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Kapitalerhöhung von PSA Peugeot Citroen

GM jetzt zweitgrößter Aktionär mit 7 Prozent

Foto: PSA

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen hat im Zuge des GM-Einstiegs seine Kapitalerhöhung erfolgreich durchgezogen.

28.03.2012 dpa

Investoren hätten für 1,78 Milliarden Euro neue Aktien kaufen wollen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Angeboten wurden nur Papiere im Wert von 1,0 Milliarden Euro. Die Kapitalerhöhung erfolgt im Zuge des Einstiegs von General Motors (GM). Der US-Konzern hält als zweitgrößter Aktionär künftig sieben Prozent an den Franzosen, die Familie Peugeot reduziert ihren Anteil von 30,3 auf 25,2 Prozent.

Die Aktien wurden wie bereits zuvor festgelegt zu 8,27 Euro zugeteilt. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Maßnahme Anfang März war dies ein Abschlag von mehr als 40 Prozent auf den Marktpreis. "Das Geld fließt in unsere strategischen Projekte mit GM", hatte PSA-Finanzchef Jean-Baptiste de Chatillon gesagt.

PSA hat im letzten Jahr 588 Millionen Euro verdient

Die Anteilseigner des Unternehmens müssen auch den Ausfall der Dividende für das abgelaufene Jahr verkraften. Eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre hält die Unternehmensführung derzeit für unpassend. Der Autobauer hatte im abgelaufenen Jahr 588 Millionen Euro verdient, doch war dies nur halb so viel wie ein Jahr zuvor gewesen. Neben weiteren Sparbemühungen und dem Verkauf von Geschäftsbereichen soll die Zusammenarbeit mit GM helfen, PSA wieder nach vorn zu bringen. Die Autosparte war im zweiten Halbjahr 2011 operativ in die roten Zahlen geraten.
Die GM-Tochter Opel kämpft seit Jahren mit Verlusten und dürfte über die Peugeot-GM-Allianz wenig erfreut sein, da die Franzosen ebenso wie Opel ihren Fokus in Europa haben. Am  Mittwoch (28.3.) wollte der Opel-Aufsichtsrat die Weichen für Wege aus der Verlustzone stellen.

GM und Peugeot-Citroen hatten Ende Februar die Gründung der gemeinsamen Auto-Allianz angekündigt. Dabei geht es neben der Kapitalbeteiligung vor allem um die gemeinsame Nutzung von Komponenten und Modulen und den Aufbau eines Gemeinschaftsunternehmens für den weltweiten Einkauf. Die beiden Unternehmen wollen ihre jährlichen Kosten dadurch binnen fünf Jahren um ungefähr zwei Milliarden US-Dollar (1,5 Mrd Euro) senken. Die Synergien sollen vor allem durch neue gemeinsame Fahrzeugprogramme entstehen.

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