillstreben gefletscht wie eh und je.

Machen wir es kurz und nur ein wenig schmerzvoll: So in Serie gehen wird er nicht. Der Trailhawk gibt jedoch einen konkreten Ausblick darauf, was in Zukunft vom Jeep-Design und speziell vom nächsten Grand Cherokee zu erwarten ist. Auf die Lampen-Kreationen und die markanten Formen dürfen sich Jeep-Fans also freuen, nicht aber auf das abnehmbare Dach.

Unter dem Blech des Trailhawk steckt ein neuer Wrangler – auf fast drei Meter Radstand gestreckt. Im komplett am Computer und ohne traditionelle Zeichnungen oder 3D-Modelle erstellten Innenraum wartet ein eigentümlicher Mix aus Luxus und Robustheit. Karamellfarbenes Leder kontrastiert mit schwarzen Seitenwangen und kleidet vier Einzelsitze stylish ein. Die hinteren Sessel lassen sich bei großem Stauraum-Bedarf plan im Boden versenken. Unter einer Klappe der verschiebbaren Mittelkonsole wartet sogar ein kleines Touchpad auf gefühlvolle Eingaben für das völlig neu gestaltete Infotainmentsystem mit detailgetreuer 3D-Kartenansicht und aus dem Armaturenbrett elektrisch ausfahrendem Bildschirm.

Ansonsten geht es ganz schön rund im Trailhawk: Ob Instrumente, Lüftungsöffnungen oder das neue Duo aus Geländeanzeige und -programmwahlschalter, alles steht im Design-Zeichen des Kreises.

Automatische Offroad-Betriebswahl

Mit dem Wählschalter für computerberechnete Geländeprogramme wird Jeep in Zukunft auf das clevere Terrain-Response-System von Land Rover reagieren. Der nächste Grand Cherokee wird sich wahrscheinlich ebenfalls automatisch auf die richtige Offroad-Betriebsart konditionieren. Das heißt: Allzeit richtige Gangwahl, passende Differenzialeinstellung und dosierte Gasannahme erleichtern es auch ungeübten Fahrern, auf schwierigen Strecken durchzukommen.

Es steckt also echte Innovation in der typischen Konzeptauto-Show. Nur der Motor kauert unauffällig unter einer ausladenden, ziemlich banal und lieblos wirkenden Plastikabdeckung. Ein leises Standgas-Nageln verrät aber sofort ein vertrautes Herz: Auch nach der Trennung von Daimler setzt Jeep auf die V6-Diesel von Mercedes. Und in Stuttgart freut man sich, dass die Produktionslinien durch die Jeep-Bestellungen zusätzlich Arbeit bekommen.

Vierteilmeile in 15,7 Sekunden

Besonders, wenn er von so exquisiter Qualität ist wie der Dreiliter-Common-Rail-Turbodiesel mit 218 PS. Von üppiger Dämmung und bis zu fünffacher Piezo-Einzeleinspritzung auf hohe Laufruhe getrimmt, wird er Geländefreaks aber vor allem mit seinem schon ab 1.600/min anliegenden Drehmoment von 510 Newtonmetern begeistern. Da dürfen auch schwere Anhänger an den Haken. Jeep hat für den Trailhawk sogar ein paar Fahrleistungen interpoliert: Strich 200 km/h soll der 1,8-Tonner rennen und die für Amerikaner so wichtige Viertelmeile in 15,7 Sekunden abfertigen.

Alles reine Hypothese bislang. Viel wichtiger ist, dass der nächste Grand Cherokee mindestens genauso scharf aussieht wie der Trailhawk.

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