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Karmann-Betriebsrat

Transfergesellschaft für 633 Mitarbeiter

Foto: Karmann

Die 633 von Entlassung bedrohten Mitarbeiter des Cabrioherstellers Karmann sollen in einer Transfergesellschaft aufgefangen werden. Das sagte der Betriebsratsvorsitzender Harald Klausing am Donnerstag (17.8.).

17.08.2006

Ziel der Auffanggesellschaft sei es, die Ex-Karmann-Beschäftigten wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Zudem solle in einer neuen Verhandlungsrunde die Zahl weiterer von Entlassung bedrohter Mitarbeiter reduziert werden. Dabei handelt es sich um Beschäftigte, die nicht in einem konkreten Auftragsprojekt des Osnabrücker Automobilzulieferers Karmann arbeiten. Die Zahl dieser Mitarbeiter belaufe sich zur Zeit auf 370 Beschäftigte. Der Betriebsrat wolle sich aber auch hier für weniger Entlassungen einsetzen, sagte Klausing. Im November solle es hier zu Ergebnissen kommen. Der Betriebsrat habe eine Beratungsgesellschaft zur Ausarbeitung eines Konzepts eingeschaltet.

Das ursprüngliche Ziel der Geschäftsführung lautete, 850 Beschäftigte der Fahrzeugproduktion und weitere 400 Mitarbeiter bis zum Herbst zu entlassen. Dass der Stellenabbau geringer ausfällt als zunächst geplant, ist unter anderem der Einführung der 31,5-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich und der Versetzung von 220 Beschäftigten in das Werk im benachbarten Rheine Anfang 2007 zu verdanken.

Besonders die Altersgruppe der 46 bis 55 Jahre alten Beschäftigten ist vom Arbeitsplatzabbau bei dem Hersteller betroffen. Karmann leidet unter einem unerwartet schlechten Absatz des Chrysler Crossfire. Das Osnabrücker Unternehmen stellt das Sportcoupé und das Cabriolet für Daimler-Chrysler her. Die ungünstige Wechselkursrelation zwischen Europa und dem Hauptmarkt USA erschwere den Verkauf, heißt es.

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