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Karmann

Kurzarbeit angesagt

Foto: Karmann

Beim angeschlagenen Autohersteller Karmann droht im Fahrzeugbau Kurzarbeit. Ein entsprechender Antrag sei bei der Agentur für Arbeit gestellt worden, hieß es von der IG Metall Osnabrück am Mittwoch (5.11.).

05.11.2008

Wie viele Mitarbeiter davon betroffen seien, stehe aber noch nicht fest, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzender Gerhard Schrader.

Hintergrund sind die Produktionskürzungen des Autokonzerns Daimler, der in Osnabrück das Modell CLK Cabrio produzieren lässt. Der Wunsch Daimlers, die Produktion zu reduzieren, liege Karmann vor, bestätigte Schrader einen entsprechenden Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass die Karmann-Geschäftsführung Produktionskürzungen nicht ausschließe.

Karmann hatte im September einen grundlegenden Umbau des Unternehmens angekündigt und will reiner Zulieferbetrieb für Cabrio-Dachsysteme und Fahrzeugentwicklung werden. Die Zahl der Beschäftigten soll von bislang noch 6.000 Mitarbeitern weltweit auf möglicherweise 2.400 schrumpfen. Der Fahrzeugbau - bislang einer der wichtigsten Säulen der Firma - wird wahrscheinlich komplett geschlossen, wenn es nicht zu neuen Aufträgen kommt.

Bislang war es Karmann nicht gelungen, Nachfolgeaufträge zu bekommen. Bis zum kommenden Sommer läuft noch die Produktion des CLK in Osnabrück. Im Frühjahr läuft die Fertigung des Audi-A4-Cabrios im westfälischen Rheine aus. Mit der Aufgabe des Fahrzeugbaus drohen Entlassungen von bis zu 1.700 Beschäftigten. Bereits in den Jahren zuvor hatte Karmann tausende Stellen gestrichen.

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