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Karmann baut ab

Foto: Karmann

Update ++ Europas größter Cabrio-Hersteller Karmann will zahlreiche Stellen am Standort Osnabrück streichen. "Wir werden mit dem Betriebsrat über eine Absenkung der Beschäftigung sprechen müssen", sagte Firmenchef Bernd Lieberoth-Leden der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

31.01.2006

Wie viele Stellen abgebaut werden sollen, sei noch nicht bekannt, sagte Karmann-Sprecher Christian Eick. Für das zweite Halbjahr müsse ein Sozialplan aufgestellt werden. Derzeit arbeiten in Osnabrück 5.300 Beschäftigte.

Grund für den Stellenabbau ist nach Angaben der Unternehmensführung die gesunkene Nachfrage nach dem in Osnabrück gebauten Chrysler-Modell Crossfire. Dem Zeitungsbericht zufolge könnte sich die Produktion von 12.500 Crossfire-Modellen im Jahr 2005 auf gut die Hälfte in diesem Jahr reduzieren. Ein Sprecher der IG Metall bestätigte die Zahlen.

"Das Problem in Osnabrück ist, dass wir hier eine auslaufende Produktion haben und sich das Unternehmen um Neuaufträge bemühen muss", sagte der Osnabrücker IG Metall-Sekretär Hartmut Riemann. Karmann bekomme zu spüren, dass die Produktion von Volumenherstellern wie Opel, Volkswagen oder Ford derzeit ebenfalls nicht ausgelastet sei und die Hersteller in erster Linie in ihren eigenen Werken produzieren lassen.

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