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Karmann

Dramatischer Umsatzrückgang

Foto: Karmann

Der Osnabrücker Cabriospezialist Karmann hat im vergangenen Jahr wegen des schwierigen Automobilmarktes einen Umsatzeinbruch von 30 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro verzeichnet.

12.06.2006

Derzeit verhandeln Unternehmen und Betriebsrat über einen Abbau von 1.250 Arbeitsplätzen, die noch in diesem Sommer am Stammsitz Osnabrück wegfallen sollen, teilte das Unternehmen am Montag (12.6.) mit. Betroffen von dem Stellenabbau sei vor allem der Bereich Fahrzeugbau, der nach Unternehmensangaben unter einem schleppenden Absatz im Sportwagenbereich leidet.

Weitere Ursachen für den Umsatzrückgang seien steigende Rohstoff- und Energiepreise und ungünstige Wechselkursbedingungen. Das Ergebnis bezeichnete das Unternehmen ohne weitere Angaben als "zufrieden stellend". Die Mitarbeiterzahl der Gruppe sank von 9.643 auf 8.350 Beschäftigte weltweit. Ende Juni solle eine Entscheidung über einen neuen Produktionsstandort für Dachsysteme in Polen fallen, sagte ein Unternehmenssprecher.

Auslandsumsätze steigen

Im Segment Fahrzeugbau treffe ein schwacher Markt auf abflauende Modellzyklen, hieß es. Während Karmann noch 2004 mehr als 93.600 Autos baute, sank die Stückzahl im vergangenen Jahr auf 54.500. Daher sei in dem Geschäftsfeld die Zahl der Mitarbeiter um 19 Prozent auf 5.399 zurückgegangen.

Alle vier gefertigten Modelle - Mercedes-Benz CLK Cabriolet, Audi A4 Cabriolet und zwei Varianten des Chrysler Crossfire - blieben hinter den Vorjahreszahlen zurück. Vor allem der Crossfire sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Für die Mercedes- und die Audi- Baureihen ziehe die Nachfrage im Fahrzeugbau wieder etwas an, so dass eine stärkere Auslastung absehbar sei.

Im Ausland steigerte das Osnabrücker Traditionsunternehmen seine Umsätze zum Teil deutlich. Währungsbereinigt stieg der Umsatz des Werkes in Michigan (USA) um 44 Prozent auf 14 Millionen Euro. Auch die brasilianische Karmann-Tochter steigerte ihren Umsatz von 19 auf 38 Millionen Euro, was aber vor allem auf Währungseinflüsse zurückzuführen sei.

Mit dem japanischem Hersteller Nissan praktiziert Karmann eine neue Form der Zusammenarbeit. Das Klappdach für die Baureihe Micra C+C wird von Karmann direkt im Nissan-Werk im nordenglischen Sunderland produziert. Zu den wichtigsten Entwicklungsprojekten gehörte nach Unternehmensangaben die cabriospezifische Anpassung und die Planung des Dachmoduls für das Luxuscabriolet Bentley Continental GTC.

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