Alles über Jeep Wrangler
Jeep Wrangler Unlimited Sahara 2011 27 Bilder Zoom

Jeep Wrangler 2011: Hier kommt der neue Klassiker

Zum 70. Geburtstag der Marke hat Jeep die Marken-Ikone Wrangler gründlich überarbeitet. Wir stellen den Urvater aller Geländewagen im Detail vor und zeigen, was am Wrangler alles neu ist.

2011 ist für Jeep ein Grund zum feiern. 1941 erblickte der Willys MB das Licht der Welt, und der spartanische Militär-Jeep gilt als Urahn des heutigen Jeep Wrangler. Dieser wurde zum 70. Geburtstag der Marke frisch gemacht, mit neuem Motor, neuem Getriebe, besserer Ausstattung und mehr Komfort versorgt.

Als der Wrangler 1987 antrat, um das Erbe des legendären CJ zu übernehmen, war die Marke in ähnlich unruhigem Fahrwasser wie heute. Gerade erst hatte Chrysler den Hersteller AMC-Jeep von Renault übernommen, wo der Wrangler YJ zur Serienreife entwickelt worden war. Der urwüchsige Wrangler war von Beginn an ein Verkaufserfolg. In den USA konnte er durch seinen dort günstigen Preis zum Liebling junger Fahrer avancieren, in Europa war er vom Start wegein im Kult-Faktor dem Land Rover Defender vergleichbares Mobil für Enthusiasten.

Der neue Jeep Wrangler 2011

Vom ersten Wrangler trennen das aktuelle Modell jedoch echte Welten. Nicht nur die Abkehr von den Blattfedern hin zu einem alltagstauglichen, sicheren und im Gelände überlegenen Schraubenfeder-Fahrwerk – das erledigte bereits der Vorgänger Wrangler TJ. Vor allem die beim aktuellen Jeep Wrangler JK eingeführte Fünfttürer-Version namens Unlimited brachte richtig Schwung in die Bude. Denn der war der erste Wrangler mit echter Familien- und Fernreisetauglichkeit, erstmals in Sachen Nutzwert auf Augenhöhe mit dem ewigen Rivalen Defender.

Herausragendes Gerät der Baureihe ist aber zweifellos der Jeep Wrangler Rubicon: Er steht wie seine braveren Brüder auf 17-Zoll-Rädern mit Reifen im Format 245/75. Nicht weltberühmt für echten Hardcore-Einsatz, aber der Zubehörmarkt hat längst größere und gröbere Alternativen parat, um den Wrangler auf standesgemäße Füße zu stellen. Geblieben sind die mit einem einzigen Knopf zuschaltbaren beiden Achssperren und das aufwändige Stellelement an der Vorderachse, das auf Wunsch den vorderen Stabilisator trennt, um die Verschränkung nochmals zu verbessern.

Der Motor wurde gründlich überarbeitet

Die gesamte Baureihe, nicht nur der Rubicon, kommen in den Genuss des umfangreichen Facelift zum Modelljahr 2011. Wichtigstes Detail dabei ist die Renovierung des Antriebsstrangs. Der bekannte 2,8-Liter-Motor des italienischen Zulieferers VM-Motori (an dem der Jeep-Mutterkonzern Fiat seit kurzem 50% Anteil hält), wurde generalüberholt. Bei der Umstellung auf die Euro-5-Abgasnorm entdeckten die Techniker noch reichlich Leistungsreserven in dem bewährten Vierzylinder. So steigt die Kraftausbeute jetzt von 177 auf exakt 200 PS. Das beschert dem neuen Jahrgang spürbar fröhlichere Werte bei der Beschleunigung, auch wenn das verfügbare Drehoment elektronisch geregelt auf das Niveau des bisherigen Motors eingepegelt bleibt.

Jeep Wrangler 2011 mit neuem Automatik-Getriebe

Insbesondere beim Rubicon ist das nicht ganz verständlich, denn er besitzt mit den DANA-44-Achsen ein kräftigeres Geläuf als die Serien-Wrangler. Außerdem haben alle Automatik-Diesel ab sofort ein neues Getriebe. Dass die Fünfgang-Box in allen Gängen kürzer übersetzt ist als das Vorgänger-Getriebe, freut Geländefahrer nur beim ersten Blick auf die Daten. Denn mit der ultralangen Achsübersetzung (3,2:1) kommt selbst der Rubicon mit dem kurzen Rocktrac-Verteilergetriebe auf eine nur mittelmäßige Gesamt-übersetzung von 46,2:1. Die W5A580 getaufte Automatik ist ein guter alter Bekannter aus dem Grand Cherokee WK undV12-Mercedes-Modellen, wo sie auf den Namen 5G-Tronic hört. Die Schaltbox ist auf über 1.000 Newtonmeter Drehmoment ausgelegt und daher mit dem Wrangler-Diesel alles andere als am Limit – da hätte ein bisschen mehr Drehoment für den VM-Diesel sicher nicht geschadet.

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Sehr dürftige Anhängelast

Doch das ist nicht die einzige Tiefstapelei. Unverständlich ist die freigegebene Anhängelast für die neuen Diesel-Modelle des Jeep Wrangler: ob kurz oder lang, Schalter oder Automatik, mit dem 2,8-Liter-CRD ist der Wrangler mit einer freigegebenen Anhängelast von 450 kg ungebremst und 1.000 Kilo gebremst gepeinigt. Ein VW Polo darf, zum Vergleich, bis zu 1.200 Kilo an den Haken nehmen. Hier ist nur zu vermuten, dass bei der Homologation schlicht geschlafen wurde. Über nachträgliche Einzelabnahmen beim Händler kann dem Problem begegnet werden, es ist außerdem zu erwarten, dass auch Jeep Deutschland hinsichtlich der Freigabe nachbessern wird.

Der neue Jeep Wrangler ist sparsamer

In Sachen Verbrauch hat der Wrangler dagegen gewonnen. Der neue Diesel arbeitet sparsamer, beim Automatik-Diesel wurde der Verbrauch um 0,7 Liter gesenkt. Noch genügsamer ist das handgeschaltete Dieselmodell, in dem erstmals eine Start/Stopp-Automatik zum Einsatz kommt – mit einem Normverbrauch von 7,1 Liter der sparsamste Wrangler aller Zeiten. Die Benzin-Modelle dagegen gingen beim Technik-Update leer aus. Weder der neue, aus dem 2011er Grand Cherokee bekannte Sechszylinder noch eine zeitgemäße Automatik sind verfügbar, es bleibt beim betagten 3,7-Liter-V6 mit Vierstufenbox und strammem Durst – 11,9 Liter im Mix.

Mehr Komfort-Optionen im neuen Jahrgang

Wohnlicher ist der Wrangler ebenfalls geworden. Das neue „Markenlenkrad“, installiert vom kleinen Compass bis zum Grand Cherokee, lenkt nun auch den Urvater. Dazu gibt es ein komplett neu gestaltetes Armaturenbord mit geänderten Instrumenten und zusätzlichen Ablagen. In Sachen Komfort wurde gleichfalls nachgerüstet. Auf der Optionsliste stehen nun Klima-Automatik, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Sitzheizung und das uconnect-Navigationssystem. Serienmäßig an Bord ist eine Berganfahrhilfe, die Automatikversionen bekommen auch eine Bergabfahrhilfe. Mit zusätzlicher Geräuschdämmung ist der Wrangler künftig auf Langstrecken nicht mehr gar so anstrengend, mit den größeren Seitenfenstern des Hardtops hat außerdem die Rundumsicht gewonnen. Der dreigeteilte feste Deckel (die vorderen Dachhälften können einzeln entfernt werden) kostet weiterhin ebenso wie Ganzstahltüren Aufpreis, serienmäßig kommt der Wrangler überaus urwüchsig mit Stoff-Kapuze sowie Halbtüren mit Steckfenstern zum Kunden.

Der Jeep Wrangler ist teurer geworden

Preislich bleibt Jeep (zumindest beim Wrangler) selbstbewusst, die Hoffnung auf reduzierte Tarife war verfrüht. Insgesamt sind die Basispreise für die einzelnen Varianten um einige hundert Euro gestiegen, die neue Option des in Wagenfarbe lackierten Hardtops kostet 500 Euro extra. Günstigstes Modell ist der kurze Benziner für 28.800 Euro.

Foto

Thomas Starck

Datum

16. März 2011
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