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Jensen GT auf dem Autosalon Genf

Auferstehung eines britischen Klassikers

Jensen GT Clay Model Holzmodell Foto: Jensen International Automotive 4 Bilder

Ein längst ausgestorbener großer britischer GT-Klassiker bekommt einen modernen Nachfolger: Der neue Jensen GT wird den Interceptor beerben. In Genf wird er als Design-Studie aus Tonerde präsentiert. Das fahrtüchtige Auto soll mehr Power haben als ein Mercedes-AMG SLS Black Series, aber auch deutlich mehr kosten.

26.02.2015 Roman Domes Powered by

Freunde von klassischen britischen Sportwagen aufgepasst: Jensen kommt wieder zurück! Für die jüngere Generation wird dieser Name in der Welt von Ferrari, McLaren und Porsche kaum ein Begriff sein. Wir helfen kurz nach: Jensen war einer von unzähligen Autoherstellern in Großbritannien, wurde 1934 gegründet und hatte – wie alle "Manufacturer“ - seine besten Jahre nach dem zweiten Weltkrieg; in jener Zeit, in der das "Classic British Sportscar“ zu Weltruhm gelangte. Zwischen 1966 und 1976 produzierten die Engländer, die in der Nähe von Birmingham ansässig waren, einen berühmten Grand Tourer namens "Interceptor“. Dieses Coupé bekommt jetzt einen Nachfolger: den Jensen GT.

Jensen GT als Interceptor-Nachfolger geplant

"Wir wollen mit dem GT ein neues Kapitel der Marke Jensen aufgeschlagen“, sagt der Chef der Jenson Group, Tim Hearley im Gespräch mit der englischen Zeitschrift "EVO". Dafür setzen die Designer beim GT auf klassisch-sportliche Formen und gestreckte Linien, die sie jedoch nicht ins Blech pressten und zeichneten, sondern zunächst aus Tonerde eine Jensen-Skulptur formten. Dieses Kunstwerk steht auf dem Genfer Autosalon. Das fertige Serienmodell, das 2016 in streng limitierter Stückzahl auf den Markt kommen soll, wird dem Konzept vermutlich sehr ähnlich sehen.

Markant sticht beim Ton-Modell des Jensen GT die lange Schnauze ins Auge, die in ihrer Form etwas an den BMW 635 CSI erinnert. In den vorderen Kotflügeln sind Entlüftungselemente ("Kiemen") montiert, wie sie auch der Interceptor bereits trug. Auf dessen Panorama-Heckscheibe muss der Jensen GT verzichten. Die Designer möchten keine Kopie erschaffen, sondern die besten Gimmicks aus der Vergangenheit mit modernen Elementen kreuzen. Eine ausladende Heckpartie mit schmalen, gezogenen Rückleuchten wie beim Jaguar F-Type rundet das Coupé mit leicht fallender Linie ab.

Amerikanische V8-Power im neuen GT

Beim Antriebsstrang bedienen sich die Engländer – wie schon beim Interceptor – auf dem amerikanischen Markt. Doch während der alte Interceptor von einem Chrysler-Triebwerk und 325 PS angetrieben wurde, kooperiert Jensen beim GT mit General Motors. Der Kompressor-V8, der im neuen Coupé zu Werke geht, soll gut doppelt so viel Leistung haben wie das alte Chrysler-Aggregat.

6,4 Liter Hubraum, Trockensumpf-Schmierung und Kompressor-Aufladung sorgen letztlich für 674 PS bei einem angepeilten Leergewicht von 1.530 Kilo. Der Jensen GT wird entweder mit Sechsgang-Handschaltung oder –Semiautomatik angeboten. Die Kraft geht ausschließlich an die Hinterräder, Allradantrieb wird aller Voraussicht nicht angeboten. Dabei war Jensen einer der ersten Hersteller von Straßenfahrzeugen mit serienmäßigem Vierrad-Antrieb; schon lange bevor Audi mit dem Quattro um die Ecke kam. Der Jensen FF debütierte 1966, und hatte außerdem ein Anti-Blockiersystem an Bord. Das wird der Jensen GT in moderner Form auch haben – genau wie eine anpassbare Traktionskontrolle.

Teurer als ein Lamborghini Aventador

Noch äußert sich Jensen nicht offziell zum Preis des GT. Mehrere Quellen schätzen den Preis aber auf etwa 350.000 Britische Pfund Sterling, umgerechnet rund 478.000 Euro. Der Jensen GT wäre 150.000 Euro teurer als ein Lamborghini Aventador. Für Fans dürfte das kein Grund sein, auf den starken Briten zu verzichten, denn zusammen mit der limitierten Auflage dürfte das eine hohe Exklusivität garantieren.

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