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Jerez

Berger sucht neuen Vettel

Foto: Red Bull 56 Bilder

Drei Tage nach dem Sieg von Monza hatten die Toro Rosso-Chefs Gerhard Berger und Franz Tost schon wieder einen Termin an der Rennstrecke. Beide waren nach Jerez geflogen, um mögliche Fahrer für 2009 zu sondieren.

17.09.2008 Michael Schmidt Powered by

Oldie Takuma Sato und Red Bull-Junior Sebastien Buemi bekommen je einen Testtag, und am Ende werden ihre Aussagen und Daten mit denen von Monza-Sieger Sebastian Vettel verglichen, der ebenfalls einen Tag im Toro Rosso sitzt. Berger weiß, dass er dabei den neuen Vettel nicht finden wird. "Den gibt es zur Zeit nicht."

Toro Rosso will seine Fahrerwahl erst im November und Dezember treffen. "Die Fahrer, die ich heute kriegen kann, sind auch im November noch da", sagt Berger etwas desillusioniert. Er meint Piloten, die im Transferpoker noch durch den Rost fallen könnten, also Nick Heidfeld, Rubens Barrichello oder Nelson Piquet junior.

Hoffnung auf Transferkarussel

Der zehnfache GP-Sieger Berger hofft noch auf ein Wunder: "Vielleicht geht ja doch bei irgendeinem noch die Türe auf, an den wir heute noch gar nicht denken." Fernando Alonso vielleicht. Immerhin hat der Spanier Toro Rosso in Monza als das drittbeste Team bezeichnet. "Der ist für uns zu teuer", winkt Berger ab. Außerdem verdichten sich immer mehr Anzeichen, dass Alonso bei Renault bleibt.

Für Berger war Vettels Triumph in Monza ein Déjà-vu. 1988 stand er selbst ganz oben auf dem Siegerpodest im Autodrom. "Ich habe als Fahrer aber nie den WM-Titel geschafft. Also gibt es als Teamchef für mich noch etwas zu tun." Das Schreckgespenst, dass Toro Rosso verkauft wird, ist zwar fürs erste verschwunden, doch Berger sucht händeringend nach Sponsoren. 

Hersteller noch einen Schritt voraus

Jetzt müsste eigentlich einer anbeißen, seitdem sich herumgesprochen hat, dass die Erfolge von Red Bulls B-Team keine Eintagsfliege sind. "Um einmal ein Rennen zu gewinnen, reicht unser Budget", rechnet Berger vor. "Aber wenn du regelmäßig gewinnen willst, kommst du am Geld nicht vorbei. Da sind uns die Hersteller einfach ein paar Schritte voraus."

Die schönste Erkenntnis der Sensation von Monza war für Berger, dass sich im Fahrerlager jeder für Toro Rosso gefreut hat. Auch die Fans atmen auf. Der Formel 1 kann nichts besseres passieren, als dass ein Underdog gewinnt. Das ist wie, wenn der FC St.Pauli den großen Bayern München schlägt.

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