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Karmann

Engagement in Brennstoffzellen

Foto: Karmann

Der Osnabrücker Automobilzulieferer und Cabriospezialist Karmann will in die Entwicklung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellentechnik einsteigen.

11.04.2008

Dazu habe das Unternehmen mit der Proton Motor Fuel Cell GmbH aus Puchheim bei München ein entsprechendes Memorandum unterzeichnet, teilte ein Karmann-Sprecher am Freitag (11.4.) in Osnabrück mit. Erstes gemeinsames Projekt solle das Nutzfahrzeug "EcoCarrier" sein, das Karmann im Auftrag der Wunstorfer Firma EcoCraft Automotive herstellt. Proton Motor entwickelt seit 14 Jahren Brennstoffzellenantriebe. Mit dem Projekt solle der Markt für Fahrzeuge mit Brennstoffzellentechnik ausgebaut werden, hieß es.

"Die Nachfrage nach emissionsfreien Fahrzeugen wird deutlich zunehmen. Wir engagieren uns in diesem Wachstumsmarkt und sehen in der Brennstoffzelle die Antriebsart für Elektrofahrzeuge der Zukunft", sagte Karmann-Chef Peter Harbig. Der erste Brennstoffzellen-Transporter solle auf der Industriemesse in Hannover (21. bis 25. April) gezeigt werden. Zielgruppe seien Kommunen und Unternehmen mit einem regionalen Einsatzgebiet, zum Beispiel kommunale Betriebe.

Die drei Firmen gehen von einem Absatz von 20 Fahrzeugen im Jahr 2009 aus, bei einem Verkaufspreis von unter 100.000 Euro. Bei mittleren Serien wäre sogar ein Verkaufspreis von weniger als 35.000 Euro möglich, hieß es. Bei noch größeren Serien könnten die Kosten noch deutlicher gesenkt werden. Der Transporter habe eine Reichweite von mehr als 250 Kilometer. Der Brennstoffzellenantrieb arbeitet völlig abgasfrei.

Karmann hatte wegen fehlender Nachfolgeaufträge die Schließung des eigenen Fahrzeugbaus ins Spiel gebracht und die Entlassung von 1.770 Mitarbeitern an den Standorten Osnabrück und Rheine angekündigt. Im Januar waren 500 Kündigungen ausgesprochen worden. Bis Juli soll die Entscheidung über die Fortführung des Fahrzeugbaus fallen. Sollte dieser aufgegeben werden, droht weiteren 800 Beschäftigten die Entlassung. Zumindest am Standort Rheine (NRW) wurde allerdings die Herstellung des Audi A 4 Cabriolets inzwischen bis Ende März 2009 verlängert.

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