Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Karmann-Chef geht

Foto: Foto: Achim Hartmann

Karmann-Chef Bernd Lieberoth-Leden verlässt überraschend die Geschäftsführung des Osnabrücker Cabrio-Spezialisten. Der 50 Jahre alte Manager scheide auf eigenen Wunsch bereits an diesem Freitag aus dem Unternehmen aus, teilte die Wilhelm Karmann GmbH am Donnerstag (23.11.) mit.

23.11.2006

Karmann-Chef Bernd Lieberoth-Leden verlässt
Gleichzeitig habe der Aufsichtsrat die Geschäftsführung von sechs auf fünf Mitglieder verkleinert und den 47 Jahre alten Peter Harbig als neuen Sprecher des Gremiums benannt.

Karmann war unter anderem wegen des schleppenden Absatzes des für Daimler-Chrysler produzierten Modells Crossfire in Schwierigkeiten geraten und verzeichnete in diesem Jahr einen Umsatzrückgang um 30 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro. Wegen der schlecht ausgelasteten Autoproduktion baut Karmann in diesem Jahr rund 900 Arbeitsplätze ab. Die Karmann-Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit 8.000 Menschen.

Lieberoth-Leden habe unter schwierigen Marktbedingungen die Restrukturierung von Karmann maßgeblich vorangetrieben und damit die Basis für künftiges Wachstum bei Karmann gelegt, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Jobst Wellensiek. Der frühere Bosch-Manager Lieberoth-Leden war vor fünf Jahren zu Karmann gewechselt.

Harbig war im Sommer aus dem Vorstand des österreichischen Karmann-Konkurrenten Magna Steyr nach Osnabrück gewechselt. Zuvor war der Diplom-Ingenieur fast zwei Jahrzehnte bei ThyssenKrupp Automotive tätig. Magna Steyr gilt in Branchenkreisen als einer der Vorreiter beim Einsatz von Leiharbeitern, um Produktionsspitzen auszugleichen. Vor kurzem hat Karmann gemeinsam mit dem Landmaschinen- und Nutzfahrzeughersteller Krone aus dem benachbarten Spelle ein Zeitarbeitsunternehmen gegründet.

Harbig sei wegen seiner Erfahrung und seines guten Rufes genau der Richtige für die Führungsmannschaft, sagte Wellensiek. Im Vordergrund stehe die Auslastung der Autoproduktion und die weitere Internationalisierung sowie der Ausbau des Bereichs Dachsysteme.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden