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Jens Katemann zum BMW-Chefwechsel

VW nutzt Umbau im BMW-Vorstand clever aus

Jens Katemann Foto: ams

BMW bekommt mit Harald Krüger einen neuen Chef und BMW-Chefentwickler Herbert Diess wechselt zu Konkurrent VW nach Wolfsburg. Dazu ein Zwischenruf des auto motor und sport-Chefredakteurs Jens Katemann.

09.12.2014 Jens Katemann

Besser hätten VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und Konzernchef Martin Winterkorn die Lage bei BMW nicht ausnutzen können. Nachdem klar war, dass Harald Krüger das Steuer von BMW-Chef Norbert Reithofer übernehmen würde, war sein schärfster interner Konkurrent offen für neue Herausforderungen. Und erneut schlug das ausgekochte Führungsduo eiskalt zu und sicherte sich nach Ex-Daimler-Manager Andreas Renschler mit Herbert Diess ein weiteres Schwergewicht von einem der wichtigsten Gegner.

VW verschafft sich tiefe Einblicke

Besonders pikant: BMW wurde eiskalt erwischt. Nach Informationen von auto motor und sport unterrichtete der bisherige Chefentwickler Diess die Führung des Konzerns erst am vergangenen Freitagnachmittag (5.12.2014) über seine Entscheidung, das Unternehmen in Richtung Wolfsburg zu verlassen. Aufgrund der vergleichsweise kurzen Kündigungsfristen bei BMW soll Diess dem VW-Konzern schon ab Oktober zur Verfügung stehen, heißt es aus BMW-Kreisen. Mit Diess und Renschler dürften Piëch und Winterkorn nun einen sehr guten Einblick in die Pläne der süddeutschen Konkurrenten haben. Beide Manager hatten in ihren jeweiligen Positionen vollen Zugang zu allen Informationen.

Dennoch nötigt die frühe Weichenstellung für die Reithofer-Nachfolge Außenstehenden großen Respekt ab, denn anders als im VW-Konzern wurde damit die Nachfolge-Diskussion frühzeitig im Keim erstickt. Dagegen dürfte nun noch intensiver gerangelt und spekuliert werden, wer einst VW-Konzernchef Martin Winterkorn beerbt. Mit Diess steht schließlich ein weiterer Manager auf der Gehaltsliste, der das Format für eine solche Aufgabe hat. Anders betrachtet: Piëch und Winterkorn können bis 2016 gleich mehrere Kandidaten intern auf ihre Tauglichkeit hin überprüfen. Dass der nächste Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG ein Externer wird, scheint spätestens seit heute ausgeschlossen.

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