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John Deere SESAM E-Traktor-Konzept

E-Antrieb für die Landwirtschaft

John Deere elektrischer Traktor Foto: John Deere 10 Bilder

Die Elektrifizierungswelle hat nun auch die Landwirtschaft erfasst. John Deere zeigt ein über 400 PS starkes E-Traktor-Konzept. Der SESAM wird jetzt auf der Landwirtschaftmesse SIMA in Frankreich vorgestellt.

06.12.2016 Uli Baumann 3 Kommentare

Dass reine Elektroantriebe künftig auch in der Landwirtschaft darstellbar sind, zeigt der US-Landmaschinenspezialist John Deere mit dem Konzept SESAM (Sustainable Energy Supply for Agricultural Machinery)

John Deere elektrischer Traktor
Traktor mit Elektroantrieb 2:25 Min.

John Deere SESAM mit 300 kW Leistung

Äußerlich wirkt der SESAM wie ein konventioneller Traktor, der Fortschritt schlägt unter der Haube. Sesam öffne dich – Sie verstehen. Wo sonst ein mächtiger Turbodiesel sitzt, trägt er John Deere ein Batterie-BIg-Pack. Satte 130 kWh sollen die dort angehäuften Energiespeicher bunkern können.

Als Ersatz für den Turbodiesel haben die Techniker zwei jeweils 150 kW starke Elektromotoren eingespannt. Mit einer Gesamtleistung von 300 kW (umgerechnet 408 PS) ist der SESAM ausreichend motorisiert. Weitere Infos zum Antrieb oder zu Ladezeiten macht John Dere noch nicht. Für den landwirtschaftlichen Einsatz sind aber aus dem Stand Drehmomentstarke E-Motor geradezu prädestiniert, auch das Gewicht von Batterien und Antrieb spielen hier nur eine untergeordnete Rolle. Weitere Pluspunkte für die Landwirtschaft sind der auf dem Feld abgasfreie Betrieb sowie die absolut leise Arbeitsweise.

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@aachtman: Leider liegen Sie falsch, wenn Sie behaupten, dass der Traktor mit 130kWh "viele, viele Stunden pflügen" kann. Kilowattstunden (kWh) ist die Einheit der elektrischen Arbeit. 300kW ist die elektrische Leistung, des Antriebs. Bei genauem betrachten der Einheiten sollte auffallen, dass die (elektrische) Arbeit ein Produkt aus (elektrischer) Leistung und der Zeit ist. Die Formel zur Berechnung der Arbeit lautet nicht umsonst W=P*t.
Stellt man die Formel nun nach "t" um, erhält man die Zeit, die der Akku die geforderte Leistung liefern kann. Man erhält sage und schreibe 0,433h. Also nicht mal 30min. (Wenn man von konstanter voller Belastung ausgeht).

Für den realen Erntebetrieb ist dieser Antrieb also (noch) nicht praktikabel, wenn man berücksichtigt, dass Traktoren z.B. bei der Mais- und Getreideernte gerne mal 8h und länger am Tag unterwegs sind.

Trotzdem ist das ein interessantes Konzept, das man weiterverfolgen sollte. Auf lange Sicht führt kein Weg um E-Antriebe herum (wobei ich Wasserstoffantriebe für weitaus sinnvoller halte).

EinBenutzer 6. Dezember 2016, 20:00 Uhr
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